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Hund

Die 5 häufigsten Hundekrankheiten und wie man sie erkennt

Externer Redakteur

Hunde können genau wie Menschen an zahllosen Leiden erkranken, manche davon weniger schwer, andere können unbehandelt schlimme Folgen haben. Mit welchen Krankheiten haben Hunde am häufigsten zu kämpfen und wie lassen sich entsprechende Symptome möglichst frühzeitig erkennen?

Gefährliche Plagegeister: Ektoparasiten

Flöhe, Milben und Zecken zählen zu den sogenannten Ektoparasiten, welche sich im Fell und in der Haut festsetzen können und unangenehme Symptome, im schlimmsten Fall sogar ernsthafte Erkrankungen hervorrufen können. Typische Anzeichen für Flöhe und Milben sind starker Juckreiz, gerötete Haut, Hautentzündungen oder auch Blutarmut. Die sicherste Methode, einen Befall zu vermeiden, ist, den Hund nach Spaziergängen gründlich zu untersuchen und Funde schnell zu entfernen. Sollte es doch einmal zu einem Milben- oder Flohbefall kommen, lässt sich dieser mit einem speziellen Mittel, etwa einem Anti-Floh-Shampoo oder Anti-Floh-Tropfen, in der Regel schnell wieder loswerden.

Zecken sind in Deutschland vorwiegend von März bis Oktober aktiv. Auch bei Hunden können durch einen Zeckenbiss verschiedene Krankheiten übertragen werden, die sich vor allem durch Erschöpfung, Appetitlosigkeit, zunehmenden Gewichtsverlust, Fieber oder auch Lahmheit bemerkbar machen. Bei solchen Symptomen ist es unumgänglich, einen Tierarzt aufzusuchen und den Hund kontrollieren zu lassen.

Endoparasiten – unsichtbare Gefahr im Inneren

Endoparasiten machen es sich nicht in Haut und Fell bequem, sondern im Inneren des Körpers ihres Wirtes – in diesem Fall Hunden. Zu dieser Gruppe zählen eine Reihe von Würmern, einzellige Parasiten und Blutparasiten. Da diese nicht direkt sichtbar sind, ist ein Befall von Endoparasiten schwierig zu erkennen. Anzeichen können etwa folgende sein:

– Der Hund rutscht mit dem Hinterteil über den Boden.
– Schmerzempfindlicher, aufgeblähter Magen.
– Blut oder erkennbare Würmer im Kot.

Bei einem Endoparasitenbefall hilft nur eine Wurmkur, die bei Tierärzten erhältlich ist.

Allergien: Vielfältige Auslöser

Etwa jeder fünfte Hund leidet unter Allergien, die exakten Ursachen sind für Besitzer häufig nicht zu erkennen. Allgemein unterscheidet man zwischen sogenannten Kontaktallergien, die durch direkten Kontakt mit Allergenen entstehen, und indirekten Allergien, die durch die Aufnahme allergener Substanzen, etwa durch eine Futtermittelunverträglichkeit, entstehen. Zu den häufigsten Allergien bei Hunden zählen Umweltallergien (hervorgerufen durch Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilzen u.a.), Parasitenallergien und Futtermittelallergien. Bei einem Verdacht ist es wichtig, einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufzusuchen.

Ohrenentzündungen: Warnsignale ernst nehmen

Eine Ohrenentzündung lässt sich bei Hunden relativ leicht feststellen, da sie sich häufig am Kopf kratzen oder den Kopf schief halten. Die Ursachen können vielfältig sein und führen in der Regel zu einer entzündlichen Reizung im Ohr des Hundes. Dabei kann entweder das äußere Ohr, das Mittelohr, das Innenohr oder mehrere dieser Bereiche betroffen sein. Es ist wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen und eine Diagnose bei einem Tierarzt stellen zu lassen, um komplizierte Behandlungsverläufe und Folgeschäden zu vermeiden.

Hüftgelenkdysplasie (HD): Wenn Bewegung herausfordernd wird

Eine Hüftgelenkdysplasie entsteht durch eine Fehlbildung des Hüftgelenks und führt unbehandelt unweigerlich zu Arthrose und schmerzhaften Entzündungen. Allerdings verläuft die Krankheit oft symptomfrei und kann mit nicht-chirurgischen Behandlungen meist erfolgreich therapiert werden. Erkennen kann man eine HD unter anderem an unsicherem Sitzen, einem instabilen Gang des Hundes / Veränderungen des Ganges oder auch knackenden bzw. knirschenden Gelenken beim Laufen.

Hundekrankenversicherung kann im Zweifel vor hohen Kosten schützen

Wenn eine Krankheit schon weit fortgeschritten ist, kann die Behandlung oder möglicherweise auch eine Operation des Hundes durchaus eine finanzielle Herausforderung darstellen. Mit einer speziellen Hundekrankenversicherung kann man sich zumindest gegen die finanzielle Belastung absichern. Ob sich eine solche Versicherung lohnt, muss immer im individuellen Einzelfall entschieden werden. Dennoch sprechen einige Gründe für eine solche Hundekrankenversicherung, nicht zuletzt, weil sie auch bei Unfällen greift und nicht auf Krankheiten beschränkt ist. Allerdings werden ausschließlich medizinisch notwendige Behandlungen vom Versicherer übernommen, Eingriffe wie etwa eine Kastration oder eine Kennzeichnung per Chip sind in der Regel kein Gegenstand der Leistungen.

Fazit

Vor Krankheiten und Erkrankungen ist auch der beste Freund des Menschen leider nicht gefeit. Krankheiten können aber behandelt werden und sollten es auch, besser früher als später. Wenn eine Erkrankung nicht bemerkt wird und chronisch wird, hilft oft nur eine Operation. Am besten ist es daher, Hunde genau zu beobachten, regelmäßig auf Parasitenbefall zu kontrollieren und bei Verhaltensveränderungen oder konkreten Symptomen schnell zu reagieren. Insgesamt ist es wichtig, Hundegesundheit ernst zu nehmen, und zwar in allen Bereichen: von der Ernährung über die Bewegung bis hin zu regelmäßigen Untersuchungen beim Tierarzt.