bt-Filmkritik: “Angel has fallen”

Donnerstag ist Kino-Tag! Dann sieht sich bt-Filmkritiker Alex Bauer zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatts den neusten Film an. Diesmal lief “Angel has fallen”.


Darum geht’s:


Das sagt Christopher Heinrich:


Die Meinung von Lisa Will:


bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

bt- Filmkritiker Alex Bauer.

Action-Filme. Oft schlecht. Nie spannende Geschichten. Hauptsache, es knallt ordentlich. Und dann vergisst man das Gesehene auch wieder ganz schnell.

“Angel has fallen” ist so ein Film. Mittlerweile zum dritten Mal darf Gerald Butler nun den US-Präsidenten beschützen. Und das macht er auch. Doch statt gefeiert zu werden, wird er beschuldet, für den Anschlag verantwortlich zu sein. Was folgt, ist ein halb gares Katz-und-Maus-Spiel, viel Action, viele platte Dialoge, viele schlechte Nebendarsteller und der Wunsch, dass der Käse schnell vorbeigeht. Doch leider dauert der Film anstrengende zwei Stunden.

Aber der Reihe nach: Nebenfiguren wie Agentin Dingsbums (der Name fällt mir jetzt schon 10 Minuten nach Filmende nicht mehr ein), die von Jada Pinkett Smith gespielt wird, wirken alle deplatziert und sind eigentlich nur Kanonenfutter. In Smiths Fall wirkt es dann auch so, als hätten die Macher irgendwann den Plan einer interessanten “Auf der Flucht”-Variante überworfen und sie, naja, entbehrlich für die platte Geschichte wurde.

Einzig Nick Nolte als schräger Waldkauz fällt positiv auf und schafft es, ein bisschen Humor in das ganze Bäng-Boom-Bäng zu bringen. Aber solche Sidekicks kennt man ja mittlerweile aus vielen Actionfilmen, vor allem aus schlechten. Morgan Freeman darf zum dritten Mal einen US-Präsidenten spielen, der der krasse Gegenentwurf zum realen Präsidenten Trump ist. Also: Kein verbaler Kindergarten, kein trauriges Umherhampeln, sondern ein Auftreten und Handeln, wie man sich den “mächtigsten” Präsidenten auf diesem Erdball vorstellt. Wunschdenken vielleicht in Zeiten von irren “Grönland-Kauffantasien”. Über die Action kann man nicht meckern: Schießereien, Explosionen, Verfolgungsjagden, “Angel has fallen” bietet alles auf. Und meistens sieht das auch nicht so schlecht aus. Meistens. Denn bei solchen Hollywood-Blockbustern will man einfach keine schlecht animierten Szenen sehen, die einfach nur billig aussehen und eher an “Sharknado” oder andere Trashfilme erinnern. Achso, die Geschichte: ist egal. Mehr braucht man nicht sagen. Nein wirklich, darüber sollte man nicht zu viel Worte verlieren. Und eigentlich hat man sie auch gleich wieder vergessen. Das einzig Gute an “Angel has fallen” ist, dass es wohl der letzte Film der Reihe ist. Hoffentlich.

1 von 5 Sterne