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Stillstand auf der Schiene: Droht Bayreuth die Dauer-Baustelle im Pegnitztal?
Die wichtige Zugverbindung zwischen Franken und Sachsen droht zum Sorgenkind der Region zu werden. Die versprochene Modernisierung gerät wieder mal ins Stocken. Während die Brücken im Pegnitztal bröckeln, lässt die dringend benötigte Elektrifizierung weiter auf sich warten. Darüber ärgert man sich auch im Bayreuther Rathaus.
Gefährliche Dauerkrise: Bayreuth schlägt Alarm
Wer regelmäßig mit dem Zug Richtung Nürnberg oder Osten pendelt, weiß: Das Nadelöhr im Pegnitztal ist ohnehin schon eine Geduldsprobe. Jetzt wächst im Bayreuther Rathaus die Angst, dass aus den notwendigen Bauarbeiten eine „gefährliche Dauerkrise“ wird. Der Grund ist ein klassisches bürokratisches Hickhack zwischen Bund, Bahn und Freistaat, das den Ausbau der sogenannten Franken-Sachsen-Magistrale ausbremst.
Brückensanierung vs. Elektrifizierung
Aktuell müssen im Pegnitztal insgesamt 18 Brückenbauwerke erneuert werden. Das bedeutet zwangsläufig: Schienenersatzverkehr und lange Sperrungen. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger fordert deshalb, dass diese Sperrpausen direkt genutzt werden, um auch die Elektrifizierung der Strecke voranzutreiben. Es wäre den Pendlern kaum zu vermitteln, wenn die Strecke erst jahrelang für Brücken gesperrt wird, nur um sie später für die Stromleitungen erneut lahmzulegen.
Versprechen nicht eingehalten?
Laut Ebersberger hinkt die Planung massiv hinterher. Obwohl es Vereinbarungen zwischen der Bahn, dem Bund und dem Freistaat gibt, fehlt bisher eine konkrete Projektgruppe bei der DB InfraGO. Auch die wichtige Planungsvereinbarung, die eigentlich im Frühjahr unterzeichnet werden sollte, ist derzeit nirgends in Sicht. Das widerspricht laut Stadtverwaltung sogar Beschlüssen des Haushaltsausschusses aus dem letzten Jahr.
Rückendeckung aus München
Immerhin: Bayreuth steht mit dieser Sorge nicht alleine da. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat Ebersberger nun seine volle Unterstützung zugesichert. Auch im Ministerium sieht man die Gefahr, dass die Streckensperrungen ohne gleichzeitigen Ausbau zu einer „dauerhaften Herausforderung“ für die gesamte Region werden. Bernreiter kündigte an, in Berlin weiterhin Druck auf die zuständigen Stellen auszuüben.
Ein Signal für die Zukunft fehlt
Eigentlich sahen die Fortschritte im letzten Herbst vielversprechend aus, doch dieser Schwung ist verflogen. Für Bayreuth ist die Franken-Sachsen-Magistrale die Lebensader für eine moderne Bahnanbindung. Ohne die Elektrifizierung bleibt die Region im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Abstellgleis der Diesel-Technologie hängen. Die Stadt fordert nun, dass die reservierten Finanzmittel für 2026 endlich durch konkrete Taten unterfüttert werden.
FAQ
Warum verzögert sich der Ausbau der Strecke?
Es fehlt aktuell an der Umsetzung der Planungsvereinbarung zwischen dem Bund und der DB InfraGO sowie an der Einrichtung einer speziellen Projektgruppe, um die Elektrifizierung mit den Brückenbauarbeiten zu koordinieren.
Was fordert Oberbürgermeister Thomas Ebersberger?
Er verlangt, dass die Sperrungen für die 18 Brückensanierungen im Pegnitztal gleichzeitig für die Elektrifizierung genutzt werden, um eine jahrelange Dauerkrise und doppelte Sperrungen zu vermeiden.
Gibt es Unterstützung vom Land Bayern?
Ja, Verkehrsminister Christian Bernreiter unterstützt die Forderungen der Stadt Bayreuth und will in Berlin intervenieren, damit der Bund und die Bahn ihre Zusagen für den Ausbau einhalten.
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