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Bezirk: Jetzt kann Pflege auch studiert werden

Wer nach dem Abitur vor der Frage steht, ob er sich lieber für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden soll, der kann mit einem dualen Studium beide Wege beschreiten. Ab sofort ist dies nun bei den Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken auch im Bereich der Pflege möglich: Die Berufsfachschulen für Pflegeberufe am Bezirkskrankenhaus Bayreuth und am Bezirksklinikum Obermain bieten in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Löhe-Hochschule in Fürth ausbildungsbegleitend ein Duales Pflegestudium an, das mit dem Bachelor of Science abschließt.

Vom Akademiker zur Stationsleitung

Mit einem Abschluss dieser Art stehen den Pflegekräften künftig viele Karrieremöglichkeiten offen. Thomas Kirpal, Schulleiter der Berufsfachschule für Pflegeberufe am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, verweist auf den zunehmenden Bedarf an Pflegeakademikern in komplexen Versorgungsprozessen oder bei Führungsaufgaben. Eine Entwicklung, dass Führungsaufgaben in der Pflege, beispielsweise Stationsleitungen, immer häufiger mit Akademikern besetzt werden.

Zwei Vorteile

Das Studium der Pflege bietet also doppelte Vorteile: Neben dem Pflegeexamen eröffnet der akademische Abschluss Wege für eine Karriere. Das duale Pflegestudium ist eingebunden in die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger (ab 2020 in die generalistische Pflegeausbildung).

bt-Interview mit Thomas Kirpal

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Während der Ferienzeiten (Auszubildende sind hier grundsätzlich auf den Stationen im Einsatz) müssen die Studierenden dann einige Tage an der Hochschule präsent sein. Für diese Zeit bekommen sie von ihrem Arbeitgeber, der GeBO, frei. Insgesamt läuft das Studium über neun Semester. Ausbildung und Studium sind eng aufeinander abgestimmt. Nach erfolgreichem Abschluss der Pflegeausbildung schließt sich, parallel zur Berufstätigkeit, dann noch ein Studium an der Wilhelm-Löhe-Hochschule bis zum Abschluss Bachelor of Science an. Pro Semester fallen für den Studierenden 1600 Euro Gebühren an. Zwei herausragende Schüler pro Jahrgang können durch ein Stipendium der GeBO finanziell unterstützt werden. 

Die Wilhelm-Löhe-Hochschule ist von den Berufsfachschulen der GeBO, von Kutzenberg und Bayreuth, verkehrstechnisch gut erreichbar.