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Essen und Trinken

Hawaii-Restaurant Naupaka in Bayreuth – diese Idee steckt dahinter

In Bayreuth hat am 1. Mai ein hawaiianisches Restaurant aufgemacht. Naupaka heißt es. Was genau ist Naupaka? Was ist die Idee dahinter? Das bt hat bei den beiden Betreibern nachgefragt und Antworten bekommen.

Die Gastronomie in Bayreuth ist um eine Attraktion reicher. Am 1. Mai 2021 hat in der Ludwigstraße das hawaiianische Restaurant Naupaka geöffnet. Auf der Karte: Bowls mit viel Fisch, Salat und Gemüse und exotischen Soßen. In der Vorwoche hat das bt bereits vorab über die Eröffnung des Naupaka berichtet.

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Naupaka – hawaiianisches Restaurant in Bayreuth hat neu eröffnet

Es ist ein Montagvormittag, als mich die Neugier in die offene Tür des Naupaka in der Ludwigstraße führt. Direkt auf der anderen Straßenseite nimmt das Friedrichsforum eher langsam Konturen an. Drinnen sitzt ein junger Mann an einem Tisch und nimmt eine eilige Brotzeit zu sich.

Ich stelle mich als Journalist vom Bayreuther Tagblatt vor. Sofort springt der Mann auf und kommt mir flott entgegen. „Ich bin Benedikt Döring. Komm ruhig rein. Wir haben heute unseren Ruhetag und Zeit für dich“, heißt er mich freundlich willkommen. Ich folge der Aufforderung gerne. Als erstes fällt mir das Holzinterieur in hellen, freundlichen Farben auf. „Die letzten Monate haben wir hier viel gewerkelt. Pünktlich zum 1. Mai sind wir fertig geworden. Seitdem haben wir schon ganz gut Poke verkauft.“

Poke-Bowl: Im Naupaka in Bayreuth gibt es das hawaiianische Nationalgericht

Mit „Wir“ meint er sich und seinen Geschäftspartner Philip Diller. Der kommt gerade aus der Küche dazu, neugierig zu erfahren, mit wem Döring spricht. Er stellt sich vor. „Wir haben zwar heute unseren Ruhetag, aber gut zu tun haben wir dennoch. Bestellungen ordern und das Büro organisieren vor allem. „Bisher haben wir ca. 100 bis 150 Bowls täglich verkauft. Kalkuliert haben wir für den Anfang mal mit 50 pro Tag“. Aktuell gingen die täglich gekauften Lebensmittel fast jeden Tag vollständig zu Neige, so Diller.

Auch zu Hause ist Fisch in der Sommerzeit immer eine gute Option für den Speiseplan.

Was Naupaka ist, will ich wissen. Und Poke, von der Döring gesprochen hat. „Poke ist eine Art Fischsalat. Auf Hawaii ist das quasi Nationalgericht. Auf den Inseln des hawaiianischen Archipels treffen sich kulinarische Einflüsse der amerikanischen Westküste und Japans. Naupaka selbst ist eine Pflanze, die vor allem auf Hawaii wächst“, erklärt Döring. „Das Essen aus Hawaii schmeckt uns selbst richtig gut. Und gesund ist es auch. Reis und Salat ist überall drin. Dazu kommt frisches Gemüse wie Karotte, Gurke oder Frühlingszwiebeln. Edamame und Mango geben dem ganzen die exotische Note.“

Idee für das Restaurant Naupaka kommt vom Kommilitonen

Weitere Inspiration zu der Küche sei von einem Kommilitonen gekommen, wie die beiden Geschäftspartner sagen. Der habe einen Teil seines Studiums auf Hawaii verbracht. „Wir waren hin und weg von seinen Erzählungen. Und irgendwann ist daraus die Geschäftsidee des Naupaka entstanden. Das ist etwas, was es so noch nicht gibt.“

Poke-Bowles zum Mitnehmen in Bayreuth

Die Poke-Bowl können sich die Kunden im Naupaka nach dem Baukastenprinzip selbst zusammenstellen. Ihre Bestellung geben sie direkt an der Theke auf. Zumeist nimmt Döring sie dort entgegen. „Ich bin für das Essen zuständig. Philip dagegen wuppt das Kaufmännische“, erklärt er über die Aufgabenverteilung.

Das Naupaka bietet zwar Sitzplätze im Inneren, der Fokus liegt dennoch auf Take-away-Speisen. „Deshalb haben wir uns trotz der Pandemie getraut, aufzumachen. Ein Lieferservice wäre dann als nächster Schritt denkbar“, erklärt Diller. Andere Gastronomen in Bayreuth hadern mit der Öffnungspolitik und reagieren teilweise emotional.

Die Betreiber des Naupaka sind noch Studenten

„Also offiziell sind wir beide noch Studenten hier in Bayreuth. Wir befinden uns allerdings im Urlaubssemester“, antwortet Diller. „Ich mache gerade meinen BWL-Master, Benedikt studiert Internationale Wirtschaft und Entwicklung. Seit Anfang des Jahres haben wir die Räume hier gepachtet. Wenn es aus irgendwelchen Gründen mit dem Naupaka nicht klappen sollte, dann studieren wir eben weiter.“

In den ersten beiden Wochen sind die Poke-Bowls des Naupaka in Bayreuth auf große Neugier gestoßen. Döring erklärt: „Wir kaufen jeden Tag frisch ein. Fisch und Gemüse – alles hier direkt aus Bayreuth vor Ort. Wenn sich das Konzept bewähren sollte, dann schmeißen wir unser Studium. Wir machen das Naupaka mit voller Überzeugung. Wenn unsere Kunden es annehmen, fragt niemand mehr nach unserer Ausbildung.“

Ein anderes neues Restaurant wird im Sommer ebenfalls in der Innenstadt von Bayreuth eröffnen.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit