medi vs. Würzburg

medi verliert gegen Würzburg

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Am Dienstagabend hat medi bayreuth gegen S.Oliver Würzburg verloren. Im Frankenderby triumphierten die Würzburger mit 99:84. Durch die Niederlage verspielten die Bayreuther ihre letzte Chance auf eine Playoffteilnahme. Den VIP-Talk mit Raoul Korner finden Sie auf unserer Facebookseite sowie über dem Text als Video.

Schwacher Start

medi ging mit Eric Mika, Kassius Robertson, Bastian Doreth, De’Mon Brooks und Nik Ravio in das Frankenderby. Für Ravio war es der erste BBL-Start in der Starting Five der Heroes of Tomorrow. Und der Routinier war vom Start an hellwach und erzielte die ersten Punkte der Partie für medi. Danach zeigte sich jedoch ein bekanntes Bild. Wie so oft in den letzten Wochen, kam medis Gegner besser ins Spiel. Der Jubel auf den Würzburger Bank war groß, als Mike Morrison den Ball nach rund 5 Minuten mit einem spektakulären Dunking zum 18:10 im Korb der Bayreuther versenkte.

medi vs. Würzburg

Nik Ravio gegen s. Oliver Würzburg. Foto: Frederik Eichstädt

Stockton zurück im Kader

Wenig später kam David Stockton für Bayreuth auf den Platz. Der Sohn der amerikanischen Basketball-Legende John Stockton, war von medi-Coach Raoul Korner mehrere Wochen nicht mehr für den Spieltagskader berücksichtigt worden. Bereits Anfang November hatte Korner den Aufbauspieler nach der Partie gegen ratiopharm ulm in der Pressekonferenz kritisiert. Im Februar hatte medi dann Kyan Anderson nachverpflichtet, der fortan anstelle dessen den Platz als medis zweiter Antreiber einnahm. Bei seinem Comeback führte sich der Sohn der NBA-Legende jedoch gut ein. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte der Amerikaner direkt zwei Punkte für medi. Wenig später setzte er zwei Dreier drauf, sodass Hallensprecher Christian Höreth den Namen des Schützen drei Mal begeistert in das Mikrofon rollen ließ. Zur ersten Viertelpause führten dennoch die Würzburger mit 30:22.

medi vs. Würzburg

David Stockton. Foto: Frederik Eichstädt

Entschlossene Würzburger

Trotz des Spieltermins unter der Woche waren einige Würzburg-Fans mit nach Bayreuth gereist um ihr Team gegen medi zu unterstützen. Mit einem Sieg in Bayreuth konnten die Würzburger nach Punkten zum achtplatzierten Ludwigsburg aufschließen und somit ihre Lage im Kampf um die Playoffs verbessern. Noch vor einer Woche hatten die Gäste in eigener Halle das Finalrückspiel des FIBA Europe Cups gegen Dinamo Sassari verloren. In der Oberfrankenhalle zeigten sich die Unterfranken, die in der Zwischenzeit noch eine deutliche 69:108-Schlappe gegen ALBA BERLIN einstecken mussten, von den jüngsten Misserfolgen jedoch unbeeindruckt.

medi vs. Würzburg

Bastian Doreth mit dem Pass. Foto: Frederik Eichstädt

Bowlin trifft aus allen Lagen

Besonders Mike Morrison und Cameron Wells stellten die Bayreuther ein ums andere Mal vor große Probleme. Auch Skyler Bowlin trug mit seinem Drei-Punkte-Würfen dazu bei, dass die Würzburger weiter ausbauen konnten. Alleine in der ersten Hälfte versenkte der Amerikaner vier Dreier im medi-Korb. Zur Pause führten die Gäste mit 53:36. Bester Bayreuther war einmal mehr Eric Mika. Der Center kämpfte sich in der Zone frei, verzeichnete die meisten Rebounds im Spiel und erzielte die meisten Punkte für die Heroes of Tomorrow. Bei den Gästen war insbesondere Skyler Bowlin weiter der bestimmende Mann. Dank sechs von elf verwandelten Dreiern in den Vierteln eins bis drei, schraubte der Amerikaner seine Punktausbeute noch vor dem letzten Abschnitt auf 18 nach oben.

medi vs. Würzburg

De’Mon Brooks am Boden. Foto: Frederik Eichstädt

Auch im letzten Viertel blieb Würzburg dran und verwaltete die Führung gegen medi. Trotz der sich abzeichnenden Niederlage unterstützten die Zuschauer in der Oberfrankenhalle die Heroes of Tomorrow weiterhin, auch als die Gäste mit über 20 Punkte führten. Bereits zwei Minuten vor dem Ende stimmten die mitgereisten Würzburger-Fans Lieder an und freuten sich über die Darbietung ihres Teams, dem die Bayreuther bis zum Schluss nicht mehr gefährlich werden konnten. Durch die Niederlage gegen Würzburg war auch die letzte theoretische Chance medis auf die Playoffs Geschichte. Top Scorer auf Seiten medis wurde Rückkehrer David Stockton mit 19 Punkten.