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Schüsse auf Einsatzkräfte – Zwei Männer nach Verfolgungsfahrt festgenommen
Bei einem Polizeieinsatz in Absberg (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) ist es am Dienstagnachmittag zu einer spektakulären Flucht mit Schussabgabe auf Einsatzkräfte gekommen. Nach einer Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften endete die Flucht der Tatverdächtigen in Weißenburg mit einem Unfall. Zwei Männer wurden festgenommen, mehrere Personen verletzt.
Polizeieinsatz in Absberg
Im Rahmen kriminalpolizeilicher Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass sich in einer Wohnung in Absberg Personen aufhalten könnten, die möglicherweise mit scharfen Schusswaffen bewaffnet sind. Aufgrund der Gefährdungslage wurden Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) hinzugezogen, um eine geplante Durchsuchung des Anwesens abzusichern.
Schüsse auf Einsatzkräfte bei Flucht
Gegen 17:00 Uhr stellten die Beamten vor dem Wohnanwesen ein Fahrzeug des mit niederländischer Zulassung fest, besetzt mit zwei Männern. Als das Fahrzeug kontrolliert werden sollte, flüchteten die Insassen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Pfofeld. Während der Flucht gaben die Männer aus dem Fahrzeug heraus Schüsse auf ein Polizeifahrzeug ab.
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Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften
Die weitere Flucht führte – teilweise mit innerörtlichen Geschwindigkeiten von deutlich über 100 km/h – über Dornhausen, Gundelsheim, Wachenhofen und Weimersheim. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Am Ortseingang von Weißenburg kam es schließlich zur Eskalation.
Unfall am Kreisverkehr in Weißenburg
Am Kreisverkehr der Emetzheimer Straße verunfallte das flüchtende Fahrzeug und kollidierte mit einem unbeteiligten Pkw. Um eine Weiterfahrt zu verhindern, gaben Spezialeinsatzkräfte einen Schuss auf einen Reifen des stehenden Fahrzeugs ab. Die beiden Insassen wurden im Fahrzeug eingeklemmt, anschließend befreit und festgenommen.
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Mehrere Verletzte
Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei türkische Staatsangehörige im Alter von 23 und 24 Jahren. Beide erlitten bei dem Unfall Verletzungen und wurden unter Polizeibegleitung in Krankenhäuser gebracht. Drei Beamte des SEK wurden im Rahmen des Zugriffs ebenfalls verletzt und medizinisch behandelt. Die Insassen des unbeteiligten Fahrzeugs wurden vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert, nach aktuellem Stand jedoch nicht schwer verletzt.
Am Polizeifahrzeug wurde zudem ein Einschussloch im Bereich der Motorhaube festgestellt.
Weitere Festnahme und Durchsuchung des Anwesens
Nach der Flucht des Mercedes wurde das Anwesen in Absberg weiterhin überwacht. Als ein 30-jähriger Mann das Gebäude verlassen wollte, wurde auch er festgenommen. Dabei zog er sich eine Kopfplatzwunde zu. Bei der anschließenden Durchsuchung des Wohnhauses wurden keine weiteren Personen angetroffen. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eine weitere Person auf der Flucht befand, wurde der Bereich bis etwa 23:00 Uhr mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und eines Personensuchhundes abgesucht – ohne Ergebnis.
Haftanträge und laufende Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 24-jährigen Beifahrer wegen versuchten Mordes sowie gegen den 23-jährigen Fahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Ansbach in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Ansbach. Dabei wird auch geprüft, ob die Tatverdächtigen in gewaltbereite Gruppierungen eingebunden sind.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Personen, die während der Flucht auf der genannten Strecke gefährdet oder geschädigt wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 bei der Polizei zu melden.











Glatte Fahrbahn. Symbolbild: Pixabay
©Harald Wich