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BSV: Der Meister bittet zum Tanz

Die letzte Auswärtsfahrt ist für die Volleyballer des BSV 98 Bayreuth eine der unangenehmen Sorte: Nimmt man den direkten Weg nach Mühldorf am Inn, so muss man sich letzten Endes über Landstraßen nach Oberbayern quälen. Der Weg fast ausschließlich über Autobahnen ist indes 300 Kilometer weit. So oder so gehen rund drei Stunden dabei drauf. Und in Mühldorf wartet der daheim ungeschlagene Spitzenreiter der Regionalliga Süd-Ost, der sich darauf freut, als bereits feststehender Aufsteiger in die 3. Liga mit den Fans zu feiern und dem Gegner eine weitere Lehrstunde zu erteilen. Da die Bayreuther schließlich auch noch ohne Spielertrainer Milan Dörnhöfer, Lukas Neidl, Chris Dinkel und Jörg Fredersdorf auskommen müssen, scheint eine Wiederholung des Hinspiel-Resultats (3:0 für den TSV) programmiert.

Der Meister will feiern

„Wenn Bayreuth kommt, wird richtig gefeiert“, hatte Mühldorfs Coach Michael Mayer angekündigt, nachdem die Mannschaft des 39 Jahre alten früheren Nationalspielers vor knapp zwei Wochen mit einem 3:1 in Schwaig Titel und Aufstieg perfekt gemacht hatte. 45 von 48 möglichen Punkten hat sich Mayers TSV erspielt, 46 Sätze dabei gewonnen und nur 14 abgegeben. Die Folge: uneinholbare elf Punkte Vorsprung auf Verfolger DJK München-Ost/Herrsching II.

Ziel ist ein Satzgewinn

Als Tabellenvierter kann der BSV vor seinem Saison-Finale daheim gegen den SC Memmelsdorf (23. März, 19.30 Uhr) aber ohne jeden Druck antreten und sich zumindest das vornehmen, was den letzten sieben Gegnern der Mühldorfer auch durch die Bank gelungen ist: ein Satzgewinn. Und womöglich kommt den Oberfranken zugute, dass sich die Oberbayern bereits für die neue Saison einspielen wollen. So forciert Mayer derzeit das Einüben gefährlicherer Aufschläge.

Noch mit der gewohnten Aufschlag-Art gelang den Mühldorfern Anfang Dezember in Bayreuth ein 26:24, 25:21, 25:23. „Eine gute Mannschaft mit erfahrenen Spielern“, sagte Trainer Mayer damals im „Mühldorfer Anzeiger“ über den BSV, „das war sicher kein leichtes Spiel für uns.“ Und die Bayreuther ärgerten sich, dass sie leer ausgegangen waren. „Ein Satzgewinn war möglich, vielleicht sogar zwei“, meinte Angreifer Jörg Fredersdorf. Vor fast genau einem Jahr, am 11. März 2018, hatte der BSV auch in Mühldorf beim 1:3 (24:26, 29:27, 22:25, 18:25) lange Zeit gut mitgehalten.