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Poker – Der Klassiker unter den Gesellschaftsspielen

Bei Poker handelt es sich wohl um das bekannteste Kartenspiel überhaupt. Trotzdem unterscheidet sich sein Ruf wesentlich von dem anderer Spiele. Viele Menschen ordnen das Pokerspiel automatisch der Welt der Glücksspiele zu. Dabei wäre es richtiger, von einem Gesellschaftsspiel zu sprechen. Weshalb diese Einordnung legitim ist und welche Kriterien dafür gelten, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Was zeichnet ein Gesellschaftsspiel aus?

Um verstehen zu können, weshalb Poker als Gesellschaftsspiel bezeichnet werden kann, ist es zunächst notwendig, dem Begriff auf den Grund zu gehen. Diese Spielart ist an den adligen Höfen der Frühen Neuzeit entstanden. Denn es war vor allem der Adel, der Zeit und Muße hatte, sich dem Spiel hinzugeben, welches nicht der Produktivität, sondern nur der Unterhaltung diente. Manche Spiele hatten das Potenzial, zu einem Mittelpunkt der Geselligkeit zu werden. Dies spiegelt sich noch immer in den Kriterien wider, die als typisch für ein Gesellschaftsspiel angesehen werden.

Zusammenhalt fördern

Ein Gesellschaftsspiel ist dazu in der Lage, zu einem gemeinsamen Anziehungspunkt für unterschiedliche Menschen zu werden. Ganz deutlich zeigt sich dies bei der Idee des Spieleabends. Hier werden keine besonderen Gesprächsthemen benötigt, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Stattdessen steht das Spiel selbst im Mittelpunkt als ein verbindendes Element. Besonders hervorzuheben wäre in diesem Zusammenhang das neue Bayreuther Brettspiel. Ein Quiz-Wissensspiel für die ganze Familie.

Soziale Kompetenzen trainieren

Ein Gesellschaftsspiel macht es zudem möglich, verschiedene soziale Kompetenzen zu schulen. Dazu zählen zum Beispiel die Akzeptanz und der Umgang mit Regeln, in diesem Fall von Spielregeln. Auch ein gesunder Umgang mit den Emotionen in Anbetracht von Sieg und Niederlage kann durch das Spiel erlernt und geschult werden. Im Übrigen ist dies nicht nur für Kinder in ihrer Entwicklung bedeutsam, sondern trifft in ähnlicher Weise auch auf Erwachsene zu.

Generationen verbinden

Da es ein Gesellschaftsspiel schafft, unterschiedliche Menschen an einem Tisch zu versammeln und sie zu beschäftigen, kann es auch Generationen verbinden. Wichtig erscheinen hier vor allem die Klassiker der Spielwelt, die bei unterschiedlichen Altersklassen gleichermaßen beliebt sind. Auch diese Qualität gehört zu einem guten Gesellschaftsspiel.

Privates Pokern als Gesellschaftsspiel

Sieht man sich die oben genannten Kriterien genauer an, so fällt schnell auf, an welchen Stellen Poker die Definition des Gesellschaftsspiels erfüllt. Natürlich handelt es sich um eine Beschäftigung, welche Menschen miteinander verbinden kann. In einem Casino treffen sich schließlich völlig Fremde, welche durch das Spiel in Kontakt kommen. Im privaten Bereich stellt Poker als beliebte Aktivität unter Freunden diese Qualität noch deutlicher unter Beweis.

Gleichermaßen ist das Training gewisser Kompetenzen beim Pokerspiel ausgeprägt. Der Klassiker lebt schließlich davon, dass die Spieler zu einem gesunden Umgang mit Erfolg und Misserfolg finden. Ein Beispiel: Wer eine besonders gute Pokerhand erhält, kann diese nur dann erfolgreich ausspielen, wenn die Freude darüber nicht direkt nach außen getragen wird. Ansonsten dürften die Mitspieler skeptisch werden und früh aus der Runde aussteigen. Auch die Kontrolle negativer Emotionen im Falle eines schlechten Blattes zeichnet erfolgreiche Spieler aus. Ist ihnen die Enttäuschung nicht anzusehen, haben sie beim Poker selbst mit schlechteren Karten noch die Chance auf einen Gewinn.

Durch seinen Status als echter Klassiker ist Poker natürlich dazu in der Lage, mehrere Generationen zu verbinden. Denn vielen Menschen sind die Regeln bestens bekannt, nach denen am Tisch gespielt wird. Auf diese Weise bleibt die Begeisterung für das Spiel nicht auf eine bestimmte Altersklasse beschränkt. Auch bei den dritten Kriterien für ein Gesellschaftsspiel kann somit ein Haken gemacht werden. Allerdings gilt dies zunächst nur für den privaten Bereich. Denn natürlich verschiebt sich der Fokus der Spieler, sobald echte Einsätze auf dem Tisch liegen.

Platz für stetige Verbesserung

Dass Poker nicht in erster Linie als ein Glücksspiel gedacht werden muss, wird an den vielen Einflussfaktoren auf den Gewinn deutlich. Im Gegensatz zum Roulette oder gar Spielautomaten haben Können und Taktik eines Spielers einen erheblichen Einfluss. Aus dem Grund ist es in jedem Kontext des Pokerspiels wichtig, die Materie zunächst einmal zu beherrschen.

Wer Poker spielen lernen möchte, sollte sich zunächst einmal mit den Abläufen während der Spielrunde vertraut machen. Ein weiteres Herzstück des Spiels sind die unterschiedlichen Gewinnkonstellationen der Karten. Kann ich mit einer Straße mein Gegenüber schlagen oder würde ihm ein Flush die Oberhand geben? Nur wer gut genug mit den Regeln vertraut ist, der wird dazu in der Lage sein, am Tisch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Eine weitere wichtige Säule neben der Kenntnis der Regeln ist natürlich die Erfahrung am Spieltisch. Insbesondere das richtige Verhalten, die Kontrolle der Emotionen und der Affekte sind entscheidend, um eine Pokerhand erfolgreich auszuspielen und am Ende womöglich als Sieger vom Tisch zu gehen. Am Ende des Tages geht deshalb nichts über die praktische Erfahrung, die im Poker-Kontext gesammelt werden konnte.

Weitere Formen des Pokerspiels

Beim Poker müssen nicht nur die verschiedenen Spielarten unterschieden werden, die der Klassiker im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat. Da dieser Artikel den Fokus auf die Wahrnehmung von Poker als Gesellschaftsspiel legt, steht natürlich der private Kontext im Vordergrund. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Poker hingegen eng mit den Casinos verknüpft und zahlreiche Spieler gehen ihrer Leidenschaft beim Online-Poker nach. Dann müssen die Kriterien für ein Gesellschaftsspiel neu überprüft werden.