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Winter

Wenn der Frost kommt: So schützen Sie Gebäude, Fahrzeuge und Gesundheit

Sinkende Temperaturen, Bodenfrost und erste Schneefälle bedeuten jedes Jahr neue Herausforderungen. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Schäden an Gebäuden, Kfz sowie unnötige Gesundheitsrisiken vermeiden. Ein Überblick über die wichtigsten Tipps – vom sicheren Gehen auf glatten Wegen bis zum richtigen Umgang mit der Biotonne.

Frühzeitige Vorsorge für Gebäude

Wenn der Frost einsetzt, kann Feuchtigkeit in Fassaden, Leitungen oder Dachbereichen schnell zu Schäden führen. Hauseigentümer sollten rechtzeitig prüfen, ob Regenrinnen und Fallrohre frei von Laub sind. Auch Außenwasserhähne sollten abgestellt und entleert werden, damit kein Restwasser einfrieren und Leitungen sprengen kann. Kellerfenster und Türen sollten dicht sein, um Kältebrücken und Schimmelbildung zu verhindern. Eine regelmäßige Kontrolle von Dämmmaterial und Fensterdichtungen erhöht zudem die Energieeffizienz und schützt vor Wärmeverlust.

Fahrzeuge winterfest machen

Autofahrer stehen im Winter vor besonderen Herausforderungen. Ein frühzeitiger Wechsel auf Winterreifen ist Pflicht, um bei Schnee und Eis ausreichend Grip zu behalten. Ebenso wichtig: Frostschutzmittel für Scheibenwischanlage und Kühlsystem. Türdichtungen lassen sich mit Silikonspray vor dem Festfrieren schützen, und eine regelmäßige Batterieprüfung verhindert Startprobleme bei Minusgraden. Wer sein Fahrzeug im Freien parkt, sollte eine Abdeckschutzfolie für die Windschutzscheibe nutzen, um morgendliches Eiskratzen zu reduzieren.

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Vorsicht auf Schnee und Eis – Sicherheit im Alltag

Rutschige Gehwege sind im Winter eines der größten Unfallrisiken. Bürgerinnen und Bürger sollten rutschfeste Schuhprofile tragen und Wege langsam und konzentriert begehen. Auf Hauseigentümer kommt zusätzlich die Räum- und Streupflicht zu: Gehwege und Einfahrten sollten zeitnah von Schnee befreit und bei Glätte mit Splitt oder Sand gestreut werden. Auch kleine Maßnahmen wie das Entfernen vereister Fußmatten können Stürze vermeiden.

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Gesundheit schützen: Kälte ist nicht zu unterschätzen

Niedrige Temperaturen bedeuten Stress für den Körper. Um Unterkühlung vorzubeugen, empfiehlt sich das Zwiebelprinzip: mehrere Schichten Kleidung, die warmhalten und Feuchtigkeit ableiten. Ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten körperliche Belastungen im Freien begrenzen, besonders beim Schneeschaufeln. Wichtig ist außerdem eine gute Luftfeuchtigkeit im Innenraum, da trockene Heizungsluft Atemwege reizen kann.

Umgang mit der Biotonne – Tipps bei frostigen Temperaturen

Die Abfallwirtschaft des Landratsamts Bayreuth weist darauf hin, dass Bioabfälle bei Frost in der Tonne festfrieren können. Damit die Leerung problemlos funktioniert, sollten Abfälle so trocken wie möglich entsorgt werden. Dazu gehört, den Boden der Tonne mit Zeitungspapier, Eierkartons oder Strauchschnitt auszulegen und Bioabfälle in mehrere Papierlagen einzuwickeln. Kaffeefilter und Teebeutel sollten gut abtropfen, nasses Laub und Gartenabfälle gehören bevorzugt in Grüngutcontainer. Wichtig: Biomüll nicht festpressen und die Tonne bis zum Abholtag möglichst frostgeschützt lagern. Bereits festgefrorenen Abfall kann man vorsichtig mit einem Spaten lösen. Plastiksäcke oder kompostierbare Kunststoffbeutel sind ungeeignet, da sie in Kompostieranlagen als Störstoffe gelten und aufwendig entfernt werden müssen.

Gut vorbereitet durch die kalte Saison

Frost, Schnee und Glätte kommen jedes Jahr – doch mit der richtigen Vorbereitung lassen sich viele Schäden und Risiken vermeiden. Ob am Haus, am Auto oder für die eigene Gesundheit: Wer jetzt aufmerksam handelt, sorgt für mehr Sicherheit und weniger Stress in der Winterzeit.