Zuletzt aktualisiert am
Schwimmen wird teurer: So viel kostet der Eintritt in den Bädern rund um Bayreuth
Die Hallenbadsaison beginnt, doch der Badespaß hat seinen Preis. Wir haben die Eintrittspreise in Bayreuth und der Region verglichen, und manche Tarife sind deutlich gestiegen.
Wenn draußen die Temperaturen sinken, beginnt für viele Familien, Vereine und Freizeitsportler wieder die Hallenbadsaison. Das Wasser ist so nass wie immer, die Preise sind es aber nicht mehr: Wer regelmäßig seine Bahnen zieht, zahlt heute spürbar mehr als noch vor einigen Jahren.
Wir haben uns die Eintrittspreise von Hallenbädern und Thermen in der Region Bayreuth genauer angesehen. Das Ergebnis: Schwimmen ist vielerorts teurer geworden. Das gilt für klassische Hallenbäder genauso wie für Thermen, die zusätzlich Sauna und Warmwasserbecken bieten.
Vom Kleingeld zum Eintrittspreis
Ein gutes Beispiel ist das Stadtbad Bayreuth. Ende 2018 kostete die reguläre Einzelkarte 4,90 Euro, 2021 wurde der Preis auf 5,00 Euro angehoben. Heute zahlen Erwachsene 7,00 Euro. Das klingt erst einmal nach dem berühmten „Ach komm, die paar Euro“. Tatsächlich sind es aber zwei Euro oder 40 Prozent mehr als 2021. Im Vergleich zu 2018 liegt das Plus sogar bei knapp 43 Prozent.
In der Lohengrin Therme ist der Zwei-Stunden-Tarif von 10,50 Euro auf 17,00 Euro gestiegen. Das ist ein Plus von rund 62 Prozent.
Im Juramar Pottenstein kostet die Tageskarte für Erwachsene seit 1. Januar 2025 5,50 Euro.
Im CabrioSol Pegnitz zahlen Badegäste aktuell 6,00 Euro für 90 Minuten, die Tageskarte kostet 8,50 Euro.
Warum kostet das Planschen mehr?
Die Betreiber haben dafür nachvollziehbare Gründe, denn Schwimmbäder sind teuer im Unterhalt. Die Stadtwerke Bayreuth bestätigen auf Anfrage:
„Es ist richtig, dass die Eintrittspreise unserer Bäder seit 2018 gestiegen sind. Gleichzeitig hat sich auch das allgemeine Preisniveau deutlich erhöht: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind in diesem Zeitraum um knapp 30 Prozent gestiegen. Hinzu kommen für uns deutliche Tarifsteigerungen beim Personal sowie insbesondere in den vergangenen Jahren stark gestiegene Energie-, Material- und Instandhaltungskosten.“
Das Wasser muss gereinigt und erwärmt, das Gebäude beheizt werden. Außerdem wollen Bademeister, Reinigungskräfte und Techniker bezahlt werden. Hinzu kommen gestiegene Kosten für Energie, Personal und Material. Kurz gesagt: Auch ein Hallenbad kann dem allgemeinen Preisanstieg nicht einfach davonschwimmen.
Hallenbad und Therme – mehr als nur Wasser
In der Lohengrin-Therme ist beispielsweise das Parken bereits im Eintrittspreis enthalten. Im Saunabereich steht den Gästen kostenlos Trinkwasser zur Verfügung. Ein gepflegtes Umfeld, persönliche Betreuung und einen hohen Servicestandard schreibt sich die Therme zusätzlich auf die Fahnen.
Auch im deutlich günstigeren Stadtbad gibt es mehr als nur das Schwimmbecken: Die Textilsaunen, ein Dampfbad und ein Whirlpool und auch hier: kostenfreie Parkplätze im Parkhaus Oberfrankenhalle.
Von Seiten der Stadtwerke heißt es:
„Entgegen einer teilweise verbreiteten Vorstellung verdienen die Stadtwerke mit dem Stadtbad kein Geld – im Gegenteil: Das jährliche Defizit muss innerhalb des Stadtwerke-Konzerns ausgeglichen werden. Diese Mittel stehen damit an anderer Stelle nicht zur Verfügung und schränken beispielsweise auch Spielräume für Investitionen in andere Bereiche ein. Unser Anspruch ist deshalb, einen vernünftigen Ausgleich zu finden und unsere Kundinnen und Kunden angemessen an den tatsächlichen Kosten zu beteiligen.“
So lässt sich sparen
Wer clever plant, kann trotzdem etwas sparen. Mehrfachkarten, Familienkarten oder längere Tarife sind oft günstiger als der Einzeleintritt. Ein Blick auf die Preislisten der Bäder lohnt sich also, bevor es ins Becken geht.
Und eines gibt es heute gratis dazu: den nostalgischen Blick auf die alten Eintrittspreise.












©Pixabay
Der Porsche 911 soll 2025 in Rheinland-Pfalz gestohlen worden sein. © Polizei Oberfranken