Wachalski: “Ich werde im Herzen immer in Bayreuth sein!”

Am Freitag hat medi bayreuth die MLP Academics Heidelberg mit 80:79 besiegt. Doch für die meisten Zuschauer in der Halle war das Ergebnis an diesem Abend nur Nebensache. Es war das Abschiedsspiel von medis Publikumsliebling Steve Wachalski. Im Video-Interview richtet Wachalski emotionale Worte an medi bayreuth und seine Fans.

Emotionaler Abschied auf dem Parkett

Nach der Partie wurde der Forward offiziell vor den rund 700 anwesenden medi-Fans verabschiedet. Als über den Videowürfel eine Botschaft von Wachalskis Frau und ihrem gemeinsamen Sohn gezeigt wurde, konnte der Publikumsliebling seine Tränen nicht mehr halten.

Grußbotschaft auf dem Videowürfel. Foto: Frederik Eichstädt.

Unter lautem Beifall verabschiedeten sich auf dem Feld dann alte Weggefährten von medis Nummer 14 der letzten Jahre. Doch damit nicht genug. Auch nach dem offiziellen Teil blieb Wachalski auf dem Platz, um jedem einzelnen Fan in der Halle die Möglichkeit zu geben, sich zu verabschieden.

Arm in Arm mit den Fans

Da waren die Bayreuth Bats, die Wachalski in die Arme schlossen und ihn zum Ehrenmitglied in ihrem Fanclub machten. Andere Zuschauer versicherten dem Forward, ihm, bei Bedarf, immer einen Schlafplatz in Bayreuth freizuhalten. Daneben wurden Fotos geknipst: von und mit Steve, versteht sich.

In seiner Abschiedsrede hatte Raoul Korner gesagt, dass es für Steve Wachalksi spreche, dass er bei jedem Verein, bei dem er gespielt hat, die Herzen der Menschen gewonnen habe. Jeder, der am Freitagabend in der Oberfrankenhalle dabei war, weiß was der medi-Coach damit gemeint hat.

Ehrenmitglied im Fanclub Bayreuth Bats. Foto: Bayreuth Bats.

Wachalski nimmt sich zurück

Fest steht: Wachalski wird Bayreuth verlassen, die Stadt und seine Fans aber nie vergessen. Wachalski ist ein Sportsmann durch und durch. Das ist auch der Grund, wieso er in seinem Abschiedsspiel nur für Heidelberg, nicht aber für Bayreuth gespielt hat. Vor der Partie hatte medi dem Forward angeboten, die erste Halbzeit für die MLP Academics und die zweite für medi spielen zu dürfen.

Steve lehnte dankend ab, da er den sportlichen Wert der Partie für die anderen Spieler nicht zerstören wollte. Der Publikumsliebling nahm sich also auch bei seinem Abschiedsspiel zurück.

Die Verabschiedung auf dem Feld. Foto: Frederik Eichstädt.

Der medi-Liebling trifft gegen medi

Das mag auch einer der Gründe sein, wieso Menschen überall eine solch hohe Sympathie für ihn hegen. Als Wachalski im Spiel am Freitagabend für Heidelberg einen seiner patentierten Dreier im Korb der Heroes of Tomorrow untergebracht hat, hallten die “Steeeeeve”-Rufe und Jubelschreie durch die Oberfrankenhalle.

Der Treffer dürfte der erste Korb gegen Bayreuth in der Geschichte des professionellen Basketballs gewesen sein, der von den medi-Fans in der Oberfrankenhalle bejubelt wurde. Doch irgendwie ist das auch verständlich, wenn man sich vor Augen ruft, wer ihn erzielt hat.

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