Zuletzt aktualisiert am
Zwei Wochen Alltagswettbewerb, 96 Tonnen CO2 Einsparpotenzial
Die CO2-Challenge der Metropolregion Nürnberg hat 2026 erneut viele Menschen zum Mitmachen bewegt. Doch die Zahlen zeigen: Die Beteiligung ist im Vergleich zu den Vorjahren spürbar zurückgegangen.
Die diesjährige CO2-Challenge der Metropolregion Nürnberg hat ein Einsparpotenzial von 96,2 Tonnen Kohlendioxid erreicht, hochgerechnet auf ein Jahr. Die zweiwöchige Aktion lief vom Aschermittwoch 18. Februar bis zum 4. März 2026 und rief Bürgerinnen und Bürger der Region dazu auf, ihren Alltag klimafreundlicher zu gestalten.
Was steckt hinter dem Einsparpotenzial?
Allein über die CO2-Challenge-App wurden 1.317 Wettbewerbe absolviert. Daraus errechnet sich das Einsparpotenzial von 96,2 Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß von rund 55 Autos in Deutschland oder etwa 25 Hin- und Rückflügen zwischen München und New York.
Die Teilnehmenden setzten sich mit drei Kernthemen auseinander: Ernährung, Mobilität und Konsum. Sie berechneten ihren persönlichen CO2-Fußabdruck und sammelten Punkte in verschiedenen Alltagswettbewerben. Der Einstieg war niedrigschwellig, denn CO2 sparen ist leichter als gedacht.
Kleine Aufgaben, große Wirkung
Die Challenges sind bewusst alltagsnah gestaltet. Wer dauerhaft auf Leitungswasser statt Flaschengetränke umsteigt, spart rund 216 kg CO2 pro Jahr. Wer jeden Tag auf Fleisch und Wurst verzichtet, kommt auf etwa 230 kg jährlich. Ein Check, ob Kühlschrank und Gefrierfach auf optimaler Temperatur laufen, bringt rund 50 kg pro Jahr. Auch der gezielte Kauf von Second-Hand-Produkten oder optisch nicht perfektem Gemüse zählt.
Die Idee dahinter: Wer eine Challenge ausprobiert, merkt schnell, dass sich Klimaschutz ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren lässt. Wie die Einsparungen berechnet werden, erklärt die CO2-Challenge auf ihrer Website unter co2challenge.net/unsere-co2-berechnungen.
Deutlich weniger Beteiligung als in den Vorjahren
Das Ergebnis liegt allerdings deutlich unter den Werten der Vorjahre. Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, wie stark Beteiligung und Einsparpotenzial zusammenhängen:
| Jahr | Absolvierte Challenges | Einsparpotenzial pro Jahr | Einsparung pro Challenge pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 2024 | 2.135 | 153 Tonnen CO2 | ca. 71,7 kg CO2 |
| 2025 | 2.155 | 155 Tonnen CO2 | ca. 71,9 kg CO2 |
| 2026 | 1.317 | 96,2 Tonnen CO2 | ca. 73,0 kg CO2 |
2026 wurden rund 840 Challenges weniger absolviert als im Vorjahr. Das Einsparpotenzial pro absolvierter Challenge blieb dabei über alle drei Jahre nahezu gleich, bei rund 72 kg CO2. Der Rückgang liegt also klar an der geringeren Beteiligung, nicht an der Wirkung der einzelnen Challenges.
Klimaschutz mit Witz und Alltagsbezug
Britta Walthelm, Geschäftsführerin des Forums Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion sowie Umweltreferentin der Stadt Nürnberg, beschreibt den Ansatz so: Die Klimaschutzmanagerinnen und -manager laden jedes Jahr dazu ein, „den eigenen Alltag mal durch eine neue Brille zu sehen“. Ziel sei es, Klimaschutz nicht als Verzicht zu vermitteln, sondern als etwas, das man selbst in die Hand nehmen kann.
Schulklassen können ganzjährig teilnehmen
Die CO2-Challenge richtet sich nicht nur an Privatpersonen. Schulklassen können das ganze Jahr über mitmachen. Lehrkräfte erhalten kostenfreie Bildungsmaterialien, die sich flexibel im Unterricht einsetzen lassen.
Weitere Informationen gibt es unter www.co2challenge.net sowie auf den Instagram- und Facebook-Seiten der Metropolregion Nürnberg. Unterrichtsmaterialien stehen unter www.co2challenge.net/material-download/ zum Download bereit.












Besonders an den Gewässern wie hier an der Mistel fanden die Müllsammlerinnen und Müllsammler jede Menge Abfall. Foto: Stadt Bayreuth
Prof. Dr. Alex J. Plajer von der Universität Bayreuth wurde als einer von zehn Preisträgern des Heinz Maier-Leibnitz-Preises 2026 der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt. © Universität Bayreuth