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Sanierung

Spatenstich für Sanierung des Richard Wagner Gymnasiums

Rund 70 Millionen Euro investiert die Stadt Bayreuth in die umfassende Sanierung und Erweiterung des Richard-Wagner-Gymnasiums. Die Bauarbeiten erfolgen in vier Abschnitten während des laufenden Schulbetriebs und sollen bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen sein.

Startschuss für eines der größten Schulbauprojekte in Bayreuth

Die Stadt Bayreuth hat offiziell den Startschuss für die Generalsanierung und Erweiterung des Richard-Wagner-Gymnasiums gegeben. Das Projekt zählt zu den komplexesten und kostenintensivsten Schulbaumaßnahmen der kommenden Jahre. Die Arbeiten werden abschnittsweise und bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt und erstrecken sich voraussichtlich bis in die Mitte der 2030er-Jahre.

Insgesamt investiert die Stadt rund 70 Millionen Euro, um die Schule baulich zu modernisieren, barrierefrei auszubauen und dem steigenden Platzbedarf gerecht zu werden. Derzeit besuchen etwa 830 Schülerinnen und Schüler das Richard-Wagner-Gymnasium, unterrichtet von mehr als 80 Lehrkräften.

Offizieller Baubeginn mit Vertretern aus Politik und Verwaltung

Am Montag, 19. Januar, nahmen Schulleiterin Ursula Graf, Mitglieder der SMV, Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, sowie weitere Ehrengäste den symbolischen Spatenstich für die Generalsanierung vor. Oberbürgermeister Ebersberger bezeichnete die Sanierung der Bayreuther Schulen als große Herausforderung, betonte jedoch die Verantwortung der Stadt, optimale Rahmenbedingungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu schaffen.

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Langer Planungsprozess mit Übergangslösungen

Bereits im Jahr 2021 hatte der Bayreuther Stadtrat die Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung beschlossen. Aufgrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen wurde das Projekt zunächst zurückgestellt. Erst im Juli 2023 bestätigte der Stadtrat den Sanierungsbeschluss endgültig.

Um den Schulbetrieb während der Bauzeit aufrechtzuerhalten, wurden im Dezember 2023 erste modulare Unterrichtsräume übergeben. Weitere mobile Klassenräume folgten im Herbst 2025 und dienen als Ersatz für wegfallende Unterrichtsräume während der Sanierungsphasen.

Vier Bauabschnitte bis Mitte der 2030er-Jahre

Bauabschnitt 1: Gebäudetrakt von 1974

Im ersten Bauabschnitt sollen bis August 2028 im Gebäudetrakt aus dem Jahr 1974 sämtliche Arbeiten an den Umkleiden, der Turnhalle, den naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen sowie der Anbau zusätzlicher Klassenräume abgeschlossen werden. Zudem ist die Verlagerung der Hausmeisterwohnung vorgesehen. Die Kosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf rund 19,8 Millionen Euro. Eine Förderung in Höhe von voraussichtlich acht Millionen Euro durch den Freistaat Bayern steht in Aussicht.

Bauabschnitt 2: Erweiterungsbau und Stabilisierung der Aula

Der zweite Bauabschnitt ist für den Zeitraum von August 2028 bis August 2030 geplant und konzentriert sich auf das Erweiterungsgebäude aus dem Jahr 1974, das in diesem Zuge aufgestockt wird. In diesem Zeitraum werden unter anderem die Räume für Hauswirtschaft und Handarbeit, die Lehrküche im Untergeschoss, die naturwissenschaftlichen Bereiche sowie die Pausenhalle im Erdgeschoss saniert. Auch die Bibliothek, Referendariatsräume, das Silentium, Informatik- und Werkräume sowie Kurs- und Klassenräume in den Obergeschossen werden modernisiert. Zusätzlich ist eine bauliche Unterfangung der Aula vorgesehen, um die bestehenden Fundamente zu stabilisieren.

Bauabschnitt 3: Mittelbau und Außenanlagen

Im Anschluss daran folgt bis voraussichtlich Spätsommer 2032 die Sanierung des Mittelbaus aus dem Jahr 1965. Die Arbeiten betreffen unter anderem die zentrale Eingangs- und Pausenhalle, Klassenräume sowie Verwaltungsbereiche im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss. Darüber hinaus werden Klassen- und Fachräume in den oberen Etagen modernisiert. In dieser Phase sind außerdem Arbeiten am Lehrerparkplatz und an den Außensportanlagen vorgesehen.

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Bauabschnitt 4: Sanierung des historischen Altbaus

Im vierten und letzten Bauabschnitt steht die Sanierung des Altbaus aus dem Jahr 1908 im Mittelpunkt. Geplant sind die Erneuerung der Klassen- und Kursräume, des Schulmuseums sowie der Aula im Erdgeschoss. Auch die Klassen- und Kursräume in den Obergeschossen sowie die Musikräume im straßenseitigen Gebäudeteil werden modernisiert. Zusätzlich werden die Freianlagen im Bereich des Hauptzugangs am Wittelsbacherring, die Außenanlagen des Altbaus sowie der Pausenhof neu gestaltet. Dieser Bauabschnitt soll bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen werden.

Nachhaltige Investition in die Bildungsinfrastruktur

Mit der umfassenden Generalsanierung des Richard-Wagner-Gymnasiums investiert die Stadt Bayreuth langfristig in eine moderne, barrierefreie und zukunftsfähige Bildungsinfrastruktur. Trotz der baulichen Herausforderungen im laufenden Schulbetrieb soll ein zeitgemäßes Lernumfeld entstehen, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.