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Zeitlich flexibel, nutzerfreundlich, ortsunabhängig: Finanz-Apps sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

Es ist noch gar nicht so lange her, dass der digitale Wandel Einzug in den Finanzsektor gehalten hat. War das Bezahlen mit dem Smartphone an der Supermarktkasse oder Trading mit dem Tablet vor wenigen Jahren noch ungewöhnlich, so hat sich das mittlerweile gewandelt. Heute nutzen mehr als die Hälfte der Deutschen eine Finanz-App, wie eine Studie zum Thema zeigt.

Besonders bei jungen Menschen beliebt

Banking- und Finanz-Apps setzen sich hierzulande immer mehr durch und werden zum komfortablen Tool fürs Überweisen von Geldbeträgen oder das Verwalten des eigenen Aktienportfolios. Laut einer von YouGov durchgeführten Studie des Internet-Providers DE-CIX nutzen deutschlandweit 64 Prozent aller befragten Personen Apps von Anbietern wie Klarna, PayPal, der Deutschen Bank oder der Sparkasse.

Besonders beliebt sind die Applikationen bei den 25- bis 34-jährigen Befragten: 74 Prozent von ihnen nutzen die digitalen Helfer regelmäßig. In der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen sind das 64 Prozent, und in der Generation 55 plus greifen 58 Prozent zu ihrem digitalen Endgerät, um Kontostand oder Aktienkurse zu checken.

Zeit- und Ortunabhängigkeit als Erfolgsfaktoren

Die DE-CIX-Umfrage zeigt, dass der Erfolg der Apps seine Wurzeln in der ständigen Verfügbarkeit hat. So geben 68 Prozent der Befragten aller Altersgruppen an, dass sie die zeitliche Unabhängigkeit beim Zugriff auf Konten und Portfolios als größten Vorteil empfinden. 66 Prozent überzeugt die Nutzerfreundlichkeit der Apps, und 58 Prozent empfinden die Ortsunabhängigkeit als größten Vorteil.

Am anderen Ende der Skala gibt es unter den Befragten der Studie auch solche, die keine zentrale Finanz-App wollen. 48 Prozent von ihnen haben Sicherheitsbedenken, und 45 Prozent empfinden die Abhängigkeit von einem einzigen Dienstleister als negativ. Weitere 41 Prozent sorgen sich um den Datenschutz und wollen deswegen keine Finanz-App auf ihrem Smartphone installieren.

Komfortable Funktionen überzeugen Anwender

Viele Finanz-Apps besitzen mittlerweile eine Funktionalität, die weit über die mobile Abfrage des Kontostands hinausgeht. So bietet die „mySwissLifeSelect“-App des Finanzdienstleisters Swiss Life Select die Möglichkeit, Versicherungspolicen zu digitalisieren und zu archivieren. Das ist auch mit solchen Verträgen möglich, die nicht über Swiss Life Select abgeschlossen worden sind.

Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, mit der Gratis-App Überweisungen zu tätigen oder ihr Investment-Depot zu verwalten. Laut Swiss Life Select kommen bei der App die höchsten Security-Standards zur Anwendung.

Solche Finanz-Apps mit gleich mehreren Funktionen sind besonders bei jungen Nutzerinnen und Nutzern beliebt: Laut DE-CIX-Studie würden 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen eine App mit Mehrfachnutzen herunterladen, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 42 Prozent. Von der letztgenenannten Gruppe freuen sich 35 Prozent dabei besonders über einschlägige Trading-Funktionen.

Mit 85 Prozent wünscht sich das Gros der Befragten die Möglichkeit, Transaktionen zu tätigen. 45 Prozent wollen mit ihrer App Karten und andere Zahlungsmittel verwalten, und 35 Prozent ihre Einnahmen und Ausgaben kontrollieren. Für 32 Prozent der Befragten sind Funktionen für die eigene Geldanlage besonders attraktiv.

Befragt wurden mehr als 2.000 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren, die Befragung fand zwischen dem 18. und 21. März 2022 statt.