Zuletzt aktualisiert am
Warntag 2026 in Bayreuth: Heute heulen die Sirenen
Heute wird es in Bayreuth und im Landkreis laut: Um 11 Uhr werden beim bundesweiten Warntag Sirenen, Cell Broadcast und Warn-Apps getestet. In der Stadt Bayreuth kommt dabei ein Großteil der auf moderne elektronische Anlagen umgerüsteten Feuerwehrsirenen zum Einsatz.
Um 11 Uhr ertönt der Warnton
Am Donnerstag, 10. September 2026, löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) um 11 Uhr die bundesweite Probewarnung aus. Dabei wird das Modulare Warnsystem (MoWaS) getestet, über das Warnungen unter anderem an Cell Broadcast, Warn-Apps sowie Radio und Fernsehen weitergegeben werden.
In Bayreuth und im Landkreis kommen zusätzlich Sirenen zum Einsatz.
Was der Sirenenton bedeutet
In der Stadt Bayreuth ertönt um 11 Uhr ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall steht dieses Signal für eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit.
Dann sollten sich Menschen über Rundfunk– und Lautsprecherdurchsagen sowie über offizielle Informationskanäle und Warn-Apps über die Lage informieren.
Beim Warntag selbst besteht dagegen keine Gefahr und kein Handlungsbedarf.
Bayreuth baut sein Sirenennetz weiter aus
Die Stadt Bayreuth hat in diesem Jahr den Großteil ihrer vorhandenen Feuerwehrsirenen auf moderne elektronische Sirenenanlagen umgerüstet. Gleichzeitig läuft der Ausbau eines stadtweiten Netzes mit weiteren Sirenenanlagen.
Der Warntag dient damit auch dazu, die Funktionsweise der Anlagen zu überprüfen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnsignalen vertraut zu machen.
Auch im Landkreis Bayreuth heulen die Sirenen
Auch im Landkreis Bayreuth werden am Donnerstag Sirenen ausgelöst.
Die Alarmierung erfolgt einheitlich über die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach, die auch sonst Feuerwehr und Rettungsdienst im Landkreis koordiniert – etwa bei Unwettereinsätzen oder bei erhöhter Waldbrandgefahr.
Folgende Städte und Gemeinden beteiligen sich mit festen Sirenenanlagen: Ahorntal, Aufseß, Bad Berneck, Betzenstein, Bindlach, Bischofsgrün, Eckersdorf, Emtmannsberg, Fichtelberg, Gesees, Glashütten, Goldkronach, Heinersreuth, Hollfeld, Hummeltal, Kirchenpingarten, Mehlmeisel, Mistelbach, Mistelgau, Pegnitz, Plankenfels, Plech, Pottenstein, Seybothenreuth, Speichersdorf, Waischenfeld, Warmensteinach und Weidenberg.
Fünf Feuerwehren testen mobile Sirenen
Zusätzlich zu den fest installierten Sirenen üben fünf Freiwillige Feuerwehren mit mobilen Sirenenfahrzeugen in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Beteiligt sind die Feuerwehren Breitenlesau-Siegritzberg, Hummeltal, Schnabelwaid, Unterlind und Glashütten.
Mobile Sirenen können eingesetzt werden, wenn eine Gemeinde keine oder keine ausreichende feste Sirenenanlage hat.
Um 11:45 Uhr kommt die Entwarnung
Um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung. Das BBK sendet sie über MoWaS und Cell Broadcast an die entsprechenden Warnmultiplikatoren. Auch die Integrierten Leitstellen lösen in ihrem jeweiligen Bereich eine regionale Sirenen-Entwarnung aus.
In der Stadt Bayreuth ertönt dann ein gleichbleibender Dauerton von einer Minute. Dieses Signal bedeutet im Ernstfall, dass die zuvor gemeldete Gefahr nicht mehr besteht.
Warum der Warntag wichtig ist
Der Warntag testet nicht nur Technik, sondern soll die Bevölkerung auch für Warnmeldungen sensibilisieren. Das ist keine reine Formsache: Ein flächendeckendes Sirenennetz gibt es bislang weder in Deutschland noch in Bayern, wie aus einer schriftlichen Anfrage im Bayerischen Landtag hervorgeht. Bund und Freistaat fördern deshalb seit Jahren den Ausbau und die Ertüchtigung bestehender Anlagen. Dass funktionierende Warnsysteme im Ernstfall zählen, zeigen Einsätze wie der Starkregen, der 2023 mehrere Bayreuther Stadtteile überflutete – Situationen, in denen jede Minute Vorwarnung zählt.
Bei früheren Warntagen lief zudem nicht immer alles reibungslos: 2024 kam es laut dem bayerischen Innenministerium bei den digitalen Warnungen vereinzelt zu Verzögerungen. Genau solche Schwachstellen sollen die jährlichen Tests aufdecken, bevor es im echten Ernstfall darauf ankommt.
Was soll ich heute tun, wenn die Sirene heult?
Beim Warntag besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Wer heute eine Sirene hört oder eine Warnung auf dem Smartphone erhält, muss deshalb nichts unternehmen.
Die Stadt Bayreuth bittet darum, Angehörige und Nachbarn über den Warntag zu informieren, die mit dem Probealarm möglicherweise nicht vertraut sind.
Häufige Fragen zum Warntag 2026
Wann findet der Warntag 2026 statt?
Der bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 10. September 2026, statt. Die Probewarnung beginnt um 11 Uhr, die Entwarnung folgt um 11:45 Uhr.
Was bedeutet der Sirenenton um 11 Uhr?
Der einminütige, auf- und abschwellende Heulton steht im Ernstfall für eine Warnung vor einer schwerwiegenden Gefahr. Heute handelt es sich jedoch lediglich um einen Probealarm.
Wann kommt die Entwarnung?
Um 11:45 Uhr wird die Entwarnung ausgelöst. In Bayreuth ertönt dafür ein gleichbleibender Dauerton von einer Minute.
Was soll ich am Warntag tun, wenn ich eine Sirene oder einen Alarm auf dem Handy höre?
Am Warntag selbst besteht keine reale Gefahr. Wer möchte, kann trotzdem testen, ob NINA oder Cell Broadcast auf dem eigenen Smartphone funktionieren.
Kann ich Feedback zum Warntag geben?
Ja. Bürgerinnen und Bürger können ihre Erfahrungen mit dem Warntag in einer Online-Umfrage unter warntag-umfrage.de mitteilen.












Unbekannte haben in Bayreuth eine Israel-Flagge am Luitpoldplatz beschädigt. © bt-Redaktion
Verkaufssonntag in der Galeria Fabula. © bt-Redaktion