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Bauen und Wohnen

Nachhaltiger heizen in den eigenen vier Wänden – umweltschonend durch den Winter

Das Thema Nachhaltigkeit ist aktuell wichtiger denn je. Zu einer Zeit, in der das Bewusstsein für die Relevanz eines nachhaltigen Lebensstiles stetig steigt, machen sich auch mehr Verbraucher Gedanken um ihre Heizlösungen.

Vor allem Eigenheimbesitzer haben viele Möglichkeiten, an dieser Stelle etwas zu verändern. Aber auch Mieter können durch bestimmte Stellschrauben ihre Wohnräume klimaschonender warmhalten. Nicht nur die Umwelt profitiert von energiesparendem Heizen: Auch der Geldbeutel wird es Ihnen danken. Heizenergie zu sparen ist eine gute Möglichkeit, um sich vor steigenden Lebenshaltungskosten zu schützen. Im Folgenden haben wir einige Tipps zusammengestellt, die dabei helfen sollen, künftig ökologischer durch den Winter zu kommen.

Verwendung erneuerbarer Energien

Der Energiesektor insgesamt hat einen großen Einfluss auf das Klima. Dabei sind die Privathaushalte keinesfalls zu vernachlässigen: Ein Drittel der Heizenergie in Deutschland geht auf diese zurück. Umso wichtiger ist es, auch und gerade dort den Energieverbrauch zu beeinflussen, wo man selbst etwas in der Hand hat. Dies beginnt bei der Entscheidung für ein Heizsystem, welches mit nachhaltigen Energien betrieben werden kann. Folgende Methoden stehen dabei zur Verfügung:

  • Solarheizungen: Diese wandelt Sonnenenergie in Heizwärme um. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei der Photovoltaik – nur dass das Sonnenlicht eben in Form von Wärme, nicht in Form von Strom gespeichert wird. Große Kollektoren werden dazu genutzt, um einen Wasserspeicher aufzuwärmen, um damit ganz oder teilweise das Haus zu heizen.
  • Wärmepumpen: Luft-Wasser-Wärmepumpen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das liegt sicherlich zu einem nicht unerheblichen Teil daran, dass sie als kostengünstig in der Wartung, umweltfreundlich und effizient gelten. Das Prinzip der Wärmepumpe funktioniert so, dass Energie aus der umliegenden Luft, der Erde oder dem Grundwasser genutzt wird, um Wärme zu erzeugen. Für den Prozess der Umwandlung wird elektrischer Strom genutzt. Da die Umgebungsenergie – ähnlich wie Sonnenlicht – ständig und kostenfrei zur Verfügung steht, handelt es sich um einen unbegrenzten und nachhaltigen Rohstoff.
  • Holzheizungen: Auch Holz handelt sich um einen Rohstoff, der immer neu nachwächst. Aus diesem Grund gibt es auch immer mehr Menschen, die sich für Scheitholz- oder Pelletheizungen entscheiden. Manchmal wird dabei kritisiert, dass viel Feinstaub bei der Verbrennung von Holz ausgestoßen wird. Mittlerweile gibt es jedoch auch modernste Filtertechniken, die die Asche zu Dünger weiterverwerten können.

Heiztipps für den Alltag

Nicht nur die Art und Weise, in der Heizenergie erzeugt wird, spielt bei einem nachhaltigen Lebensstil eine wichtige Rolle. Es geht auch darum, möglichst wenig Energie zu verschwenden. Um dies zu gewährleisten, gibt es verschiedene Dinge, die man im Alltag tun kann – egal ob man in der eigenen Immobilie oder in einer Mietwohnung lebt.

Passen Sie die Raumtemperatur an

Jedes Grad, auf das weniger geheizt wurde, spart Energie. Umso wichtiger ist es, sich gut zu überlegen, wie warm es in der Wohnung sein muss. Unter 15 Grad sollte man die Temperatur nicht abfallen lassen – hier besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Doch 18 oder 19 Grad sind bisweilen ausreichend – hier gibt es verschiedene Richtwerte für unterschiedliche Räume. Dies gilt vor allem, wenn man sich von Anfang an daran gewöhnt. Menschen, die schnell frieren, können sich zusätzlich besonders dick anziehen oder sich eine Wärmflasche machen. Außerdem gibt es spezielle Thermostate, mit denen man einstellen kann, wann wie viel geheizt wird. So macht es Sinn, die Heizung zum Beispiel ein bisschen herunterzudrehen, wenn es Nacht ist oder man nicht tagsüber für die Arbeit aus dem Haus geht.

Vorhänge und Rollläden nutzen

Ein großer Teil der Wärmeenergie geht tatsächlich über die Fenster oder Balkontüren verloren. Aus diesem Grund bringt es einiges, diese Flächen zusätzlich zu isolieren. Das kann man mithilfe von Rollos – idealerweise aus Stoff – machen, die nachts heruntergelassen werden, wenn es besonders kalt ist. Auch lange, schwere Vorhänge machen bereits einen großen Unterschied. Wichtig ist nur, dass diese Vorhänge nicht direkt die Heizkörper verdecken. Auf diese Weise kann sich nämlich die Wärme nicht mehr richtig im Raum verteilen.

Stoßlüften

Regelmäßiger Luftaustausch in Wohnräumen ist wichtig. Dennoch sollte man vor allem im Winter davon absehen, die Fenster über einen längeren Zeitraum angekippt zu lassen. Auf diese Weise gelangt ständig kalte Luft nach drinnen, ohne dass die Luft effektiv ausgetauscht wird. Besser ist es daher, mehrmals pro Tag für einige Minuten stoßzulüften. Dies spart Energie und verhindert eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Am besten öffnet man dabei sämtliche Fenster in der Wohnung oder im Haus, sodass die Luft frei zirkulieren kann. Bereits zehn Minuten sind dabei ausreichend, um einen Effekt zu erzielen. Dabei sollte man allerdings stets die Thermostatventile etwas herunterdrehen.