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Gesundheitsversorgung

Spatenstich für den Neubau der Apotheke am Klinikum Bayreuth

Mit dem Neubau soll bis Ende 2027 ein hochmodernes Zentrum für lokale Arzneimittelversorgung entstehen. 

Heute wurde bei einer Spatenstichzeremonie der Bau der neuen Krankenhausapotheke am Klinikum Bayreuth  eröffnet. Nach einer längeren Planungsphase beginnt nun die ebenfalls umfangreiche Bauphase, die voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein wird. Die Gesamtkosten liegen bei rund 30 Millionen Euro.

Medizinische Versorgung auf höchstem Niveau

Bei der neuen Krankenhausapotheke handelt es sich um keine gewöhnliche Apotheke, sondern vielmehr um ein hochmodernes Fabrikationsgebäude. Dadurch wird das Klinikum Bayreuth in der Lage sein, die pharmazeutische Versorgung seiner Patientinnen und Patienten vor Ort sicherzustellen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Herstellung von patientenindividuellen Chemo- und Immuntherapien für ambulante und stationäre Krebspatienten
  • Produktion individuell angepasster steriler und nicht steriler Arzneimittel
  • Versorgung von Frühgeborenen
  • Herstellung von Rezepturen für Dermatologie, OP und andere Fachbereiche
  • Ein analytisches Labor für umfassende Qualitätsprüfungen
  • Sterilherstellungen wie z. B. Augentropfen
  •  Unterstützung klinischer Studien
  • Versorgung des gesamten Krankenhauses mit Arzneimitteln, medizinischen Gasen und apothekenpflichtigen Medizinprodukten

Somit wird dem Klinikum nach Fertigstellung des Baus eine wirtschaftliche, effiziente und moderne Arzneimittelversorgung möglich sein, die auch die medizinische Leistungsfähigkeit des Klinikums stärken wird.

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Umfangreiche Planung

Die Baugenehmigung für den Apothekenneubau wurde durch das Planungsbüro Heinle Wischer & Partner bereits 2018 erwirkt, doch erst nach Ablauf des Baumoratoriums im Frühjahr 2025 wurde das Projekt wieder aufgenommen. Aufgrund von Änderungen der Rechtslage, welche inzwischen in Kraft getreten sind, mussten die Pläne ausgiebig revidiert werden.

Der Teufel steckt im Detail und in der Zertifizierung

Nach Aussage von Dr. Richard Sommerer, Direktor für Apotheke und Einkauf am Klinikum Bayreuth, ist die Bauphase des Gebäudes selbst nicht ausschlaggebend dafür, dass bis zur Fertigstellung ein so langer Zeitraum gerechnet wird.

Das Gebäude wird hochmoderne Reinräume und ähnliche Einrichtungen beinhalten, die in ihrer Qualität mit Anlagen aus der Micro-Chip-Herstellung vergleichbar sind.

Damit diese in Betrieb genommen werden können, müssen aufwendige Abnahme- und Zertifizierungsverfahren durchlaufen werden. Um Medikamente von höchster Qualität abliefern zu können, muss in der neuen Apotheke alles genau nach Vorschrift laufen.