Fighting with my family

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bt-Kinokritiker Alex Bauer hat sich wieder zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatts auf den Weg ins Kino gemacht und den neusten Film bewertet. Mit dabei waren diesmal Julius Kühner und Jean Brik aus Bayreuth.

Darum geht’s:

Das sagt Julius Kühner dazu:

Die Meinung von Jean Brik:

bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

Also okay, man kann darüber streiten, ob es jetzt wirklich einen Spielfilm über das Leben einer Wrestlerin braucht, ist man sonst ja eigentlich Biographien von großen Menschen der Weltgeschichte gewohnt.

Für das Massenpublikum wird “Fighting with my Family” wohl auch nix sein, werden doch viele mit der Wrestlingwelt nicht sehr viel anfangen können. Das ist ein Film für Fans des Sports und vor allem Fans von Paige, der Dame, deren Leben bis zu ihrem großen Durchbruch gezeigt wird.

Überraschenderweise kann man dem Film aber auch eine Chance geben, wenn man mit Wrestling so gar nichts am Hut hat. Klar, es gibt zig Szenen, in denen sich die Kämpfer und Kämpferinnen in sauber choreographierten Shows durch den Ring wirbeln, aber das ist ja nicht alles. Die Geschichte um Paige, ihren Bruder Zac und ihre ziemlich schräge Familie wird nämlich unterhaltsam und mit doch viel Witz erzählt.

Hätte man jetzt auch nicht gedacht. Dass es so ist, liegt wohl auch auch daran dass Stephen Merchant für das Drehbuch und die Regie zuständig war. Wer ihn nicht kennt: das ist der Typ, der zusammen mit Ricky Gervais die Serie “The Office” erfunden hat (die deutsche Adaption heißt übrigens “Stromberg”).

Langweilen wird man sich nur selten, die ein oder andere Länge ist aber dabei. Fällt nicht groß ins Gewicht. Auch der Cast kann überzeugen: Nick Frost macht einfach das, was er immer macht: er spielt eine schräge Rolle. Vince Vaughn darf ebenfalls in gewohnter Weise den ein oder anderen lockeren Spruch als Paiges Trainer vom Stapel lassen. Und Florence Pugh wie auch Jack Lowden als Wrestling-Geschwister spielen ihre Rollen mit viel Herz. So hat es “Fighting with my Family” schon verdient, dass man ihm eine Chance gibt, auch als Nicht-Wrestling-Fan.

3,5 von 5 Sterne