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Energie klug eingesetzt, schont Geldbeutel und Umwelt

Umweltschutz, begrenzte Ressourcen, Kosten senken: Die Gründe, Energie zu sparen und verantwortungsvoll einzusetzen, sind vielfältig. Mit wenigen Handgriffen und kleinen Veränderungen können Sie kostengünstig Ihren Wohnkomfort erhöhen und Ihren ökologischen Fußabdruck minimieren.

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Gut ein Drittel der gesamten Energiekosten eines Haushaltes macht der Stromverbrauch aus.

Ein Grund dafür ist die Entwicklung des Strompreises. Er hat sich seit der Jahrtausendwende für Privathaushalte mehr als verdoppelt.

Nehmen Sie Ihren Stromverbrauch also genau unter die Lupe. Dabei ist es ganz leicht, den eigenen Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu senken und gleichzeitig dem Klima etwas Gutes zu tun.

Wählen Sie schon beim Kauf energiesparende Geräte

Besonders die großen Elektrogeräte machen sich auf der Stromrechnung bemerkbar.  Achten Sie deshalb bereits bei der Anschaffung Ihrer Haushaltsgeräte auf deren Energieverbrauch. Lassen Sie sich nicht von den meist etwas höheren Preisen der sparsamen Haushaltsgeräte abschrecken. 

Aufgrund des steigenden Strompreises gleichen sich diese Mehrkosten nach einigen Jahren wieder aus und anschließend sparen Sie sogar Geld, wenn Sie Ihre energiesparenden Geräte verwenden. Auch wenn die Ersparnis bei einem einzelnen Gerät zunächst ziemlich gering erscheint, summieren sich die Einsparungen aller im Haushalt benötigten Geräte schnell auf einen dreistelligen Bereich.

Neue Haushaltsgeräte anschaffen

Wir empfehlen Ihnen bei der Auswahl von Haushaltsgeräten auf energiesparende Elektrogeräte zu achten. Das schont nicht nur Ihr Portemonnaie, sondern auch die Umwelt.

Die Tipps der Experten

Kühlschrank, Gefrierschrank, Gefriertruhe

-Stellen Sie die Temperatur im Kühlschrank richtig ein: 7 °C im oberen Fach reichen vollkommen aus. Wenn Sie die Temperatur um nur 1 °C niedriger stellen, steigt Ihr Stromverbrauch bereits um etwa 6 %.

-Ausnahme: Wenn Sie sehr häufig schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch nutzen, sollten Sie die Kühlschranktemperatur auf 2 °C senken. Dann halten sich die Lebensmittel länger und es kommt zu weniger Lebensmittelverschwendung.

-Stellen Sie die Temperatur im Gefrierschrank richtig ein: Minus 18 °C sind optimal.

-Halten Sie die Türen von Kühl- und Gefrierschrank nicht zu lange offen und schließen Sie diese so schnell wie möglich wieder.

-Lassen Sie Speisen erst komplett abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen.

-Wenn sich im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe Eis angesammelt hat, lohnt sich das Abtauen.

-Weniger ist mehr: Überlegen Sie, ob Sie zusätzliche Geräte wie zum Beispiel einen Party-Kühlschrank im Keller wirklich brauchen.

Spülmaschine

-Räumen Sie Ihre Spülmaschine möglichst voll, um Wasser und Energie zu sparen. In eine Standard-Spülmaschine passen etwa 80 Teile.

-Nutzen Sie das Eco-Programm Ihrer Spülmaschine oder niedrige Temperaturen von 45 °C bis 55 °C. Die Programme dauern zwar etwas länger, sparen aber Wasser und Energie.

-Lieber nicht nutzen: Kurzprogramme brauchen mehr Wasser und Strom, weil hier bei weniger Zeit höhere Temperaturen benötigt werden.

-Spart zwar keine Energie, aber dafür Wasser: Ein Vorspülen ist nicht notwendig. Grobe Speisereste können Sie mit dem Besteck im Restmüll entfernen.

Herd und Backofen

-Kochen und braten Sie immer mit Deckel. Das spart Zeit und Strom.

-Garen Sie Gemüse, Eier und Kartoffeln mit lediglich 1–2 cm Wasser. Dabei bleiben auch die Vitamine erhalten.

-Füllen Sie Ihren Wasserkocher nur mit der Menge, die Sie auch tatsächlich benötigen.

-Den Wasserkocher können Sie auch nutzen, wenn Sie zum Beispiel Wasser zum Kochen brauchen: Das Erhitzen im Wasserkocher geht viel schneller!

-Backen mit Umluft spart etwa 15 % Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze.

-Bei den meisten Speisen wie Auflauf, Fertiggerichte, Pizza oder Kuchen können Sie auf das Vorheizen verzichten und zudem den Backofen einige Minuten früher ausmachen.

Waschmaschine und Wäschetrockner

-Achten Sie darauf, das Gerät ausreichend voll zu machen.

-Waschen Sie mit niedrigen Temperaturen von 30 °C bis 40 °C. Das reicht bei normal verschmutzter Alltagswäsche völlig aus und hat auch den Vorteil, dass Ihre Kleidung länger hält.-

-Stellen Sie einen hohen Schleudergang bei der Waschmaschine ein, wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen. Das spart Zeit im Trockner, weil die Wäsche weniger nass ist.

-Noch besser als ein Wäschetrockner: Lassen Sie Ihre Wäsche einfach an der Luft trocknen. Das geht auch im Winter!

-Nutzen Sie Eco-Programme: Die dauern zwar etwas länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser.

Was verbraucht am meisten Strom?

Besonders viel Strom verbrauchen wir bei unserer Kommunikation und Unterhaltung – durchschnittlich fast 1/3 des Stromverbrauchs in einem Haushalt. Hierunter fallen Fernseher, Computer, Spielekonsolen und alles was dazu gehört. Hier lohnt es sich also besonders auf effiziente Geräte zu setzen.

Es gibt aber auch andere typische Stromfresser im Haushalt. Hierzu zählen zum Beispiel sehr alte „weiße“ Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Kühlschrank und Gefriergerät. Bei solchen Großgeräten sollten Sie nach etwa 10 bis 15 Jahren ausrechnen, ob sich ein Neukauf für Sie lohnt. 

Beim Kühlschrank zeigt sich etwa folgendes Einsparpotential über 15 Jahre:  

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Energielabel am Beispiel einer Waschmaschine 

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Orientieren Sie sich am Energielabel

Als Entscheidungshilfe beim Kauf möglichst effizienter Haushaltsgeräte ist das EU-Energielabel gedacht. Die aktuellen Energieeffizienzlabels teilen alle Waschmaschinen in Effizienzklassen von A bis G ein. Labels mit A und Pluszeichen gibt es bei neuen Geräten seit März 2021 nicht mehr. Die beste Energieeffizienzklasse liegt bei Waschmaschinen aktuell bei A, die schlechteste Klasse bei F. Die Geräte sind umso sparsamer, je weiter vorne sie im Alphabet eingeordnet sind. Dabei informiert das Label über die wichtigsten Kaufkriterien: die Größe der Waschmaschine, den Wasserverbrauch, die Schleuderklasse, die Lautstärke, den Stromverbrauch und die Energieeffizienz. Der QR-Code führt zur europäischen Datenbank EPREL. Dort finden Sie zusätzliche Produktinformationen.

Quelle zu allen textlichen Inhalten: www.verbraucherschutzzentrale.de