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Saisonales Marketing: So können Bayreuther Betriebe ihre Saison digital verlängern
Gerade Bayreuth folgt dem Takt seiner Jahreszeiten, in denen Festspiele, Brauereifeste und Christkindlesmarkt natürlich die großen Akzente setzen.
Aber auch der Alltag vieler Betriebe verläuft in Wellen: Biergärten, Eisdielen, Gärtnereien und saisonabhängiger Facheinzelhandel erwirtschaften einen Großteil ihres Umsatzes in einem vergleichsweise kleinen Zeitfenster. Doch ob Event oder Saisongeschäft, die Muster sind ähnlich: Auf die zeitweise verdichtete Nachfrage folgt ein abrupter Kontaktabbruch – und die Kundschaft bleibt meistens anonym. Indem man diese flüchtigen Kontakte digital sichert, kann man kurzfristige Spitzen in dauerhafte Kundenbeziehungen verwandeln und erreicht über die Saison hinaus einen echten Wettbewerbsvorteil.
Zu bestimmten Anlässen läuft der hiesige Wirtschaftsmotor unter Vollgas
Der Bayreuther Kalender kennt feste Umsatzspitzen. Das Maisel’s Weissbierfest eröffnet im Mai die warme Saison, Anfang Juli folgt das Bürgerfest, ehe die Festspiele rund 60.000 internationale Gäste in die Stadt bringen.
Zum Jahresende wiederum trägt der Christkindlesmarkt das Weihnachtsgeschäft von Handel und Handwerk. Doch nicht nur diese Großveranstaltungen hoffen auf gutes Wetter und ein konsumfreudiges Publikum: Auch Biergärten, Eisdielen, Gärtnereien sowie Hotellerie und Gastronomie verzeichnen gerade in den Fest(spiel)wochen weit überdurchschnittliche Auslastungen. Und sogar der thematisch damit komplett unverbundene Einzelhandel registriert in diesen Zeiten höhere Umsätze. Die Kehrseite für alle: Nach jeder Spitze bricht die Frequenz schlagartig ein.
Digital machts möglich: Laufkundschaft wird zu festen Kontakten
Natürlich ist es ein Anliegen aller Beteiligten, die Besucherströme nicht anonym vorbeifließen zu lassen, sondern in echte Stammkunden zu verwandeln – die im Idealfall nicht erst zum nächsten festlichen Anlass wiederkommen. Genau zu diesem Zweck kann man eine maßgeschneiderte Landing-Page erstellen. Dabei handelt es sich um eine fokussierte Aktionsseite mit einem klaren, zeitlich begrenzten Angebot und einem schlanken Erfassungsformular.
Vorteil dabei? Statt auf überfrachtete Standard-Webseiten zu leiten, fixiert eine solche Seite die Aufmerksamkeit der Gäste genau im entscheidenden Moment. Der Mehrwert ist dabei exakt auf den Anlass abgestimmt: Ein Gastronom an der Maximilianstraße koordiniert exklusive Festspiel-Menüs oder Plätze fürs Public-Viewing des Länderspiels, eine regionale Brauerei wiederum verlost VIP-Tickets fürs Weissbierfest.
Kundenansprache per Autopilot? Unbedingt!
Ein gewonnener Kontakt entfaltet seinen Wert allerdings erst nach dem Ausfüllen des Formulars. Ab jetzt übernimmt eine E-Mail Marketing Automation die weitere Ansprache, ohne das ohnehin meist knappe Personal zusätzlich zu belasten. Vom Grundprinzip her spielt es dabei keine Rolle, ob man gerade die Bude des Christkindlesmarktes abgebaut hat oder die Eisdiele zum Saisonende in die Winterruhe schickt: Sobald der Ansturm vorbei ist, sollten die Kunden weiterhin betreut werden. Das kostet Zeit und Mühe – oder man setzt auf einen automatisierten Prozess.
Hier braucht es lediglich eine einmalige Vordefinition, schon kommen Dankesschreiben, passende Empfehlungen oder saisonale Gutscheine verlässlich bei Kundinnen und Kunden an. Bewährt hat sich dafür eine Kette aus drei Phasen, die sich vom Grundprinzip her auf jeden Anlass und jede Hochsaison übertragen lässt:
- Bereits einige Wochen vor dem erwarteten Andrang wecken Teaser und frühzeitige Angebote das Interesse und erreichen Öffnungsraten von 35 bis 50 Prozent.
- Während der Stoßzeit selbst sorgen kurzfristige Erinnerungen, tagesaktuelle Hinweise oder wetterabhängige Flash-Deals für Aufmerksamkeit direkt auf dem Smartphone.
- Relevant ist jedoch die Phase danach: Kurz nach dem Besuch verschickt das System automatisch ein Dankeschön samt knapper Feedback-Umfrage, wenige Tage später folgt ein Anreiz zur Wiederkehr oder ein Treuebonus für den hauseigenen Online-Shop.
Wenn alles gut läuft, wird der einmalige Kontakt so zur wiederkehrenden Kundschaft.
Gerade in der Hochsaison ist Effizienz kein Luxus
Klingt nach netter Kür? Tatsächlich ist ein strategisches Vorgehen wie das beschriebene auch für das oberfränkische Gewerbe längst wirtschaftliche Notwendigkeit. Denn wer die Stoßzeiten allein mit zusätzlichem Personal abfedern will, stößt an harte Grenzen: In Oberfranken bleibt bereits ein Drittel aller ausgeschriebenen Stellen bekanntlich längerfristig unbesetzt. Ausgerechnet die Branchen, die vom saisonalen Geschäft leben, trifft es dabei am härtesten. In Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel fehlten 2022 bereits etwa 21.300 Fachkräfte. Laut IHK für Oberfranken wird sich diese Lücke in naher Zukunft wohl noch deutlich vergrößern.
Vor diesem Hintergrund lässt sich der Aufwand einer intensiven Kundenpflege parallel zum Tagesgeschäft kaum noch stemmen. Wie wichtig effiziente Prozesse für kleine Bayreuther Betriebe sind, zeigt sich genau dann, wenn Lead-Erfassung, Terminbuchung und E-Mail-Versand automatisiert im Hintergrund ablaufen, statt Personal zu binden. Die Rechnung geht auf: Laut Bitkom research nennen 76 Prozent der Unternehmen die Zeitersparnis als größten Vorteil dieser Digitalisierung. Die so gewonnene Zeit fließt dann zumeist dorthin, wo sie den größten Unterschied macht: In den direkten Service am Gast und an der Verkaufstheke.
So wachsen Oberfrankens digitale Wurzeln
Am Ende steht eine denkbar einfache Rechnung. Die saisonalen Höhepunkte, angefangen von den Festspielen, die derzeit noch bis zum 26. August den Grünen Hügel füllen, bis zum Christkindlesmarkt im Advent, werden auch künftig für belebte Innenstädte und ausgebuchte Betriebe sorgen. Ob dieser Ansturm ein kurzes Strohfeuer bleibt oder sich in dauerhafte Kundenbeziehungen übersetzt, entscheidet sich jedoch zunehmend an der digitalen Infrastruktur im jeweiligen Betrieb.
Wer die anonyme Laufkundschaft eines einzigen Festwochenendes in einen gepflegten Verteiler überführt, macht sich ein Stück weit unabhängig vom Wetter, von der Konjunktur und vom nächsten Großereignis. Auf diese Weise wird aus einem Umsatz, der zuvor zusammen mit dem letzten Gast die Stadt verließ, ein nachhaltig tragender Kontakt. Gerade für inhabergeführte Betriebe, die den demografischen Wandel im Tagesgeschäft unmittelbar spüren, ist das weit mehr als eine technische Spielerei. Im Gegenteil ist es sogar die Voraussetzung, um das gewohnte Serviceniveau trotz knapper Personaldecke und Fachkräftemangel überhaupt halten zu können.
Die dahinterstehende Technik ist absolut erschwinglich und auch ohne eigene IT-Abteilung beherrschbar. Landing-Page, automatisierte E-Mail-Kette und Auswertung der Ergebnisse lassen sich auf einer einzigen Plattform abbilden und innerhalb weniger Stunden einrichten. Wer klein anfängt, etwa mit einer einzelnen saisonalen Kampagne zum Christkindlesmarkt oder zur Biergarten-Eröffnung, sammelt schnell praktische Erfahrung und kann den Umfang schrittweise ausbauen. Entscheidend ist weniger das Budget als die Bereitschaft, den ersten Kontakt eines Gastes nicht länger dem Zufall zu überlassen.
Denn gerade in einer Region, in der persönliche Empfehlungen und gewachsene Stammkundschaft seit jeher das Rückgrat des lokalen Handels bilden, ergänzt die digitale Kontaktpflege genau das, was inhabergeführte Betriebe ohnehin auszeichnet: Nähe, Verlässlichkeit und ein gutes Gespür für die eigene Kundschaft. Regionale Verwurzelung und digitale Reichweite sind also keine Antipoden. Vielmehr bilden sie einen gemeinsamen Hebel, mit dem oberfränkische Unternehmen ihre Identität bewahren können und gleichzeitig zukunftsfähig werden.












Das Bayreuther Festspielhaus. Foto: bt-Redaktion
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