medi bayreuth vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Trotz Aufholjagd: medi unterliegt Ludwigsburg deutlich

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Zum Faschingsspiel empfing medi bayreuth am Sonntagabend die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die letzten fünf Vergleiche konnten die Baden-Württemberger allesamt für sich entscheiden. Auch am Sonntag schienen die RIESEN schnell für klare Verhältnisse sorgen zu können, doch medi kämpfte sich im Verlaufe der Partie nochmal ganz dicht an die Gäste heran. Doch am Ende schien den Heroes of Tomorrow die Luft auszugehen. Die Ludwigsburger gewannen mit 81:109.


VIP-Talk mit Raoul Korner:



Kyan Anderson im Angriff gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Foto: Redaktion.

Durchwachsener Start

Die Bayreuther gingen mit Eric Mika, Adonis Thomas, Kassius Robertson, Kyan Anderson und De’Mon Brooks in die Partie. Auf den Rängen griffen einige Zuschauer das “Faschingsspiel” auf und kamen verkleidet in die Oberfrankenhalle, so bejubelten unter anderem Pipi Langstrumpf, ein riesiges Emoji oder auch Prince Harry die Körbe der Heroes of Tomorrow.

Doch medi startete unkonzentriert. Besonders auffällig war, dass die Ludwigsburger klare Vorteile im Rebound hatten. Zudem fielen die Würfe für medi nicht so sicher wie gewohnt. So führten die Gäste nach sieben Minuten bereits mit 15 Punkten. 20:5 hieß es da auf der Anzeigetafel. Man merkte durchaus, dass die Gäste vor dem Spiel zweieinhalb Wochen Pause hatten, während Bayreuth vor nicht ganz 48 Stunden noch gegen Science City Jena gefordert war. Die Wurfquote Bayreuths im ersten Viertel lag bei nur 20 Prozent. Kurz nach der ersten Pause führten die Gäste bereits mit 21 Punkten.

Ravio dreht auf

Doch Bayreuth kämpfte sich in die Partie. Langsam aber stetig holten die Heroes of Tomorrow mehr Rebounds und zwangen die RIESEN zu Fehlern. Besonders Routinier Nik Ravio stach auf Seiten medis im zweiten Viertel heraus. Der routinierte Amerikaner trug mit acht Punkten einen großen Teil dazu bei, dass Bayreuth den Rückstand rund drei Minuten vor der Halbzeit auf sechs Punkte verkürzen konnte. Auch daneben war Ravio auf dem Feld präsent. Er holte wichtige Rebounds und setzte die Ludwigsburger vorne sowie hinten unter Druck. Vor der Halbzeit setzte Ravio den entscheidenden Assist für Adonis Thomas, der mit einem Dreier auf 38:41 verkürzte. Von da an gestaltete sich die Partie auf Augenhöhe. Als Bayreuths Nummer 30 dann im dritten Viertel von Raoul Korner zu einer Verschnaufpause vom Feld geholt wurde, gab es von den Fans Standing Ovations für den Routinier.

Bester Bayreuther gegen Ludwigsburg: Nik Ravio. Foto: Redaktion.

Ludwigsburgs “zweite Luft”

Neben Ravio machten auch Kassius Robertson und Adonis Thomas offensiv eine starke Partie, doch Ludwigsburg hielt dagegen. Besonders Adam Waleskowski und Jordon Crawford bereiteten der Bayreuther Defensive Probleme. Als Ravio für Bayreuth vom Feld ging, kam Ludwigsburg zurück. Zur letzten Viertelpause konnten die RIESEN wieder auf 80:67 davonziehen. Aufgrund von einigen knappen Schiedsrichterentscheidungen zugunsten der Gäste, hagelte es von den Fans der Oberfrankenhalle in der Pause vor dem letzten Spielabschnitt ein gellendes Pfeifkonzert. Die Ludwigsburger zeigten sich davon unbeeindruckt und bauten die Führung im letzten Spielabschnitt noch weiter aus.