Bayreuther Tagblatt
Ein alter Schriftzug vom Bayreuther Tagblatt
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Nachrichten aus Bayreuth
    • Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth
    • Nachrichten aus Kulmbach
    • Überregionale Nachrichten
    • Blaulicht
    • Wirtschaft
    • Politik in Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Freizeit
    • Ausflüge
    • Bier
    • Essen & Ausgehen
    • Veranstaltungen
    • Shopping
    • Richard-Wagner-Festspiele
    • Faszination Franken
    • Theater
  • Sport
    • MpK Bayreuth / Basketball
    • Bayreuth Tigers / Eishockey
    • SpVgg Bayreuth / Fußball
    • HaSpo Bayreuth / Handball
    • Bayreuther Sportvereine
  • Ratgeber
    • Bauen und Wohnen
      • Wohnen, Einrichten & Lifestyle
      • Haus & Garten
    • Gesund und Fit
      • Sport
      • Wintersport
    • Serien & Kolumnen
      • bt-Lifestyle-Kolumne
      • bt-Immobilien-Kolumne
      • bt-Kultur-Kolumne
      • Hopfen & Malz – die bt-Bier-Kolumne
      • bt-Swutz-Kolumne
      • bt-Reise-Kolumne
      • bt-Technikexperten-Kolumne
      • bt-Metallexperten-Kolumne
      • bt-Finanz-Kolumne
      • Lost Places – Spuren des Umbruchs
      • Expedition Region
      • Gessn werd dahaam!
      • Bayreuth Historisch
        • Die Stadtteile
        • Die Bürgermeister
        • Historisch Allgemein
    • Arbeit & Ausbildung
      • Arbeit & Beruf
      • Ausbildung
      • Universität
    • Auto & Verkehr
    • Bildung, Wissenschaft & Technik
      • Bildung & Wissenschaft
      • Technik
      • Computer & Elektronik
    • Games & Spiele
  • Jobs
  • Firmenforum
  • Werben
  • bt-GastroGuide
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Castello wird „zum Otto“: Neuer Pächter im Schloss Emtmannsberg Food Truck Festival in der Bayreuther Innenstadt Kreuzer Open Air: Sven Väth kommt am Samstag

Zuletzt aktualisiert am 10. Dezember 2024 | 16:27

Wildtiere

Wolf in der Region: Wie gut helfen Zäune?

von bt-Redaktion

Der Wolf breitet sich langsam aber stetig aus; Und er ist nach wie vor geschützt. Eine Gefahr für Weidetiere, aber auch für Wildtiere. Wie weit darf der Schutz des Wolfes gehen?

Wölfe auf einer Wildkamera bei Vordorf. @Harald Köppel
Wölfe auf einer Wildkamera bei Vordorf. @Harald Köppel

Der Wolf scheidet die Geister. Viele haben Angst vor ihm, Landwirte machen sich Sorgen um ihre Tiere und Jäger warnen davor, dass der Wolf die Wälder unkontrolliert plündert und sich danach auch Menschen nähern könnte. Doch auf der anderen Seite hat der Wolf auch eine große Lobby. Tierschutzverbände beruhigen immer wieder: Die Wolfspopulation wachse stetig langsamer. Und der Wolf habe ein Recht hier zu sein. Schließlich hat der Mensch ihn in Mitteleuropa ausgerottet.

Schon gelesen? Vor kurzem ist ein Wolf bei Creußen von einem Auto angefahren worden.

Der Wolf ist geschützt

Der Wolf muss weiterhin geschützt werden, sagen Naturschutzverbände, weil er eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht spielt. Deshalb ist der Schutz des Wolfes in nationalen und internationalen Vereinbarungen geregelt. Das Argument: Der Wolf gehört zur Natur und wirkt einer Überpopulation von Rehen entgegen. Das stimmt natürlich – pflichtet Harald Köppel vom Bauernverband bei. Allerdings hat sich unsere Kulturlandschaft in den letzten Jahren seit Ausrottung des Wolfes verändert. “Es gibt kaum mehr diese hunderte Hektar großen Wälder und unberührten Landschaften, in denen der Wolf in Rudeln umherziehen kann”, gibt er zu bedenken. Deutschland sei viel zu dicht besiedelt, um eine Ausbreitung des Wolfes auszuhalten.

Wölfe als Räuber

Immer wieder und immer häufiger käme es zu Zwischenfällen mit Herdentieren, die dem Wolf eingesperrt auf ihren Koppeln ohne Fluchtmöglichkeit ausgesetzt sind. Würde der Wolf ab und an ein Tier holen und fressen, wie es beispielsweise der Luchs tut, könnte man vielleicht mit ihm leben, sagt Köppel. Doch die Realität ist offenbar eine andere: Der Wolf holt sich die besten Stücke jeden Tieres und lässt die angefressenen Kadaver dann zurück, beschreibt er. Es klinge gut, wenn man sagt, mit dem Wolf schütze man die Natur. “Doch die wenigsten Menschen überblicken, was das heißt: „Natur ist mehr als niedliche kuschelige Wolfsbabys und ab und an ein totes Reh”, sagt Harald Köppel. Er vertritt den Bauernverband in Bayreuth und auch die Jäger im Fichtelgebirge. Er hat schon mehrere Tiere gesehen, die von Wölfen gehetzt und qualvoll getötet wurden.

Grausame Funde

“Wenn ein Landwirt morgens auf seine Weide kommt und mehrere Kälber in einem Zustand findet, den man eigentlich nicht beschreiben will – angefressen, zu Tode gehetzt, gequält – das hinterlässt Spuren; beim Landwirt und auch in der Herde” , sagt er. Auch über offen gelassene Fenster sei der Wolf schon in Ställe eingedrungen und habe sich Kälber geholt. Bei den Wildtieren sieht er es ebenso: “Rehe, die von hinten angefressen sind und noch atmen – ich kann nicht verstehen, wie jemand, der sich selbst Tierschützer nennt, so etwas zulassen kann”, denn im Gegensatz zu früheren Zeiten, gebe es heute die Möglichkeit Wildtiere auf schonende Weise zu dezimieren. “Wenn ein gut ausgebildeter Jäger heute mit modernen Waffen ein Reh schießt, merkt das Tier kaum was davon. Es ist ein schneller und möglichst schonender Tod ohne Angst. Wer den Tieren stattdessen den Wolf auf den Hals hetzt, den kann ich als Tierschützer nicht ernst nehmen”.

Schutzstatus bleibt unangetastet

Dass sich Jäger und Landwirte dennoch mit dem Wolf arrangieren müssen, steht außer Frage. So schnell wird er nicht mehr verschwinden und der grundsätzliche Schutzstatus bleibt vorerst ebenso unangetastet. Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat unlängst beschlossen, den Schutzstatus des Wolfes von “streng geschützt” auf “geschützt” herabsenken zu wollen. Nun wäre es an der Kommission, einen entsprechenden Vorschlag zu machen, um die Gesetze zu ändern. Nachdem der Wolf vor mehreren Jahrzehnten tatsächlich vom Aussterben bedroht war, haben sich seine Bestände mittlerweile erholt. Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mitteilt, wurden im Monitoringjahr 2023/24 209 Wolfsrudel, 46 Paare und 19 sesshafte Einzeltiere in Deutschland festgestellt. Das entspricht einem Anstieg der Territorien um etwa 3,5 Prozent zum Vorjahr.

Mehr Zäune um die Herden zu schützen

Die Herabstufung des Schutzstatus ist also durchaus möglich. Der Naturschutzbund NABU hält die Senkung des Schutzstatus für einen falschen Schritt. Marie Neuwald, NABU-Expertin für Wölfe und Beweidung betont: “Eine einfachere Entnahme oder gar Bejagung des Wolfes allein wird nicht für mehr Abstand zu Weidetieren sorgen, effektiver Herdenschutz hingegen schon. Nicht der Wolf ist das Problem, sondern zu wenig Förderung und Finanzierung von Herdenschutz”. Herdenschutz: Das bedeutet mehr Zäune. Doch die müssen nicht nur aufgestellt, sondern auch intensiv und mit viel Aufwand gepflegt werden. 

Ein gutes Signal – wenn auch ein sehr teures – sind diese Herdenschutzzäune. Doch viel mehr als ein Sinal sind sie auch nicht, meint Harald Köppel.

„Die einzig wirklich funktionierenden Zäune sind die im Zoo. Das was bei uns gefördert wird, ist keineswegs sicher!“ sagt Harald Köppel.

Vor ein paar Monaten haben wir darüber mit einem Weidetierhalter gesprochen. Er meint wie Köppel: Zäune allein bringen nicht viel. Herdenschutzhunde müssen die Herden bewachsen: Und das erfordert mehr als nur Geld, sondern eine gute Ausbildung und stetige Pflege.

Neue Zäune bei Betzenstein

Nach den jüngsten Wolfsrissen in Betzenstein und Kirchenlamitz kann dort im Bereich Bischofsgrün und auch Goldkronach mit staatlicher Förderung an Wolfszäunen gebaut werden. Ein Jahr lang haben die Landwirte dafür Zeit. Für Köppel wäre die beste Lösung nicht die Herdentiere einzusperren, sondern die Wölfe auf bestimmte Gebiete zu begrenzen.

Wolf einsperren oder aussperren?

“Es gibt ehemalige Truppenübungsplätze und auch sonst im Osten Deutschlands einige Bereiche, die praktisch nicht besiedelt sind. Die würden eine gewisse Wolfspopulation sicher wegstecken. Aber bei uns im dicht besiedelten Bereich, werden sich Wolf und Mensch immer wieder und immer häufiger in die Quere kommen”, und er ergänzt: “In anderen Ländern, in denen es den Wolf noch gibt, können sie weder Kinder noch Tiere vor die Tür lassen, weil der Wolf eine stetige Gefahr ist.

Weit ist es nicht mehr, dass das bei uns auch so ist. Verstehen warum man das will, kann ich nicht.”

  • Teilen auf WhatsApp
  • Facebook Facebook Teilen auf Facebook
  • X-twitter X-twitter Teilen auf X
  • Whatsapp Whatsapp Teilen auf WhatsApp
  • Linkedin Linkedin Teilen auf LinkedIn
  • Mail Mail Per E-Mail teilen


Direkter Kontakt:

Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth

Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de

Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de

Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de

Die Webseite des Bayreuther Tagblatt Schreiben Sie ein Email an das Bayreuther Tagblatt Hier finden Sie das Bayreuther Tagblatt bei LinkedIn

Der Facebook-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Instagram-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Tiktok-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der X-Kanal des Bayreuther Tagblatt

Der Whatsapp-Kanal des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den Newsletter des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den RSS-Feed des Bayreuther Tagblatt

Unser bt-Newsletter

bt-Newsletter bestellen

bt-Newsletter abbestellen

Über uns:
  • Entstehung des bt
  • Das bt-Team
  • Das inhaltliche bt-Konzept
  • Das Bayreuther Tagblatt ist „Unternehmen der Zukunft“
  • Hohe Auszeichnung für das bt: „Arbeitgeber der Zukunft“
  • Bayreuther Tagblatt gewinnt renommierten Service-Preis
10 Gründe, warum Werbung beim bt Print und Radio schlägt:
bt Logo vor Zeitung und Radio ©erstellt mit KI
So viel Reichweite hat das bt:Das sind unsere bt-Kanäle ©bt
So macht das bt Sie sichtbar:
Leuchtturm-Marketing mit dem bt:
Leuchtturm-Marketing in Bayreuth mit dem Bayreuther Tagblatt
Unsere Partner:
Hier geht es zu Oberfranken Offensiv e.V.Hier geht es zu www.electricpulse.dewagnermuseum.debayerische-medienakademien.de
© Copyright - 2020 Bayreuther Tagblatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu X
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Wir über uns
Link to: Fahrender Sattelzug fängt Feuer – A70 bei Thurnau weiterhin gesperrt Link to: Fahrender Sattelzug fängt Feuer – A70 bei Thurnau weiterhin gesperrt Fahrender Sattelzug fängt Feuer – A70 bei Thurnau weiterhin gesperrtUnfall auf der A70 Lkw fängt Feuer. @Polizei BayreuthUnfall auf der A70 Lkw fängt Feuer. @Polizei Bayreuth Link to: Neues Hotel im Gewerbegebiet Marktschorgast: Ein spannender Meilenstein Link to: Neues Hotel im Gewerbegebiet Marktschorgast: Ein spannender Meilenstein So wird das MSG-Hotel aussehen. ©WMM AGSo wird das MSG-Hotel aussehen. ©WMM AGNeues Hotel im Gewerbegebiet Marktschorgast: Ein spannender Meilenstein
Nach oben scrollen
Barrierefreiheits-Anpassungen
Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
Symbolleiste-Ausblenddauer
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
Sehbehinderten-Modus
Verbessert die visuellen Elemente der Website
Anfallssicheres Profil
Entfernt Blitze und reduziert Farben
ADHD-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
Blinden-Modus
Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
Epilepsie-sicherer Modus
Dämpft Farben und stoppt Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule