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UPDATE: „WALD“ – Öffentliche Probe und Premiere an der Studiobühne Bayreuth
„Es ist wie bei jeder tragischen Liebesgeschichte. Wir brauchen die Pflanzen, aber sie brauchen uns nicht.“
Mit „WALD“ feiert ein ebenso kluges wie humorvolles Theaterstück der österreichischen Autorin Miriam V. Lesch Premiere. Das Stück setzt sich auf originelle Weise mit hochaktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinander und entwirft ein ebenso poetisches wie absurdes Szenario: die Rückeroberung Europas durch den Wald. Nun inszeniert die Studiobühne Bayreuth dieses Werk.
Einladung zur öffentlichen Probe
Noch vor der Premiere am 17. Januar lädt Regisseurin Birgit Franz gemeinsam mit ihrem Ensemble zu einer öffentlichen Probe ein. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Voraufführung, sondern um eine reguläre Probe, bei der das Publikum den Arbeitsprozess hautnah miterleben kann und einen Blick hinter die Kulissen erhält.
Die öffentliche Probe findet am Donnerstag, 8. Januar, um 19.00 Uhr in der Studiobühne Bayreuth statt. Die Dauer beträgt etwa 60 Minuten, der Eintritt ist frei. Theaterinteressierte haben so die Möglichkeit, das entstehende Stück aus nächster Nähe kennenzulernen.
Wenn der Wald zurückkommt
Auf A.s Balkon ist über Nacht ein riesiger Baum gewachsen – eine lästige Angelegenheit, denn eigentlich hat A. ganz andere Probleme. Doch weder die städtische Gärtnerei noch das Forstamt fühlen sich zuständig. Also bleibt der Baum. Und er ist kein Einzelfall: Der Wald breitet sich aus, Straßen verschwinden, Städte werden überwuchert, Baumwurzeln und unterirdische Myzel-Netzwerke bahnen sich unaufhaltsam ihren Weg durch die urbane Zivilisation. Die Menschen müssen fliehen – oder sich anpassen.
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Humorvoller Perspektivwechsel auf Mensch und Natur
Mit feinem, teils absurdem Humor verknüpft „WALD“ historische und fiktive Figuren wie Bambi, Julius Cäsar und den römischen Chronisten Plinius mit aktuellen Themen wie Klimakatastrophe, Fluchtbewegungen und Wohnen in der Stadt. Der Perspektivwechsel eröffnet einen neuen Blick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Poetische Passagen lassen den Wald selbst zu Wort kommen – als Bäume, Pilze und Käfer.
Aufführungstermine
Premiere: 17. Januar
Weitere Termine jeweils um 20:00 Uhr:
24. und 30. Januar
4., 7., 12., 26. und 27. Februar
3. März
Termine jeweils um 17:00 Uhr:
1., 8. und 22. Februar
8. März
Künstlerisches Team
Regie: Birgit Franz
Bühne/Kostüme: Barbara Seyfried
Licht: Simon Opitz
Sounddesign: Ronald Kropf
Maske: Judith Anthony
Es spielen: Frank Ambrosius, Alexandra Berner, Johannes Haendle, Philipp Hildmann, Michael Kandler, Christof Neuner, Franziska Ramschütz
Zur Autorin
Die österreichische Autorin Miriam V. Lesch, geboren 1991 in Graz, lebt in Wien und arbeitet transdisziplinär in unterschiedlichen Formaten. Ihr Stück „WALD“ wurde 2024 am Oldenburgischen Staatstheater uraufgeführt.
Spieldauer: 85 Minuten, keine Pause











Die Epiphaniaskriche in Laineck ist am 6. Januar eingeweiht worden. ©Katharina Müller-Sanke
Museum Kulmbacher Mönchshof ©Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V.