Servus Steve: So lief Wachalskis emotionaler Abschied

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Am Freitagabend feierte Steve Wachalski seinen Abschied aus Bayreuth. Das Bayreuther Tagblatt war live dabei! Ein Video von Steves Verabschiedung und seiner Abschiedsrede finden Sie über dem Text.

Im ungewohnten Dress

Etwas ungewohnt war es für die medi-Fans schon, den langjährigen Publikumsliebling Steve Wachalski am Freitagabend im Trikot der MLP Academics Heidelberg zu sehen. Im Rahmen seines Abschiedsspiels startete Wachalski nicht etwa im Trikot der Heroes of Tomorrow, sondern mit der Nummer 8 im Dress des Basketball-Zweitligisten.

Wachalski geht für Heidelberg aufs Feld. Foto: Frederik Eichstädt.

Das hat einen guten Grund: Nach seiner Bandscheiben-OP trainierte der einstige medi-Forward schon seit Wochen mit den Academics. Sollte seine Gesundheit mitspielen, könnte Wachalski in Zukunft weiterhin für Heidelberg auf das Feld gehen.

Ovationen auch für einen anderen Spieler

In der Oberfrankenhalle wurde medis langjährige Nummer 14 trotzdem mit Standing Ovations empfangen. Immer wieder hallten die berüchtigten “Steeeeeeve”-Rufe durch die medi-Spielstätte. Lauten Jubel gab es vor dem Jump aber auch für einen anderen Heidelberger. Wachalskis bester Freund, der ehemalige Profi beim BBC Bayreuth, Philipp Heyden startete ebenfalls im Dress der Academics.

Wiedersehen mit Freunden

Über den ganzen Abend verteilt spielte medi bayreuth auf dem Videowürfel immer wieder kurze Videobotschaften für den scheidenden Wachalski ein. Dabei kamen langjährige Weggefährten wie seine Bayreuther Mannschaftskameraden, sein Nachbar oder aber auch Mitspieler aus anderen Clubs. Natürlich bedankten sich auch die anwesenden medi-Fans bei ihrem Favoriten.

Die medi-Fans bedanken sich bei Wachalski. Foto: Frederik Eichstädt.

Ein Musterprofi auf dem Feld

Vor dem Spiel hob der medi-Hallensprecher hervor, welchen Wert Steve Wachalski in den letzten Jahren für medi bayreuth hatte. Der von seinen Mannschaftskameraden als “Papa” bezeichnete Führungsspieler sei auch laut Raoul Korner immer ein Musterprofi gewesen. Vor dem Spiel umarmte Wachalski den medi-Coach mit einem Grinsen im Gesicht.

Umarmung zwischen Steve Wachalski und Raoul Korner. Foto: Frederik Eichstädt.

Insgesamt kommt Wachalski auf 253 BBL-Spiele für den BBC Bayreuth, den Mitteldeutschen BC, die Telekom Baskets Bonn und medi bayreuth. Neben der sportlichen Komponente und den vielen wichtigen Dreiern, werde Wachalski Bayreuth auch menschlich fehlen, wie der Mann am medi-Mikrofon ergänzte.

Muntere Partie

Auf dem Platz gab Wachalski, wie immer, alles. Zunächst musste der Forward jedoch auf der Bank Platz nehmen. Die Bayreuther starteten dabei mit Robinson, Woodard, Alford, Raffington und Bruinsma in die Partie. Die Bayreuther, die sich wenige Stunden vor der Partie von Forward Charles Cooke trennten, gerieten im Laufe des ersten Viertels etwas ins Hintertreffen. Auch der eingewechselte Steve Wachalski kämpfte für die Academics um jeden Punkt. Kurz vor der Halbzeit versenkte Eberhard dann einen Dreier zur 51:44-Führung für die Gäste.

Bryce Alford kämpft sich durch. Foto: Frederik Eichstädt.

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Ein Dreier gegen Bayreuth

Ein Raunen ging durch die Oberfrankenhalle, als Steve Wachalski, kurz vor Ende des dritten Viertels dann an der eigenen Zone in Ballbesitz kam und den Ball bei wenigen Sekunden auf der Uhr in Richtung Bayreuther Korb schleuderte. Es wäre ein spektakulärer Treffer in Wachalskis Abschiedsspiel geworden, doch der Ball verfehlte den Korb und prallte gegen das Brett.

Anfang des letzten Viertels war es dann aber so weit: Wachalski nahm von der Ecke des Feldes, der “Steve-Position”, einen Dreier und versenkte den Ball unter lauten “Steeeeeeeve”-Rufen der ganzen Halle im Korb. Applaus von den Rängen. Wahrscheinlich wurde in der Oberfrankenhalle nie zuvor ein Korb gegen medi bayreuth so laut gefeiert.

Rebound Wachalski. Foto: Frederik Eichstädt.

Spannung in der Schlussphase

Am Ende wurde es nochmal spannend. Nachdem die Gäste fast die gesamte Partie geführt hatten, drehte medi in den letzten fünf Minuten das Spiel. Dreißig Sekunden vor dem Ende gingen die Heroes of Tomorrow durch einen Dreier mit 78:77 in Führung. Doch Heidelberg antwortete prompt. Am Ende behielt dennoch medi mit 80:79 die Oberhand.