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Schwimmstart Bayreuth: Neuer Verein will Schulen unterstützen
Zu wenig Lehrer, zu viele Kinder, zu wenig Wasserzeit: Der Schwimmunterricht an Schulen stößt oft an seine Grenzen. Mit dem neu gegründeten Förderverein Schwimmstart Bayreuth wollen Mariella Schubert, Stefanie Opitz und Oliver Düreth diese Lücke schließen.
Immer mehr Kinder in Deutschland können nicht sicher schwimmen. Diese Entwicklung dürfte allen seit der Corona-Zeit bekannt sein. Schwimmunterricht ist Pflicht an Schulen, doch Lehrkräfte müssen häufig Schwimmer und Nichtschwimmer gleichzeitig allein betreuen. Bei nur 20 bis 45 Minuten Wasserzeit bleibt kaum Raum für individuelle Förderung – viele fühlen sich mit dieser Aufgabe überfordert, erklärt die diplomierte Schwimmlehrerin Stefanie Opitz, Mitbegründerin des neuen Fördervereins Schwimmstart Bayreuth.
Genau hier setzt der neue Förderverein Schwimmstart Bayreuth an. Er entstand aus dem Schwimmverein Bayreuth und will Schulen nicht nur in Bayreuth, sondern im gesamten Umland gezielt beim Schwimmunterricht unterstützen.
Förderverein Schwimmstart Bayreuth schließt eine Lücke
Mariella Schubert, seit acht Jahren erste Vorsitzende des Schwimmverein Bayreuth, beobachtet die Entwicklung schon lange. „Die Statistiken werden Jahr für Jahr schlimmer“, sagt sie über die wachsende Zahl an Nichtschwimmern.
Oft fehlt es schlicht an qualifiziertem Personal. Viele Schulen finden zwar hin und wieder Unterstützung, doch eine verlässliche Lösung gab es bislang nicht. Deshalb bündelt der neue Förderverein Schwimmstart Bayreuth das Angebot an einer zentralen Stelle – gegründet wurde er von Mariella Schubert und Stefanie Opitz.
„Ein solches Konzept gibt es bislang weder im Landkreis Bayreuth noch anderswo in Deutschland“, erklärt Schubert.
Für Stefanie Opitz geht es um weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung. „Weil das Leben daran hängt“, begründet sie ihr Engagement und verweist auf tragische Badeunfälle wie den kürzlich in Naila. Schon eine kleine Pfütze könne für Nichtschwimmer gefährlich werden.
Der Förderverein Schwimmstart Bayreuth will genau dieses Bewusstsein stärken und gleichzeitig ganz praktisch helfen.
Schwimmlehrerin Stefanie Opitz unterstützt den Unterricht
Herzstück des Fördervereins ist Stefanie Opitz. Die diplomierte Schwimmlehrerin unterrichtet bereits seit 2018 neben ihrem Hauptberuf als Fachangestellte für Bäderbetriebe einzelne Schulklassen. Sie ist nun fest beim Förderverein angestellt und Schulen in und um Bayreuth flexibel unterstützen.
Stefanie Opitz bringt eine breite fachliche Ausbildung mit. Bereits 2001 absolvierte sie die Ausbildung zur C-Trainerin im Leistungssport. Seitdem bildet sie sich regelmäßig weiter, unter anderem im Bereich moderner Anfängerschwimmkurse, um Kindern das Schwimmen möglichst kindgerecht zu vermitteln. Zusätzlich absolvierte sie eine Fortbildung für den Unterricht mit Kindern mit Beeinträchtigungen. Damit kann sie künftig auch Kinder unterstützen, die sonst vom Schulschwimmen ausgeschlossen bleiben – etwa, weil bei Epilepsie häufig die notwendige zusätzliche Aufsicht fehlt.
Laut Opitz ist der Bedarf für Unterstützung enorm. Fehlen genügend Lehrkräfte mit Rettungsschwimmabzeichen, sitzt oft die halbe Klasse nur am Beckenrand.
„Da ist die Chance eigentlich gering, dass die Kinder wirklich in der Zeit im Schulschwimmen dann schwimmen lernen“, erklärt sie die Folgen.
Sie hilft bei der Gestaltung des Schwimmunterrichts und unterstützt die Lehrkräfte dabei, die Kinder individuell zu fördern und sie zügig auf das nächste Niveau zu bringen.
Für Stefanie Opitz steckt hinter ihrem Engagement vor allem eine Erfahrung: der Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal alleine schwimmt. „Das ist einfach so ein schönes Gefühl für die Kinder wie für mich.“
Schulen können Stefanie Opitz über die Internetseite des Fördervereins buchen. Ein Kalender auf der Webseite zeigt, welche Termine noch verfügbar sind. Die Kosten tragen die Schulen selbst; förderfähig ist das Angebot bislang nicht. Auf Anfrage können der individuelle Bedarf sowie die Möglichkeiten der Unterstützung besprochen werden.
Wie sich der Förderverein finanziert
Schulen tragen die Kosten für die Unterstützung selbst, eine Förderung durch Behörden gibt es bislang nicht. Die Höhe richtet sich nach der Klassengröße und der gebuchten Stundenzahl. Dennoch soll der Betrieb des Vereins vor allem durch Spenden finanziert werden, wie Mariella Schubert betont.
Gezielt will das Team Firmen und Stiftungen aus der Region ansprechen. Ab dem 1. September kann der Verein Spenden entgegennehmen, kündigt Schubert an. Erst danach können Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen das Projekt offiziell unterstützen.
Auch der Bayreuther Stadtrat soll in das Projekt eingebunden werden. Die Stadt Bayreuth unterstützt den Schwimmverein bereits stark, unter anderem durch die Bereitstellung des Hallenbads. Mariella Schubert beschreibt das Verhältnis als Geben und Nehmen: Mit dem Förderverein wolle man „etwas zurückgeben“ für diese Unterstützung.
FAQs
Was ist der Förderverein Schwimmstart Bayreuth? Ein neu gegründeter Verein, der aus dem Schwimmverein Bayreuth hervorgegangen ist und Schulen beim Schwimmunterricht unterstützt.
Ab wann kann man den Förderverein buchen? Der reguläre Betrieb startet im September, wenn auch Buchungssystem und Bankverbindung eingerichtet sind.
Wer steht hinter dem Projekt? Gegründet haben den Verein Mariella Schubert und Stefanie Opitz vom Schwimmverein Bayreuth.
Können auch Schulen außerhalb Bayreuths das Angebot nutzen? Ja, laut Oliver Düreth ist das Angebot nicht auf Bayreuth beschränkt, sondern gilt auch für Schulen im näheren Umland.
Wie kann man den Förderverein unterstützen? Interessierte können über die Internetseite (schwimmstart-bayreuth.de) und die E-Mail-Adresse des Fördervereins Kontakt aufnehmen und spenden, sobald die Bankverbindung im September steht.












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