Captain Marvel

Jeden Donnerstag geht bt-Filmkritiker Alex Bauer mit Lesern des Bayreuther Tagblatts abends ins Kino. Diese Woche waren Tina Angerer und Natascha Schmidt mit dabei. Das Fazit: “Captain Marvel” eignet sich besonders für eingefleischte Fans, da man viele Details und Charaktere aus der Marvel-Welt im Film wieder findet. Aber auch für Neulinge ist es ein tolles Action-Spektakel mit einer Superheldin, die die Männerwelt aufzumischen versteht.

Darum geht’s:

So hat der Film Tina Angerer als “Marvel-Kennerin” gefallen:

So hat der Film Natascha Schmidt als “Nicht-Marvel-Kennerin” gefallen:

Und bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

„Bevor Marvel seine Avengers in ein paar Wochen in das große „Endgame“ schickt, gönnt uns der Comic-Riese noch eine Reise in die Vergangenheit. Gut, es geht zwar nur in die 90er, aber mit denen können die meist jungen Marvel-Fans sicher auch nicht sehr viel anfangen. Mit dem Film schon, denn eins kann man sagen: Marvel hat wieder abgeliefert – und zwar richtig ordentlich. Hier kommt aber schon ein kleines aber. Denn Neulinge im Superhelden-Universum werden definitiv nicht so viel Spaß haben wie eingefleischte Fans.

Für Nichtkenner ist es ein Action-Spektakel mit tollen Szenen, auch in 3D macht das Ganze recht viel Spaß. Die Story um die junge Kriegerin Vers, die nach und nach herausfindet, wer sie wirklich ist und nebenbei natürlich ein paar Heldentaten vollbringt, wird spannend und mit viel Witz erzählt. Und: sie geht nicht in einem Bombast-Effekte-Spektakel unter, sondern hat auch viel Platz für ruhige Momente, in denen man die Protagonistin besser kennenlernen kann.

Die bisherigen Marvel-Filme konnten ja schon immer mit vielen Lachern bei den Dialogen aufwarten – das gelingt auch in „Captain Marvel“ wirklich treffend und ist zwischen den vielen Action-Szenen sehr auflockernd. Das Plus am Film-Spaß werden aber die Fans der Reihe haben. Vollgepackt mit kleinen und großen Details des Marvel-Universums ist der Film auf jeden Fall ein Muss. Schon allein die Szenen mit dem jungen Agent Fury und Vers sind urkomisch und einfach gut inszeniert. Der hat nämlich noch keine Ahnung, dass es sowas wie Superhelden geben könnte und ist sichtlich baff – im Gegensatz zum coolen Agent Fury aus den Avenger-Filmen.

Außerdem dürfen sich Kenner auf ein Wiedersehen mit wirklich vielen Charakteren freuen, die man aus den anderen Filmen kennt. Zu viel möchte man da aber nicht verraten – man muss es gesehen haben. „Captain Marvel“ funktioniert in der Marvel-Welt hervorragend, auch wenn die Geschichte vor Iron Man, Thor, den Avengers und wie sie alle heißen spielt. Und falls es in „Avengers 4: Endgame“ ein Wiedersehen mit der Superheldin geben sollte, kann sich Oberbösewicht Thanos ziemlich warm anziehen, denn eins hat Captain Marvel drauf: Sie kann ordentlich austeilen.“

4 von 5 Sterne