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70.000 Euro Beute – 15-Jähriger bringt Einbrecher vor Gericht

Eine Geschäftsfrau aus Bayreuth und ein ehemaliger Geschäftsmann aus Nürnberg teilen das gleiche Schicksal:
Bei ihnen wurde eingebrochen. Eine so tiefe Verletzung der Privatsphäre hat häufig langwierige Folgen, so wacht der Mann aus Nürnberg nach über einem Jahr noch Nachts auf und muss sein Haus mit der Taschenlampe durchsuchen. Um sicherzugehen, dass sich niemand hineingeschlichen hat.

Der mutmaßliche Täter steht seit gestern vor Gericht: Ein 41-Jähriger Armenier soll die Einbrüche zwischen Juli und September 2017 begangen haben. Erwischt wurde er nur aufgrund zweier glücklicher Umstände.

Der Sohn, der Geschädigten aus Bayreuth fühlte sich einen Tag vor dem Einbruch in das Haus seiner Mutter beobachtet und verfolgt. Heimlich machte er Fotos von seinen Beschattern. Darauf zu sehen: Der Angeklagte.
Die Fotos alleine reichten allerdings zunächst nicht aus, um den Täter zu fassen.

Im Dezember beobachtete dann die Angestellte eines Supermarkts mehrere Personen, die sich auffällig in ihrem Geschäft herumdrückten. Sie rief die Polizei, die im Auto der Verdächtigen ein eindeutig für Einbrüche gebautes Werkzeug fand. Das reichte aus um DNA-Proben zu nehmen. Diese Proben stellten die Verbindung zwischen dem Angeklagten und den Einbrüchen her.

Festgenommen wurde der Angeklagte Ende Februar. In der Sozialbehörde Creußen. „In seiner Unterkunft war er sehr selten“, erklärte ein beteiligter Polizeihauptmeister aus Pegnitz. Seine Sozialhilfe hingegen, die habe der Angeklagte zuverlässig abgeholt.

Der Prozess wird fortgesetzt.