Zuletzt aktualisiert am

Geld

IOTA – Die Schnittstelle zwischen den Welten

Künstliche Intelligenz, sprachgesteuerte Technologien und andere lernfähige Computersysteme: Wir leben in aufregenden Zeiten und der stetige Fortschritt scheint nicht abzureißen. Oft sind die Innovationen hinter diesen Errungenschaften gar nicht so prominent. Eine dieser Innovationen ist IOTA. Diese Kryptowährung ist nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern wurde als Bestandteil eines Kommunikationssystems entwickelt, das Menschen mit Computersystemen und Systeme untereinander verbinden kann.

Das Internet der Dinge (IoT)

Das Internet of Things (IoT) – deutsch: Internet der Dinge (IdD) – ist eines der wichtigsten Elemente im digitalen Zeitalter. Hier geht es nicht nur einfach um Datenströme und gewaltige Mengen an Informationen. Hier treffen virtuelle und physische Welt aufeinander. Das IoT ist die Verbindung von Daten und Geräten und damit ist es für den Menschen der unmittelbare Kontakt in die digitalen Sphären. Laptops, Smart-Home-Elemente, Cockpit-Computer von Autos: all das verbindet das IoT.

Auf diesem Weg lässt sich nicht nur eine smarte Heizungssteuerung über das Smartphone programmieren – auch der Nutzer wird so in das Netzwerk eingebunden. Dabei nimmt er aktiv an der Interaktion Teil, wenn er zum Beispiel mittels App die Heizung manuell einstellt.

M2M ist ein wichtiges Schlagwort, wenn man das Industrielle Internet der Dinge erläutern möchte. M2M bedeutet Machine-to-Machine – also die Verbindung von Maschine X mit Maschine Y. Auf dem industriellen Sektor sind die Verflechtungen weitaus komplexer als in diesem abstrakten Beispiel. Doch zur Veranschaulichung: Das IoT ist der Datenstrom zwischen zwei oder mehr Endpunkten, der es möglich macht, dass diese miteinander interagieren.

Was hat eine Kryptowährung mit dem IoT zu tun?

Was eine Kryptowährung nun mit den Datenströmen zwischen zwei autonomen Maschinen verbindet, ist gar nicht so offensichtlich. All dem steht eine Vision voran, die auf vier Persönlichkeiten zurückgeht. David Sønstebø, Dominik Schiener, Serguei Popov und Sergey Ivancheglo sehen im IoT eine ausbaufähige Zukunft. Sie wollen vor allem eines: Verteilung von Rechenleistung auf möglichst viele teilhabende Geräte des IoT. Dieser kollektive Prozessor – der sogenannte JINN – soll es möglich machen, dass die Leistung, die an Stelle A benötigt wird, nicht auch nur von einem Prozessor an Stelle A bereitgestellt werden kann. Vielmehr soll die benötigte Rechenkapazität von verschiedenen Stellen desselben Netzwerks zusammengetragen werden können.

Wer IOTA kaufen möchte, sollte dies nur auf lizenzierten Plattformen tun und im Vorfeld am besten ein Vergleichsportal nutzen, um einen seriösen Anbieter zu finden. Darüber hinaus ist es wichtig, sich nicht auf Tauschgeschäfte einzulassen. Die Kryptowährung ist nicht auf demselben Weg handelbar wie zum Beispiel Ethereum oder Bitcoin.

IOTA: Startschuss 2015

Vor rund sieben Jahren gingen die vier Gründer dann mit 999.999.999 (knapp eine Milliarde) Token der Währung IOTA an den Start. Ihre neue Kryptowährung sollte den anderen überlegen sein. So ist eine Transaktion mit IOTA kostenlos. Außerdem eignet sich die neue Währung besser für die Abfertigung vieler schnell aufeinanderfolgender Mikrotransaktionen. Bitcoin und Co wären für diesen Zweck schlicht nicht geeignet.

Wofür wird IOTA verwendet?

IOTA ist also eine digitale Währung. Der Name setzt sich aus der Abkürzung IoT und dem Begriff Tangle zusammen. Die Kryptowährung nimmt in der Kommunikation zwischen Maschinen die Rolle einer Ressource ein. Die Vision ist Folgende: Ausgestattet mit einer bestimmten Anzahl an Token (Einheiten) der Währung, können Maschinen für die Inanspruchnahme der Leistung einer anderen Maschine im IoT ebendiese Token in Zahlung geben. Gewissermaßen erhält die leistungstragende Maschine eine Bezahlung, die sie wiederum als Ressource nutzen kann, um eine andere Maschine im IoT als Leistungsträger auszuzahlen.

Die Token können nicht genutzt werden, um alltägliche Bezahlvorgänge zu übernehmen. Während mit Monero und Co genau diese Form des Handels abgewickelt werden kann, eignet sich IOTA nur zur Geldanlage und zur Nutzung der Maschinen-Kommunikation im IoT. Wer sich durch Mining mit Token bereichern will, wird enttäuscht. Es ist nicht möglich, durch die Bereitstellung von Rechenleistung neue Einheiten zu generieren. Die IOTA-Token sind auf die Anzahl begrenzt, die, die von den Gründern ausgegeben wurde und liegt im Billiarden Bereich. Derzeit sind das insgesamt 2.779.530.283.277.761.

Der Kurs

Wie bereits erwähnt, ist es nicht möglich, IOTA-Token durch Mining zu generieren. Das bedeutet, dass alle möglichen Einheiten dieser Währung entweder schon existieren oder nachträglich von den Begründern ausgegeben werden müssen. Eine solche nachträgliche Ausgabe erfolgte zuletzt im Jahr 2015. Die ursprüngliche Menge von rund einer Milliarde Token wurde erhöht, in dem jedem existenten Token weitere 2.779.530,2861 Einheiten zugeschrieben wurden. Die Gesamtzahl der Einheiten erhöhte sie dadurch auf die zuvor erwähnte exorbitante Menge von mehr als zwei-Billiarden und siebenhundert-Billionen.

Preisentwicklung

Nach der korrigierten Ausgabe der Token lag der Wert je Token bei 0,00015 Dollar. Mittlerweile beläuft sich dieser auf 0,3220 Dollar. Im Laufe der letzten Jahre unterlag die Kryptowährung starken Schwankungen. So stieg der Wert im Jahr 2017 kurzzeitig auf einen Wert von rund 5 US-Dollar. Veränderungen des Preises lassen sich auf ein Ansteigen oder Nachlassen der Nachfrage zurückführen. Außerdem ist durch die begrenzte Stückzahl der Einheiten keine inflationäre Wertabnahme zu erwarten, da der Markt nicht ohne Weiteres mit weiteren Token belastet werden kann.

Besonderheiten der Währung

Im Gegensatz zu Währungen wie Bitcoin und Ethereum wird IOTA nicht in einer Blockchain erfasst. Das System zur Registrierung der Transaktionen ist ein sogenannter azyklischer Graph. Dieser wird Tangle genannt und dient nicht nur der Registrierung der erfolgten Transaktionen, sondern auch als Legitimationsschlüssel für neue Transaktionen. Hierfür nutzt das System die Gesamtheit aller erfassten Bewegungen der Währung. Diese Prozedur ist wesentlich komplexer als jene der Blockchain. Ein Vorteil ist hier allerdings, dass für die Transaktionen an sich keine Gebühren anfallen. Zusammengefasst handelt es sich bei IOTA also um eine Kryptowährung mit einer ganzen Reihe an Alleinstellungsmerkmalen.