Polizeibericht

Bilanz: Eine turbulente Kulmbacher Bierwoche geht zu Ende

Kulmbach. Schlägereien, volle Ausnüchterungszellen, Nacktbader, Wildpinkler und mehr: Die Polizei hatte in der vergangenen Woche einiges zu tun. Betrunkene Streithähne hielten die Beamten Tag für tag auf Trab. Am heutigen Sonntag endet die Kulmbacher Bierwoche. Viele Besucher werden allerdings noch länger etwas von dem Bierfest haben. Für sie hat der ein oder andere feucht-fröhliche Abend ein Nachspiel vor Gericht.

Etliche Körperverletzungen

Erst ein Faustschlag ins Gesicht, dann ein Maßkrug gegen den Kopf. Für einen 33-Jährigen endete der Besuch des Festes im Krankenhaus. Sein Angreifer hingegen wird sich vor Gericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Auf dem Weg nach Hause pöbelte auch ein 21-Jähriger zwei Passanten an und zog einem davon seinen Maßkrug über den Schädel. Für seine Aktion musste er anschließend selbst mehrere Faustschläge einstecken. Beide kamen mit leichten Verletzungen im Gesicht ins Klinikum Kulmbach.

Auch ein 57-jähriger Kulmbacher und ein 28-jähriger aus dem nördlichen Landkreis prügelten sich. Ein dritter Besucher wollte schlichtend dazwischen gehen, wurde dabei aber selbst verletzt.

Ein 31-jähriger Festbesucher pöbelte mehrere Besucher auf dem Gelände des Bierfestes an. Der Aufforderung der Security, das Gelände zu verlassen, kam er zunächst nicht nach und musste von den Sicherheitskräften aus dem Stadl geführt werden. Nachdem er sich auch gegenüber der angeforderten Streife uneinsichtig zeigte, wurde er in Sicherheitsgewahrsam genommen und verbrachte die Nacht bei der Polizei.

Nach dem Fest noch nicht nach Hause

Auch nachdem das Zelt bereits geschlossen hatte, wollten viele Besucher nicht nach Hause gehen. Zuletzt brach am Samstag eine Gruppe junger Leute ins Freibad ein. Gegen 2 Uhr traf die Polizei die Gruppe auf dem Parkplatz an. Ein Leugnen der Tat war zwecklos. Eine junge Dame stand nämlich lediglich mit einem Handtuch bekleidet vor den Beamten.

In der Stadt musste die Polizei mehrmals nach dem Fest ausrücken: Schlägereien, Jugendliche, die mit Gegenständen um sich warfen, fliegende Glasflaschen, Fußtritte gegen den Kopf, Sachbeschädigungen, Diebe mit Liegestühlen unter dem Arm und weitere Delikte beschäftigte die Polizei in der Bierwoche.

Wildpinkler und Nacktbader

Ziemlich dreist pinkelte ein 24-Jähriger direkt gegen ein Polizeiauto. Den 24 Jahre alten Würzburger erwartet eine Anzeige wegen Urinierens in der Öffentlichkeit. Eine Gruppe junger Männer suchte nach ein paar Bier Abkühlung im Brunnen hinter der Volksbank. Während drei der Männer wenigstens ihre Unterhose anbehielten, hüpfte der Vierte nackt ins Wasser.

Liebesdramen mit unschönem Ende

Wie viele Paare sich im Verlauf der Woche wohl gefunden haben? Schunkelnd auf der Bierbank, knutschend auf dem Weg nach Hause. Mit Sicherheit einige. Für einige Paare endete die Bierwoche allerdings in heftigen Auseinandersetzungen. Und zwei Kontrahenten prügelten sich um dieselbe Frau. Fußtritte, Faustschläge und ein Strafverfahren für beide waren die Folge.