Die Hochzeit: „Ein filmisches Desaster“ mit Til Schweiger

Das Urteil von bt-Filmkritiker Alex Bauer ist vernichtend.

In der Ludwigstraße in Bayreuth wurde schon ein Kinofilm gedreht.

In welchen Filmen Bayreuth zu sehen ist

In diesen Filmen ist die Stadt Bayreuth zu sehen: vom Kino bis zum Sonntagabend-Klassiker.

Bayreuths erste Kinos: Spargel statt Popcorn

Wer heutzutage ins Kino geht, kann die Geschichte auf der großen Leinwand mit allen Sinnen erleben, so als wäre er mittendrin. 3D- und ganz neu in Bayreuth 4DX-Technologien machen es möglich. Doch das war natürlich nicht immer so. bt-Autor Stephan Müller schaut zurück ins 19. Jahrhundert zu den Anfängen, als die ersten Filme in Bayreuth noch als Aneinanderreihung von Einzelbildern im ersten Kino der Stadt gezeigt wurden.


Erste Vorstellung im Alten Schloss

Im „Musenheim“ von Christian Sammet im Alten Schloss fand 1897 die erste Bayreuther „Kinovorstellung“ statt. Foto: Bernd-Mayer-Stiftung.

Der erste Bayreuther Kinofilm wurde im Alten Schloss gezeigt. In dem Gebäude in dem heute das Finanzamt residiert, hatte der Fotograf und Musenwirt Christian Sammet (1862 – 1920) sein Musenheim eingerichtet. Als im Jahr 1892 das Festspiellokal  „Angermann“, die Stammkneipe von Richard Wagner, und der Gasthof „Weißes Lamm“ dem modernen Postgebäude in der Kanzleistraße weichen mussten, ergriff das geschäftstüchtige Bayreuther Original die Gunst der Stunde. Er holte das Angermannsche Inventar über die Straße in sein Lokal im Alten Schloss. Für die nächsten 16 Jahre war sein berühmtes Musenheim das „Absteigequartier für die Bühnen-Weihe-Festspielgäste“.

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Wotan-Schinken und Siegmunds Stangenspargel statt Popcorn

Die Dirigenten Hermann Levi, Hans Richter, der Schauspieler Josef Kainz und die gesamte Sängerelite tummelten sich in Sammets Musenstübchen. Sie bekamen „Fafner-Haxn“, „Kundry-Schnitzel“, „Wotan-Schinken“, „Hundings-Keulen“ und „Evchen-Kotelett“ serviert. Besondere Spezialitäten waren „Mime-Eier“ und „Siegmunds Stangenspargel“. Sammet machte aber auch als Produzent und Veranstalter von musikalischen Darbietungen, Varietéveranstaltungen und auch als erster „Kinoveranstalter“ von sich Reden. So warb das „Unikum“ erstmals im Jahr 1897 von einer Vorführung „lebender Photographien“ in seinem Musenheim, in das die Bayreuther über einen Gartensalon an der Kanalstraße gelangten.

„Hochinteressant!“ und „Fotographie in Lebensgröße“: So wirbt Christian Sammet für die erste Kinematographen-Vorstellung in seinem Musenheim. Foto: Bernd-Mayer-Stiftung

Es sind nicht todte Figuren, die man sieht, sondern sich bewegende Gestalten und nicht bloß eine oder zwei Figuren, sondern eine Reihe und noch mehr auf einmal.

(Das Bayreuther Tagblatt 1897)

Weitere Kinovorstellung zwei Jahre später

Auch wenn das erste Kino ganz sicher nur eine Aneinanderreihung von Einzelbildern war: Der wohl sehr große Erfolg animierte Sammet gut zwei Jahre später zur nächsten Kinovorstellung: „Ein jeder, der es sieht, ruft aus: Wunderbar!“, ließ er verkünden. So sahen die Bayreuther im Februar 1899 einen Bismarck-Film, in dem der alte Kanzler mit Hund zu sehen war. Weitere Kinoveranstaltungen im Musenheim sind uns nicht bekannt. Wegen eines Besitzerwechsels verabschiedete sich Sammet im Jahr 1908 als „Festwirt der grande nation“, ab diesem Zeitpunkt ging der Stern der „Eule“ als Künstlerkneipe auf.

Kinovorführungen zwischen Schiffschaukeln und Karussellen

Auf  „Theater der lebenden Photographien“ mussten die Bayreuther aber nicht verzichten. Auf den Messen und Kirchweihveranstaltungen boten ab 1900 immer mehr Kinematographen den staunenden Besuchern ihre Dienste an. Sie reihten sich zwischen den Karussellen, Schiffschaukeln, Zirkusdarbietungen und Schaubuden auf den Festplätzen ein. Die erste Vorstellung dieser Art bot der Kinematograph D. Dölle aus Fürth an, der sich am 10. Januar 1901 für den Bayreuther Pfingstmarkt am „Mainplatz“ (heute Mainstraße) bewarb und quasi vom 9. bis 17. Mai Organisator der ersten Bayreuther Filmwoche war. Welche Filme er gezeigt hat, ist leider nicht bekannt.

Schlüpfrige Filme für die Herren

Was wir aber wissen, ist, dass die städtische Obrigkeit, die Gendarmerie und wohl auch die einheimischen Damen in den Folgejahren schon genau hinschauten, was die neue Zunft der Kinematographen der Bayreuther Männerwelt zwischen 1901 und 1905 so darbot.

Allein die Titel „Dinna Diana entsteigt dem Bad“, „Leben einer Pseudo-Baronesse“ und „Die Liebe in allen Stockwerken“ machten die Herren neugierig und prüde Bürokratie hellhörig.

Central-Theater: Erstes Kino in Bayreuth

Foto: Bernd-Mayer-Stiftung

Im Jahr 1908 war es dann soweit. In Bayreuth wurde das erste ortsfestes Kino gebaut. Die Unternehmer Joseph Mengele und Christoph Frank eröffneten am Sonntag, 18. Oktober, das „Central-Theater„, Bayreuths  „erstes, größtes und vornehmstes Theater lebender Photographien„. Es entstand am Ende der heutigen Wölfelstraße am Josephsplatz und hatte Platz für 500 Zuschauer. Im „Central“ erlebten die Bayreuther auch die ersten „Tonbilder“, die als Vorläufer des Tonfilms gelten. Das Kino sollte lange bestehen. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde es von 1949 bis 1964 noch einmal bespielt, ehe der Josephsplatz – auch durch den Bau des „Ring“-Hochhauses eine neue Gestalt bekam.

Schon zwei Jahre nach der Eröffnung des „Central“ eröffneten Mengele und Frank ihre zweiten „Lichtspiele“. Am 9. Januar 1910 reichte der Bayreuther Maurermeister Max Köppel den Plan für einen Wohn- und Wirtschaftsneubau in der Kanalstraße 15 ein. Der Plan sah auch das „Union-Theater“ vor, das bereits am 8. Oktober 1910 durch Bürgermeister Albert Preu eingeweiht werden konnte.

Mengele und Frank schufen sich mit ihren beiden Kinos eine enorme Vormachtstellung, sodass sich weitere Kinobetreiber in den Folgejahren sehr schwer taten.

Weitere Kinematographen steigen ins Geschäft ein

Dennoch erscheinen in dieser Zeit noch weitere Kinounternehmer auf der städtischen „Kinematographenliste“. Von  1916 bis 1920 betrieb der Fotograf Johann Konrad Friedel aus der Hirschenstraße ein „Lichtspielunternehmen“, von November 1921 bis Februar 1922 versuchte sich Josefine Wagner in der Rathstraße 4. Auch nicht besonders lang hielt sich Martin Wülfert mit seinem „Apollo“ in der Karlstraße (heute: Albert-Preu-Straße). Wülfert hatte sich bis 1922 in der früheren Ludwigsturnhalle des Turnerbundes eingerichtet, die dann nur wenig später der Spitzhacke zum Opfer fiel.

Erfolgreiche Bayreuther Kinos

Die „Kammer-Lichtspiele“ in der Schulstraße. Foto: Bernd-Mayer-Stiftung.

Viel erfolgreicher war hingegen die Initiative von Karl Haase, der zunächst das „Central“ (nun „Zentral“) übernahm und zu Beginn der 20er-Jahre das „Lichtspielhaus Sonne“ in der Richard-Wagner-Straße 6 eröffnete. Das Kino wurde später als „Blücher-Lichtspiele“ und „Bali“ (Bayreuther Lichtspiele) weitergeführt. Als zweites Haus eröffnete Haase wenig später die „Reichshof-Lichtspiele“ in der Maximilianstraße 28. Ebenfalls von Erfolg gekrönt war die Investition von Richard Borns, der am 20. Oktober 1925 die Konzession für die „Kammer-Lichtspiele“ in der Schulstraße 15 erhielt. Die drei Kinos „Reichshof“, „Kammer“ und „Blücher“ beherrschten das Bayreuther Kinoleben bis zum zweiten Weltkrieg.

Das Kino in der Richard-Wagner-Straße wurde in den 20er-Jahren als „Lichtspielhaus Sonne“ eröffnet, wurde dann aber später als „Blücher-Lichtspiele“ und „Bali“ weitergeführt. Foto: Bernd-Mayer-Stiftung.

Nach dem Krieg wurden am 16. Februar 1950 die „Stadthallen-Lichtspiele“ mit „Figaros Hochzeit“ von Siegfried Thomas eröffnet, ehe sich von 1956 bis 1970 der „Filmpalast“ in der Bahnhofstraße als erfolgreichstes Kino etablierte.

Handarbeit: Bayreuther gestaltet Filmplakate

Aus dieser Zeit gibt es noch zahlreiche Filmplakate, die der Bayreuther Grafiker und Plakatmaler Eberhard Loew schuf. Mit wetterfesten Temperafarben und einem Lohn von 17,50 Mark pro Einzelstück fertigte der Maler für die „Stadthallen-Lichtspiele“ von Hand die Filmplakate an. Loew, der erst vor Kurzem mit über 90 Jahren gestorben ist, erzählte, dass viele Filme nur wenige Tage liefen, sodass er „nicht selten“ zwei oder dreimal in der Woche zum Pinsel greifen musste. So entstanden weit über 1.000 Filmplakate mit Schauspielern wie Heinz Rühmann, Hans Moser, Theo Lingen, Luis Trenker und den amerikanischen Filmstars Gary Cooper, Errol Flynn und vielen anderen.

Die Familie Thomas betrieb in den 70er- und 80er-Jahren das Reichshof-Kino, das Kino-Center und das Rex-Kino in der Brandenburgerstraße. Die Thomas Filmtheater GmbH schloss ihre drei Kinos und baute gleichzeitig mit dem Rotmain-Center das „Cineplaza„, das 1997 eröffnete und inzwischen in „Cineplex“ umbenannt wurde.


Text: Stephan Müller



Stephan Müller (53) ist Stadtrat, Hobbyhistoriker, freiberuflicher Journalist und Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte Bayreuths. Für das Bayreuther Tagblatt hat er sein Archiv geöffnet. Die besten Anekdoten gibt es immer wieder hier beim bt.


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Kinostart des Fichtelgebirgskrimis verzögert sich

Fans des Fichtelgebirgskrimis Siebenstern müssen sich weiterhin auf den Start der Serie gedulden. Der geplante Kinostart im November muss verschoben werden. Darum soll es in dem Krimi aus dem Fichtelgebirge gehen: Siebenstern: Das Fichtelgebirge bekommt eine eigene Serie

Fichtelbergkrimi: Verspätung wegen FSK-Prüfung

Die Dreharbeiten waren bereits im August beendet. Dann begann für Regisseur Michael von Hohenberg allerdings erst die Hauptarbeit. Die Serie musste geschnitten und eine passende Filmmusik gefunden werden. Ende Oktober waren die Macher der Polizeiserie optimistisch ihren Zeitplan einhalten zu können. Doch wie auf der Facebookseite „Der Fichtelgebirgskrimi – Siebenstern“ nun mitgeteilt wurde, scheitert der geplante Kinostart im November. Schuld daran ist die FSK-Prüfung.

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Sobald die Altersfreigabe erfolgt ist, soll Ende Januar die Premiere statt finden. Einige Wochen später soll die Serie dann auch auf Streaming-Diensten wie Amazon verfügbar sein.

bt-Filmkritik: „Das perfekte Geheimnis“

Es sollte ein netter Abend mit Freunden werden. Doch ein Spiel verändert alles. Was passiert, wenn die Freunde jede private Nachricht mitlesen und jedes Telefonat via Lautsprecher mithören? Welche Geheimnisse kommen zu Tage? bt-Filmkritiker Alex Bauer hat es herausgefunden. Er hat sich mit einer Leserin „Das perfekte Geheimnis“ im Cineplex angesehen.

Der Trailer zum Film

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Ulla Preiss aus Bayreuth vergibt 4,5 Sterne:

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bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

bt-Kinokritiker Alex Bauer. Foto: Thorsten Gütling

Karolin Herfurth, Elyas M’Barek, Jessica Schwarz, Wotan Wilke, Jella Haase, Frederick Lau und Florian David Fitz – was „Das perfekte Geheimnis“ an Schauspielern aufwartet, kann sich sehen lassen, keine Frage. Doch können die und ihre Rollen einen zweistündigen Film tragen, der eigentlich nur im Wohnzimmer einer Münchner Dachgeschosswohnung spielt oder wird es auf Dauer langweilig, den drei Pärchen und dem Single-Kumpel dabei zuzusehen, wie sie nach und nach seelisch blank ziehen?

Kurz: Ja, das geht. Sogar überraschend gut. Okay, das Ganze erinnert entfernt an Doris Dörries „Nackt“ von 2002, diesmal geht es aber nicht darum, ob sich die Paare nackt und mit verbundenen Augen wiedererkennen, nein, wir leben ja in der Generation Smartphone und so dreht sich alles darum, welche kleinen und großen Geheimnisse man so tagtäglich mit seinem Handy rumträgt.

Dabei sollte es ein netter Abend mit Freunden werden. Die Dialoge sind witzig, die Darsteller wirken vertraut miteinander und man kauft ihnen das „Beste Freunde“-Ding echt ab. Man hat das Gefühl, dass da wirklich gute Freunde am Tisch sitzen und sieht selbst Parallelen zu seinem eigenen Leben.

Da sitzt der Taxifahrer mit seiner Ökofreundin glücklich am Tisch, die Psychologin und ihr Schönheitschirurg führen augenscheinlich eine perfekte Ehe, der Hausmann und seine Karrierefrau ergänzen sich perfekt und der melancholische Singlelehrer glaubt an die wahre Liebe. Könnte alles so auch im echten Leben stattfinden.

Allgegenwärtig ist das Smartphone, dass alle sieben Personen während des Essens auf den Tisch legen – alle eingehenden Nachrichten werden laut vorgelesen, alle Anrufer auf Lautsprecher gestellt. Das wäre als Geschichte eines Films leider ziemlich langweilig, wenn keiner etwas zu verbergen hätte. Wäre. Denn jeder am Tisch hat ein Geheimnis. Und diese werden nach und nach aufgedeckt. Brutal ehrlich aufgedeckt. Und natürlich überzieht der Film immer ein kleines Stück, wird aber nie lächerlich dabei. Gut so. Der Film lebt vom mit- und gegeneinander der Rollen, von den fiesen Bemerkungen, den Ausrastern, den witzigen Dialogen und den ewigen Neckereien, die diese Runde so realitätsnah machen.

Da ist es auch egal, dass man wenig aus dem Film mitnimmt – das „Wir sollten wieder mehr miteinander reden und weniger zum Sklaven des Handys werden“ kommt da irgendwie zu kurz weg. Aber gut, „Das perfekte Geheimnis“ ist trotzdem ein guter Film, den man sich anschauen kann. Und liebe Pärchen, nach dem Film nicht denken, dass alle Menschen Geheimnisse auf ihrem Smartphone haben.

3,5 von 5 Sterne

Zu Besuch am Set: Fichtelgebirgskrimi mit Witz und fränkischem Charme

„Bitte Ruhe! Wir drehen!“ – Die Dreharbeiten zur Polizeiserie „Siebenstern“ laufen auf Hochtouren. Hauptdrehort ist das Fichtelgebirge. Das Bayreuther Tagblatt war bei den Dreharbeiten vor Ort und hat Regisseur Michael von Hohenberg über die Schultern geschaut. Impressionen davon finden Sie unter dem Text.

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Siebenstern: Der Fichtelgebirgskrimi sucht Komparsen

Polizei-Comedy-Serie mit fränkischem Charme

Vier Jahre lang hat Michael von Hohenberg, Regisseur, Autor und Kameramann, an der Story für den Fichtelgebirgskrimi gefeilt. Mord und Totschlag gibt es bei Hohenbergs Drehbuch allerdings nicht. Vielmehr dreht sich alles um die Polizeiinspektion Siebenstern West. Weil es im verschlafenen und ruhigen Fichtelgebirge zu viele Polizeistationen gibt, darf nur die Beste bestehen bleiben. Um das zu schaffen, müssen sich die Polizisten einiges einfallen lassen.

Nur die beste und effektivste Polizeistation bleibt am Ende bestehen. Kriminell werden, dürfen die Polizisten ja nicht, deswegen ist Kreativität gefragt.

(Michael von Hohenberg, Regisseur)

„Schön zu sehen, mit welchem Herzblut man dabei ist“

Mitte August haben die Dreharbeiten für die Low-Budget-Produktion begonnen. Mit dabei sind neben vielen Medienstudenten und Jungschauspielern auch namenhafte Schauspieler. Was den Reiz einer solch kleinen Produktion ausmacht, erfahren Sie von Giovanni Arvaneh, bekannt aus Serien wie Marienhof, und Hubert Burczek im Video.

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„Warum es hier so gut läuft? Weil wir mit dem Herzen dabei sind!“

Obwohl Michael von Hohenberg für seinen Fichtelgebirgskrimi nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, läuft alles hochprofessionell ab. Das schätzen auch die gelernten Schauspieler, die am Set mitwirken. „Wir sind hier alle freiwillig und unentgeltlich. Ich glaube gerade das macht das Projekt so erfolgreich“, sagt Giovanni Arvaneh.

Gedreht wird hauptsächlich rund um Weißenstadt im Fichtelgebirge. Dafür wurde auch eine eigene Polizeistation im „Movie Office“-Lager aufgebaut. Aber auch in Bischofsgrün, der Oberpfalz und in Plech in der ehemaligen Westernstadt wurden einige Szenen gedreht.

Impressionen vom Dreh im Studio

Joachim Benecke
Dipl.-Ing. Innenarchitekt
Tel. 0921/78911-19

Ende November soll der Fichtelgebirgskrimi in den oberfränkischen Kinos laufen. Zu Weihnachten wird „Siebenstern“ dann auch auf Streaming-Diensten wie Amazon verfügbar sein.

Zum Geburtstag: Uraufführung von „Siegfried“ im Reichshof

Am Abend wird ein Teil der Bayreuth Festspiele im früheren Reichshof-Kino in der Maxstraße gezeigt, das seit seiner Renovierung eine Kulturbühne ist.

Siegfried heißt das Theaterstück, das die Autoren Feridun Zaimoglu und Günter Senkel im Auftrag der Festspiele und anlässlich des 150. Geburtstags des Richard Wagner-Sohns auf die Bühne bringen. Im früheren Kino,1927 erbaut, das Siegfried Wagner wahrscheinlich selbst hin und wieder besucht hat.

Ein kleiner Vorgeschmack im Video:

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Der Komponist, Regisseur und Dirigent hat die Festspiele selbst von 1908 bis 1930 geleitet. Das Theaterstück zeigt ihn in zwei wegweisenden Situationen: Am Tag der Deutschen Kriegserklärung 1914 und unmittelbar vor seinem Tod 1930.

Er ergreift das Wort und erklärt sich selbst.

(Feridun Zaimoglu, Autor von „Siegfried“)

„Es geht uns um den Künstler, der sagte: ,Ich diente allein der Kunst.‘ Es geht darum, ihn als autonomen Künstler zu zeigen, der in verschiedenen Zusammenhängen der Zeitgeschichte agiert, als jemand, den der Fortbestand der Kunst umtreibt, als Künstler und Kämpfer“, sagt Autor Feridun Zaimoglu laut einer Mitteilung des Veranstalters. Die Produktionsleitung hat übrigens Katharina Wagner übernommen.

Das Stück dauert zwei Stunden und wird am Dienstagabend, um 20 Uhr, im Reichshof uraufgeführt. Gezeigt wird es außerdem am 15., 19. und 21. August. Die Abendkasse ist jeweils ab 19 Uhr geöffnet. Ab 19:15 Uhr findet im Foyer der Kulturbühne Reichshof jeweils eine kurze Werkseinführung statt.

„Werner“ gesucht: Fichtelgebirge castet Hauptdarsteller für Imagefilm

Ein bisschen Zeit, ein bisschen Humor, Liebe zum Fichtelgebirge und wenn möglich einen kleinen Bierbauch – diese Eigenschaften muss „Werner“ haben. Gesucht wird „Werner“ vom Landratsamt Wunsiedel als Hauptdarsteller für einen Imagefilm der Kampagne Freiraum für Macher über das Fichtelgebirge.

Was „Werner“ noch mitbringen muss?

Er darf und sollte ein fröhlicher, sympathischer Lebemann sein, mit oder ohne Bierbäuchlein. Wenn er noch alle Haare auf dem Kopf hat, ist das schön; es ist aber nicht zwingend nötig, um sich zu bewerben. Zwingend nötig ist dagegen ein Dialekt, der dem Fichtelgebirge eindeutig zuzuordnen ist. Diese Fähigkeit ist uns wirklich sehr wichtig, denn „Werner“ wird auch ein paar Sätze vor der Kamera sprechen dürfen. Wenn er ein bisschen schauspielerisches Talent mitbringt, freuen wir uns, sind aber auch bereit, es beim Dreh gemeinsam mit „Werner“ zu erarbeiten. Und sicher auch noch wichtig: „Werner“ wird für seinen Einsatz für das Fichtelgebirge natürlich eine angemessene Gage erhalten.

(Katharina Hupfer aus dem Freiraum-für-Macher-Team)

In den kommenden zwei Monaten soll gedreht werden. Der Film soll über Social Media und im Kino für die Region werben.

Wer also zwischen 35 und 55 Jahre alt ist und sich in der oben genannten Beschreibung wiederfindet, sollte schnell sein und sich mit einem Bild und einer Tonprobe per E-Mail an info@freiraumfuermacher.de bewerben.

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Siebenstern: Der Fichtelgebirgskrimi sucht Komparsen

Das Fichtelgebirge bekommt eine eigene Serie! Und das Beste daran: Es werden noch Komparsen aus der Bevölkerung gesucht! Ende Herbst soll die erste Staffel „Siebenstern – ein Fichtelgebirgskrimi“ in ausgewählten Kinos und auf Amazon Video anlaufen. Im Video über dem Text spricht Regisseur Michael von Hohenberg über das geplante Filmprojekt. 

Hier packt jeder mit an

Foto: Susanne Jagodzik

Bevor Mitte August die Dreharbeiten beginnen, müssen allerdings erst Filmkulissen entstehen. Dafür wurden in den Räumlichkeiten des Movie Office die Filmkulissen für die Polizeistation gebaut. Da es sich um eine Low Budget-Produktion handelt, packt der Regisseur Michael von Hohenberg selbst mit an.

Foto: Susanne Jagodzik

Tatort-Schauspieler und eine Bayreutherin

Auch die Schauspieler, die für die erste Staffeln angefragt wurden, arbeiten unentgeltlich. Trotzdem kann Michael von Hohenberg auf namenhafte Schauspieler setzen. Dazu zählen unter anderem Giovanni Arvaneh, der Ex-Marienhof-Star, und Andreas Leopold Schadt, vielen als Kriminalkommissar Fleischer aus dem Frankentatort bekannt.

Foto: Karolina Parot

Außerdem ist auch eine Bayreutherin vertreten. Nadine Badewitz, Moderatorin und Schauspielerin, soll dem Fichtelgebirgskrimi Bayreuther Charme verleihen.

Ein Krimi für ganz Franken

Michael von Hohenberg möchte Drehorte in ganz Oberfranken abdecken und auch möglichst viele Komparsen beschäftigen.

Ziel ist es eine kleine Krimifamilie zu werden. Jeder soll sich angesprochen fühlen und ein Teil des Ganzen sein.

(Michael von Hohenberg)

Komparsen-Casting

Für die erste Comedy-Polizeiserie werden immer noch Komparsen gesucht. Dazu können sich Interessierte beim Casting am 1. August von 16 bis 20 Uhr auf der Sommerlounge in Rehau, am Stand der Filmregion Fichtelgebirge, bewerben. Wer es nicht dorthin schafft, kann auch eine Email mit aktuellen Fotos und Kontaktdaten an komparsen@fichtelgebirgskrimi.de schicken.

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Damit sich das Projekt auszahlt und eine zweite Staffel geplant werden kann, werden 20.000 Zuschauer benötigt. Dann erst könne man zumindest einen geringen Lohn an alle Mitwirkenden auszahlen, so Michael von Hohenberg.

„Kino für alle Sinne“ – 4DX kommt nach Bayreuth

Das Cineplex rüstet auf. Mit 4DX-Kino will es künftig ein „Kinoerlebnis für alle Sinne“ bieten. Was das bedeutet? Ein Wagen fährt über eine holprige Straße und schüttelt das Publikum auf ihren Sitzen ordentlich durch. Ein Protagonist bekommt Wasser ins Gesicht gesprüht und auch die Leute im Saal werden nassgespritzt. Gerüche strömen aus. 4DX bietet ein Kinoerlebnis, das alle Sinne ansprechen soll. Im Juli kommt es nach Bayreuth. Über dem Text sehen Sie ein Werbe-Video dafür. 

Das ist 4DX

Mithilfe von beweglichen Sitzen sollen Filme zum Leben erweckt werden. Die Kinosessel können sich frei bewegen. Unter anderem heben sich die Sitze, kippen in alle Richtungen und verströmen Düfte. Geräte an der Decke sorgen für Schnee oder einen Sturm im Saal. Andere Effekte wie Regen, Nebel oder Qualm kommen aus der Nähe der Leinwand. Aufgrund der unruhigen Sitze sind keine heißen Getränke erlaubt, „die Effekte können unerwartet eintreten und von intensiver Wirkung sein“. Seit dem Debüt des Konzepts, 2009, haben auf der Welt über 95 Millionen Besucher 4DX-Filme gesehen.

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Preise

Für Vorführungen müssen Kinobesucher einen Aufpreis hinnehmen. Laut Website des Cineplex Bayreuth kostet ein normales 4DX-Ticket 14,50 Euro und damit sechs Euro mehr als ein in Sachen Beinfreiheit und Komfort vergleichbarer Logen-Sitz in einem gewöhnlichen Kino-Saal.

Das 4DX-Konzept feiert in Bayreuth im Juli Premiere. Mit Action-Streifen wie Spider Man: Far From Home wird das neue Kinoerlebnis offiziell eingeweiht. Jedoch können Kinobesucher auch in den Tagen zuvor schon in anderen Vorstellungen im Rahmen eines „Soft Starts“ auf den Sesseln Platz nehmen.