Freizeit

Bierdeckel: Bayreuths längst vergessene Brauereien

Florian Meisel hat ein ganz besonderes Hobby. Der Bischofsgrüner sammelt Bierdeckel. Für das Bayreuther Tagblatt hat er eine Auswahl aus dem Landkreis Bayreuth zusammengestellt. Darunter finden sich auch viele Brauerei, die es inzwischen gar nicht mehr gibt.

Erinnern Sie sich noch an die Brauerei Engelbrecht oder den Schillingskeller in Bayreuth? In der Bildergalerie unter dem Text, können sie durch lange vergessene Brauereien stöbern.  

Bereits sein Vater habe Bierdeckel gesammelt und vor knapp 20 Jahren sei auch er diesem Hobby verfallen, so Florian Meisel. Inzwischen ist die Sammlung des Familienvaters bereits auf rund 36.000 Bierdeckel aus dem gesamten deutschsprachigen Raum angewachsen. Darunter finden sich knapp 5.000 verschiedene Brauereien.

Durch Tauschbörsen oder Anzeigen findet man immer neue Schätze. Die Arbeit, die dahinter steckt, ist allerdings sehr zeitintensiv.

(Florian Meisel)

Die Bierdeckel werden dann von Meisel alphabetisch geordnet und in Kisten verpackt. Denn eine licht- und staubgeschütze Lagerung sei wichtig.

Interessant an den Bierdeckeln ist auch das Alter. In Meisels Sammlung finden sich viele Bierdeckel aus den 20er und 30er Jahren.

Um das Alter der Bierdeckel zu bestimmen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben dem Impressum gibt auch die Dicke der Bierdeckel oftmals Aufschluss über das Alter.

(Florian Meisel)

Zeitreise durch längst vergessene Brauereien

Der Bierdeckel der Brauerei Kaiser-Bräu aus Bischofsgrün stammt aus den 20er Jahren.
Im Laufe der Jahre veränderten sich die Motive. Dieser Bierdeckel der Brauerei Kaiser-Bräu stammt aus den 40ern. Inzwischen gibt es die Brauerei nicht mehr.
Dieser Bierdeckel stammt aus der Brauerei Polster aus Nankendorf Mitte der 50er Jahre. Inzwischen wurde das Gebäude in Nankendorf abgerissen.
Die Brauerei Trassl Hütten existiert noch heute. Der Bierdeckel stammt allerdings aus den 30er Jahren.
Auch eine sehr selten Variante des Bierdeckels der Trassl Bräu findet man im Besitz von Florian Meisel.
Die Brauerei Wagner in Betzenstein schloss 1986 ihre Türen. Der Bierdeckel stammt von 1940.
Knörrer-Bräu existierte von 1886 bis 1942. Der Bierdeckel stammt aus den Endzeiten der Brauerei.
Oft wurden auch die Rückseiten bedruckt. Hier mit einem Spruch.
Die Brauerei Engelbrecht fand man bis 1924 in der Maxstraße 75 in Bayreuth. Von dieser Brauerei existieren nur wenige Bierdeckel. Einer davon ist im Besitz von Florian Meisel.
Ebenfalls in der Maxstraße, gegenüber der Spitalkirche fand man den Schillingskeller. Dieser Bierdeckel ist unter Sammlern sehr häufig zu finden.
Die Bierdeckel der Bürgerbräu gibt es in verschiedenen Versionen. Interessant ist hierbei die Rückseite.
Auf der Rückseite sind sämtliche Brauereien abgebildet. Je älter der Bierdeckel, desto mehr Brauereien sind auf der Rückseite zu finden.
Der Bierdeckel der Brauerei Schärtl in Auerbach stammt aus den 30er Jahren.
Ebenfalls in Auerbach gab es die Communbräu Schwindl. Der Bierdeckel stammt von 1950.
Von 1846 bis 1971 fand man in Oberkonnersreuth die Friedel-Bräu. Später wurde daraus dann Schaller-Bräu.
Die Brauerei Reichold in Hochstahl existiert bis heute und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Bierdeckel dazu stammt aus den 60er Jahren.
Früher noch unter dem Namen Knopf Brauerei bekannt findet man heute in Pegnitz die Jura-Bräu.
Die Lindner Bräu in Fichtelberg gab es von 1671 bis Anfang der 80er.
Die Vereinigte Brauerei Plech entstand 1870. Der Bierdeckel stammt aus den 40er Jahren.
Die Brauerei Karl Schrenker existierte bis 1964. Den Brauereigasthof Rothenbach in Aufsess gibt es allerdings immer noch.
Die Exportbier-Brauerei Bad Berneck wurde 1975 von der Reichelbräu Kulmbach übernommen. Nur zwei Jahre später wurde das Gebäude geschlossen und abgerissen.

Sie besitzen ebenfalls noch alte Bierdeckel? Dann melden Sie sich bei Florian Meisel unter der Telefonnummer 09276-926198.