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Strom

Strom wird immer teurer – so lässt sich beim Verbrauch sparen

Neuerungen sind oft spannend und bringen viel Innovation mit sich. Es geht allerdings auch anders, denn so sorgen neue Stromtarife meist für Erschrecken bei den Verbrauchern. Die Versorgung mit Energie ist auf dem besten Weg zu einem Luxusgut zu werden und daher ist es umso wichtiger, dass Sie den Energieverbrauch so gering wie möglich halten, ohne dabei auf Ihren Lebensstandard zu verzichten.

Das Problem besteht darin, dass in der modernen Gesellschaft für fast alle Aktivitäten Strom benötigt wird. Sei es Musik zu hören, Games zu zocken, neue Online Casinos anzuspielen oder aber auch nur mit einem guten Freund zu telefonieren. Wenn aber die Energie zu teuer wird, dann heißt es Licht aus und Kerzen an. Das wäre eine Möglichkeit, es gibt aber weit weniger drastische Maßnahmen, mit denen Sie direkt beim Verbrauch sparen können. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Den steigenden Energiekosten mit einer Verbrauchssenkung entgegentreten

Die Diskussionen in Deutschland sind laut geworden. Die Kosten für Energie steigen rapide an, viele Menschen haben Sorge und wissen nicht, wie Sie für Strom und Heizkosten noch aufkommen sollen. Und selbst wenn das Budget ausreicht, ist es schmerzhaft, horrende Summen für Strom zu bezahlen. In der Bevölkerung nimmt das Interesse am Energiesparen zu, immer wieder finden Challenges zur Optimierung der CO2-Bilanz statt. Was aber können Sie tun, um direkt vor Ort, in Ihrem zu Hause Energie zu sparen, die sich auf der Stromrechnung auch tatsächlich bemerkbar macht?

Investition in Küchengeräte mit besserer Energieeffizienz

Eigentlich ist es wünschenswert, wenn Kühlschrank, Herd und Wäschetrockner auch nach 15 Jahren noch reibungslos funktionieren. Eine Neuanschaffung kostet Geld und ist nicht immer im Budget vorgesehen. Langfristig kann der Wechsel auf moderne, energieeffiziente Geräte aber günstiger sein als die Nutzung der Altgeräte. Ein energieeffizienter Kühlschrank ist in der Lage, pro Jahr bis zu 70 Euro einzusparen. Bei einem Kaufpreis von rund 400 – 500 Euro wäre die Preisersparnis bereits nach dem sechsten Jahr eindeutig bemerkbar.

Wenn Sie bereits über einen leistungsfähigen und energieeffizienten Kühlschrank verfügen, sollten Sie hin und wieder den Kühlschrank und das Eisfach abtauen. Je mehr Eis sich im Laufe der Zeit gebildet hat, desto mehr muss der Kühlschrank leisten, um das Gefrier- und Kühlgut kalt zu halten. Haben Sie das Eis entfernt, reduziert sich der Verbrauch und das Gerät zieht weniger Strom aus der Steckdose.

Beim Kochen in der Küche sparen

Auch während der Verwendung Ihrer Geräte können Sie sparen, wenn Sie den Verbrauch durch intelligente Nutzung reduzieren. Ein gutes Beispiel ist der Wasserkocher, der schon lange den Kessel auf dem Herd ersetzt hat. Wird er bis zum Rand gefüllt, ist weit mehr Energie nötig, um das Wasser zum Kochen zu bringen. Wird hingegen ausschließlich die benötigte Wassermenge eingefüllt, kocht das Wasser schneller und die Energiebilanz ist deutlich besser.

Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch bei der optimierten Nutzung des Herdes erzielen. Häufig wird der Backofen vorgeheizt, bevor Auflauf, Kuchen und Pizza hineingestellt werden. Es hat sich schon oft gezeigt, dass dieser Prozess reine Energieverschwendung ist. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie den Ofen anschalten, sobald die Pizza hineinkommt. Möglicherweise verlängert sich die Garzeit um eine Minute, doch das ist weniger kostspielig als die Vorheizzeit von einer Viertelstunde.

Wenn Sie die Herdplatten nutzen, sollten Sie sich angewöhnen, mit Restwärme zu kochen. Das Nudelwasser ist aufgekocht, die Spaghetti brauchen noch zwei Minuten? Drehen Sie die Energie bereits runter, die restlichen zwei Minuten kochen Ihre Nudeln mit Restwärme und werden dann problemlos gar. Auf diese Weise können Sie pro Jahr bis zu 50 Euro einsparen.

Geld sparen beim Wäsche waschen

Keine Frage, Wäsche waschen muss jeder und die wenigsten Menschen nutzen dazu heute noch einen Wasserkessel. Die Waschmaschine gehört zur Standardausrüstung im Privathaushalt und auch hier kann es schon bei der Anschaffung zu Fehlern kommen. Das vermeintliche Schnäppchenangebot aus dem Elektrofachmarkt kann sich als wahre Kostenfalle entpuppen, wenn die Energieeffizienz nicht beachtet wird. Auch hier ist die Anschaffung eines modernen und verbrauchsarmen Geräts in fast allen Fällen die bessere Lösung.

Und auch beim Waschen selbst gibt es noch einmal Einsparpotenzial. Es reicht fast immer aus, die Wäsche auf 30 Grad zu waschen, bis auf wenige Ausnahmen. Selbst Handtücher und Unterwäsche können Sie bei maximal 60 Grad waschen, das Kochwäscheprogramm mit 90 Grad ist im normalen Haushalt vollkommen überfällig. Setzen Sie beim Waschen auf Ökoprogramme und verwenden Sie keine Vorwäsche. So können Sie bereits bis zu 60 Euro im Jahr sparen.

Wenn Sie nun noch auf einen energiefressenden Wäschetrockner verzichten und stattdessen einen Wäscheständer nutzen, sparen Sie pro Jahr bis zu 55 Euro. Sollten Sie auf den Trockner nicht verzichten können, nutzen Sie den Modus „bügeltrocken“ und nicht „schranktrocken“. Letzterer dauert meist bis zu einer Stunde länger und hat dann zur Folge, dass die Stromkosten steigen.

Energiesparen bei Multimedia-Geräten

Es ist ganz klar, ein Laptop ist energiesparender als ein Computer. Der Multimedia-Desktop-PC hat einen Energieverbrauch von rund 75 Watt, wobei ein Laptop mit gerade einmal 30 Watt auskommt. Wenn Sie auf den PC nicht verzichten möchten, nutzen Sie so oft es geht den Energiesparmodus und schalten Sie das Gerät bei Nichtnutzung aus. In vielen Haushalten läuft der Computer rund um die Uhr, ein Kostenfresser, der manchmal erst viel zu spät entlarvt wird.

Auch mit dem Smartphone können Sie etwas Geld sparen, wenngleich dieses kaum ins Gewicht fällt. Ein Smartphone, welches Sie alle zwei Tage an der Steckdose aufladen, verbraucht gerade einmal 4,00 € Stromkosten pro Jahr! Wenn Sie jetzt noch auf die Energiesparfunktion setzen, lässt sich die Akkulaufzeit erhöhen und damit der Verbrauch noch weiter senken. Der Vorteil dabei ist nicht nur die Ersparnis, sondern zusätzlich die Schonung Ihres Akkus. Viele Geräte weisen nach ein bis zwei Jahren einen Defekt auf, wenn sie zu viele Ladezyklen hinter sich haben, weil der Akku zu schnell entleert war.

Elektronische Geräte, die gerade nicht in Benutzung sind, sollten Sie auf keinem Fall im Stand-By-Modus belassen. TV, Computer, Laptop, Spielekonsole – es gibt zahlreiche kleine LED-Leuchten, die das Wohnzimmer unter Umständen in der Nacht erhellen können. All diese kleinen Leuchten sind ein Anzeichen für Stromverbrauch.

Tipp: Besorgen Sie sich eine Multisteckdose, an der Sie gleich mehrere Geräte anschließen können. Wichtig ist, dass diese über einen Schalter verfügt, den Sie dann per Knopfdruck ausschalten können. Der kleine Tastendruck kann tatsächlich immenses Einsparpotenzial mitbringen. Bis zu 115 Euro pro Jahr können Sie sparen, wenn Sie zuverlässig darauf achten, Elektronikgeräte auszuschalten.