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Sternenhimmel über Bayreuth im Januar 2026: Orion, Jupiter und besondere Himmelsereignisse
Der Januar 2026 bietet Astronomie-Fans in Bayreuth eindrucksvolle Beobachtungsmöglichkeiten. Dominierende Wintersternbilder, der hell leuchtende Jupiter in Opposition und mehrere besondere Himmelsereignisse prägen den nächtlichen Sternenhimmel.
Wintersternbilder prägen den Januarhimmel
Ein Blick an den klaren Abendhimmel im Januar 2026 zeigt in südlicher Richtung die klassischen Wintersternbilder. Besonders auffällig ist das Sternbild Orion, das mit seinen markanten hellen Sternen leicht zu erkennen ist. Am „Fuß“ des Jägers leuchtet der blaue Überriese Rigel, während an der Schulter der rote Überriese Beteigeuze (international Betelgeuse) steht. Beide Sterne sind ein Vielfaches größer als unsere Sonne.
Charakteristisch für Orion sind zudem die drei Gürtelsterne sowie das darunter liegende „Schwert“, in dem sich der Orionnebel befindet, der bei guten Bedingungen sogar mit bloßem Auge sichtbar ist. Südöstlich von Orion funkelt Sirius, der hellste Fixstern des gesamten Nachthimmels.
Nordwestlich von Orion lohnt sich ein Blick mit dem Fernglas in das Sternbild Stier. Dort befinden sich zahlreiche Doppelsterne sowie die bekannten Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden, auch als „Siebengestirn“ bekannt. Westlich davon stehen die Zwillinge mit ihren hellen Hauptsternen Castor und Pollux.
Jupiter dominiert den Nachthimmel
Der auffälligste Planet im Januar 2026 ist Jupiter, der unübersehbar hell am Nachthimmel strahlt. Er befindet sich im Sternbild der Zwillinge und ist bereits früh am Abend im Osten sichtbar. Gegen Mitternacht steht er im Süden und wandert später in Richtung Westen.
Wie der Astronomieverein Humboldt Bayreuth e.V. mitteilt, erreicht Jupiter am 10. Januar 2026 seine Opposition. Dabei steht er von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber und ist mit rund 630 Millionen Kilometern besonders nahe. Dadurch erscheint er größer und heller als sonst. Schon mit kleinen Teleskopen lässt sich seine Scheibe erkennen, ebenso seine vier größten Monde. Am 3. Januar befindet sich zudem der helle Vollmond in seiner Nähe.
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Saturn und weitere Planeten
Auch Saturn ist weiterhin am Südwesthimmel zu beobachten. Er geht jedoch im Laufe des Monats immer früher unter – gegen 23 Uhr zu Monatsbeginn und bereits gegen 21.30 Uhr am Monatsende. Nach mehreren Monaten guter Sichtbarkeit verabschiedet sich der Ringplanet allmählich vom Abendhimmel.
Die äußeren Planeten Uranus und Neptun sind ebenfalls sichtbar, allerdings nur mit geeigneten Instrumenten und mithilfe von Sternkarten. Merkur, Venus und Mars stehen im Januar 2026 zu nah an der Sonne und werden von ihrem Licht überstrahlt.
Sonnenstand und Beobachtungsbedingungen
Zu Beginn des Jahres geht die Sonne in Bayreuth am 1. Januar um 08.11 Uhr auf und bereits um 16.22 Uhr wieder unter. Die Tageslänge beträgt dann nur gut acht Stunden. Für Astronominnen und Astronomen beginnt die vollständige Dunkelheit bereits gegen 18.11 Uhr und endet erst um 06.13 Uhr, was rund zwölf Stunden Beobachtungszeit ermöglicht.
Im Laufe des Monats nimmt die Tageslänge um mehr als eine Stunde zu. Am 31. Januar geht die Sonne um 07.48 Uhr auf und um 17.06 Uhr unter. Die Phase völliger Dunkelheit dauert dann immer noch rund elf Stunden.
Besondere astronomische Ereignisse im Januar 2026
Am 3. Januar kann der Meteorstrom der Quadrantiden für einige Sternschnuppen sorgen. Die Beobachtung wird allerdings durch den hellen Vollmond erschwert, der sich in der Nähe von Jupiter befindet.
Am 27. Januar bedeckt der Mond zwischen 22 und 23 Uhr mit seinem dunklen Rand nacheinander mehrere Sterne der Plejaden. Dieses Ereignis ist bei klarem Himmel gut zu verfolgen.
Die Angaben stammen aus einer Zusammenstellung von Dr. Dieter Brüggemann für den Astronomieverein Humboldt Bayreuth e.V.











Interimscoaches Lukas Hofer und Nils Scheller ©Dirk Ellmer
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