Sensation: medi bezwingt Berlin in letzter Sekunde

Sensation! medi bayreuth hat das Aufeinandertreffen gegen ALBA BERLIN mit 80:79 für sich entschieden. Durch einen Korb von Kyan Anderson 2,2 Sekunden vor dem Ende drehte medi die Partie gegen die Albatrosse. Die Oberfrankenhalle explodierte.

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Vor dem Start

Zum ersten Mal seit mehreren Wochen war medi-Publikumsliebling Steve Wachalski wieder Teil des Kaders. Zum Start musste sich der Distanzschütze aber natürlich mit einem Platz auf der Bank begnügen. Bayreuth startete mit Eric Mika, Adonis Thomas, Kassius Robertson, Bastian Doreth und De’Mon Brooks in die Partie.

medi brauchte Zeit um in den Tritt zu kommen. Foto: Susanne Jagodzik.

Berlin startet stark

Vom Jump an tat Berlin, was Berlin diese Saison eben so tut. Mit gutem Stellungsspiel, einer disziplinierten Verteidigung und einem selbstsicheren Spiel nach vorne schraubten die Gäste souverän ihr Punktekonto nach oben. Die Heroes of Tomorrow hielten beherzt dagegen, doch wenn zum Beispiel ein Luke Sikma für Berlin, trotz guter Deckung, die Würfe von jenseits der Dreierlinie dennoch sicher im Korb unterbringt, ist es für jede Verteidigung in der BBL schwer, die Angriffe der Hauptstädter zu stoppen. Nach einem zwischenzeitlichen 15-Punkte-Rückstand im ersten Viertel, kämpften sich die Bayreuther Zur ersten Pause wieder auf 11 Punkte heran, die Albatrosse führten dabei mit 23:12.

Kampf um den Ball. Foto: Susanne Jagodzik.

Bayreuth kämpft sich ran

Die Heroes of Tomorrow kamen gut in das zweite Viertel hinein. Nach der Hereinnahme von Nik Ravio und Andreas Seiferth konnte medi den Rückstand bis auf vier Punkte verkürzen. Doch dann war es wieder Luke Sikma, der für Berlin auftrumpfte. Mit einem eingesprungenen Alley oop mit nachfolgendem Bonusfreiwurf brachte er ALBA wieder weiter in Front. Bei Bayreuth verteilte sich die Last wie gewohnt auf mehrere Schultern. Neben dem starken Eric Mika sorgten auch andere Spieler wie Kassius Robertson, Kyan Anderson oder Gregor Hrovat für wichtige Punkte und Ballgewinne in der eigenen Hälfte. Zur Pause führte Berlin mit 41:35.

Eric Mika beim Freiwurf. Foto: Susanne Jagodzik.

Schlagabtausch

Bayreuth blieb dran. Auch nach der Pause spielten die Bayreuther giftig und boten dem EuroCup Finalisten Paroli. Dabei hielt es die medi-Anhänger in der Oberfrankenhalle nicht mehr auf ihren Sitzen, denn je länger das Spiel ging, desto näher kam Bayreuth an ALBA heran. Vier Minuten vor dem Ende trennte die beiden Teams nur noch ein Punkt. Die Zuschauer peitschten medi nach vorne. Doch der Korb zur Führung wollte nicht fallen. Vorerst. Doch 2,2 Sekunden vor Schluss versenkte Kyan Anderson den Ball dann doch im ALBA-Korb zur Führung für medi. Es war die erste und einzige Führung für die Heroes of Tomorrow im Duell, jedoch auch die wichtigste. Denn sie war gleichbedeutend mit dem Sieg für Bayreuth über Berlin.

Der Mann des Spiels: Kyan Anderson. Foto: Susanne Jagodzik.