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Sweetbirds: Lokales Eis mit modernem Konzept
Wer in den letzten Wochen durch die Ludwigstraße in Bayreuth geschlendert ist, dem dürfte es sofort aufgefallen sein: Eine Eisdiele namens “Sweetbirds” hat eröffnet und diese will sich bewusst von klassischen Eiscafés abheben.
“Wir wollten etwas anders machen”, erzählt Frank Zappe, einer der Inhaber. “Nicht die typische italienische Eisdiele mit Gelato-Schriftzug. Wir sind Bayreuther, keine Italiener und wir wollten zeigen, dass auch hier gutes Eis gemacht werden kann.” Die Einrichtung erinnert passend dazu auch an urbane Cafés in Berlin oder München.
Von der Bahnhofstraße ins Herz der Stadt
Die Idee für die Eisdiele kam eher zufällig. “Wir hatten ein Gebäude in der Bahnhofstraße gekauft, wo vorher schon eine Eisdiele war – ich bin da selbst als Kind Eis essen gegangen”, erzählt Frank. Als der damalige Betreiber zurück nach Italien wollte, stand der Laden leer. “Meine Frau meinte dann: Warum machen wir das nicht einfach selbst?” Gesagt, getan und etwas später zog Sweetbirds schließlich in die Ludwigstraße.
Ein Name mit Bedeutung und ohne “Gelato”
Doch wie kommt man auf den ungewöhnlichen Namen? “Wir wollten ganz bewusst weg von allem, was nach Italien klingt”, erklärt Frank. Die Idee vom Eisvogel stand im Raum, aber sein englischer Name “kingfisher” klang wenig verlockend. “Dann kam der Gedanke: Was Süßes, was Freundliches und so sind wir bei Sweetbirds gelandet.”
Bayreuther Eis durch und durch
Das Herzstück von Sweetbirds ist das Eis und das ist zu 100 % lokal. “Wir produzieren alles selbst, nichts wird zugekauft. Das ist wirklich Bayreuther Eis von einer Bayreuther Familie”, betont Frank. Auch die Kinder helfen mit, ebenso Freunde und Bekannte. “Wir sind eigentlich eine große Familie”, sagt Jasna, die zweite Hälfte des Betreiberpaares.
Etwa 20 Sorten gibt es täglich: von Klassikern wie Vanille und Erdbeere bis zu kreativen Varianten wie Zimtschnecke oder Cheesecake. Inspiration kommt oft von den Kindern: “Die wissen einfach, was gerade angesagt ist.”
Anders kühlen, anderer Geschmack
Ein technisches Detail hebt Sweetbirds von vielen Mitbewerbern ab: die Art der Lagerung. Statt die Eissorten offen und aufgetürmt zu präsentieren, wird das Eis in Zylindern gelagert. Das sieht zwar weniger spektakulär aus, hat aber mehrere Vorteile: “Die Kühlung ist gleichmäßiger, hygienischer und vor allem müssen wir das Eis nicht so stark herunterkühlen”, erklärt Frank. “Weniger Kälte bedeutet, dass man den Zucker besser schmeckt, also brauchen wir weniger davon. Auch Sahne wird bei uns nicht gebraucht, die würde nur fürs Volumen sorgen, aber nicht für den Geschmack.”
Bewusstes Angebot: Vegan und Glutenfrei
Dass Genuss und Rücksicht auf Unverträglichkeiten kein Widerspruch sind, beweist Sweetbirds ebenfalls: Viele Sorten sind vegan, darunter auch das dunkle Schokoladeneis. Auch glutenfreie Waffeln stehen auf der Karte. “Die Nachfrage danach steigt stetig”, sagt Jasna. “Und wir wollen für alle etwas bieten.”











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