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Wir haben nichts gegen Wanderer: Karches-Wirtin hofft auf Einigung im Parkplatz-Streit
Der Parkplatz am Waldrasthaus Karches am See ist bei Touristen beliebt und genau das wird zunehmend zum Problem. Weil Wanderer und Ausflügler dort kostenlos parken, finden Gäste des Gasthauses oft keinen Stellplatz mehr. Wirtin Daniela Böttger schlägt Alarm, entschuldigt sich öffentlich bei ihren Gästen und fordert seit Jahren eine Lösung. Nun reagiert auch das Landratsamt. Wie es weitergehen könnte und warum Parkgebühren für die Wirtin keine Antwort sind.
Der Parkplatz am Waldrasthaus in Karches am See im Fichtelgebirge ist längst kein Geheimtipp mehr. Viele Touristen stellen ihr Auto dort kostenlos ab. Auch Online wird der Parkplatz oft beworben. Dabei ist es eigentlich ein Privatparkplatz. Wirtin Daniela Böttger hat Anfang der Woche auf Facebook eine öffentliche Entschuldigung gepostet. Es tue ihr Leid, dass Gäste vor dem Gasthaus keinen Parkplatz gefunden hätten und wieder umkehren mussten. Und auch im Landratsamt ist man sich des Problems bewusst.
Der Zweckverband, beziehungsweise das Landratsamt hat nun mit den Eigentümern einen Begehungstermin vereinbart. „Solange die Parkplätze im Privateigentum sind, obliegt den Eigentümern die Entscheidung, ob die Parkplätze für Gäste reserviert, ob diese erweitert oder ob Parkgebühren verlangt werden“, heißt es aus dem Landratsamt.
Wanderer willkommen
Doch für Wirtin Daniela Böttger kommt eine Sperrung des Parkplatzes(was es ja eigentlich rein rechtlich bereits ist) oder eine Erhebung von Parkgebühren nicht wirklich in Betracht. Zumindest löse das nicht das Kernproblem an ihrem Gasthaus in Karches .
„Ein Parkleitsystem würde vielleicht Geld in die Kasse spülen, aber deshalb hätten unsere Gäste auch keinen Platz. Wir wollen dass alle die wollen hier parken können. Es ist gut, wenn Menschen zu uns ins Fichtelgebirge kommen“, stellt Daniela Böttger im Gespräch mit der bt-Redaktion klar.
Platz für Erweiterung vorhanden
Was sie will – und zwar seit Jahren – ist dass der Parkplatz vergrößert wird. Die Umsetzung scheitere jedoch bislang an fehlender Unterstützung durch die zuständigen Stellen. Selbst vergrößern wäre zu teuer und auch eigentlich nicht Aufgabe des Gasthauses. Die Verantwortung für eine übergeordnete Infrastruktur liegt beim Zweckverband und nicht beim Gastronomiebetrieb.
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Forderung nach pragmatischer Lösung
Die Betreiber des Forsthauses sprechen sich für einen pragmatischen Ansatz aus. „Da ist sicher auch viel in Eigenregie vom Zweckverband zu machen“, sagt Böttger. Man sei bereit, Flächen zur Verfügung zu stellen, um die Situation zu entspannen. Ziel sei es, sowohl Gastronomiegästen als auch Wanderern ausreichend Parkmöglichkeiten zu bieten.











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