Iron Sky 2: The Coming Race

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Jeden Donnerstagabend geht bt-Filmkritiker Alex Bauer mit Lesern des Bayreuther Tagblatts ins Kino. Diesmal waren Dirk Marky aus Wirsberg und Sarah D. aus Bayreuth mit dabei. Das Fazit: Teil 2 von Iron Sky, “The Coming Race” ist etwas für richtige Trash-Fans. Er wurde von Fans via Crowdfunding mitfinanziert. Wer politisch zart besaitet ist und wenig Humor versteht, sollte besser die Finger davon lassen.

Darum geht’s

So hat Dirk Marky der Film gefallen:

So hat Sarah der Film gefallen:

Und bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

„2012 überraschte ein Crowdfunding-Projekt an den Kinokassen – Iron Sky hieß das. Es handelte von Weltraumnazis, die auf der dunklen Seite des Mondes leben und aufgehalten werden mussten, damit sie nicht schon wieder die Welt zerstören. Klang damals ziemlich trashig, war es auch.

Es war sehr sehr trashig. Aber auch witzig. Und technisch gesehen, hat das Ganze auch wirklich Spaß gemacht, war doch die Weltraum-Action sehenswert. Da konnte man sich bei allen bedanken, die das Projekt mit ihrem Geld unterstützt haben. Sieben Jahre später startet nun mit „The Coming Race“ der zweite Teil in den Kinos – wieder mitfinanziert von den Fans.

Naja, diesmal weiß man aber nicht so recht, ob man denen danken soll, dass sie mit ihrem Geld die Fortsetzung realisiert haben. Denn eigentlich ist der Film echt Müll, also Trash. Mittelmäßiger Trash. Leider. Oder ist das dann wieder gut? Ich weiß nicht. Dabei hat die Idee an sich wirklich viel Potenzial für einen guten, spaßigen Trash-Action-Film geboten. Denn Hallo? Reptiloiden, eine hohle Erde, Dinosaurier, im Trailer ist ein Alien-Hitler auf einem T-Rex geritten. Da geht doch vielen Fans das Herz auf. Mir ja auch irgendwie.

Nach eineinhalb doch kurzweiligen Stunden war ich dann aber doch etwas unzufrieden. Zum einen sieht „The Coming Race“ billiger aus als der erste Teil. Das fängt bei den künstlichen Pflanzen im Dschungel der Hohlwelt an, das geht bei den Pappfelsen weiter und irgendwie haben die Macher auch diesmal die Special-Effects einfach verhunzt. Gut, man weiß ja nicht, ob die das vielleicht auch so wollten, dann hätten sie einen aber nicht im ersten Film „verwöhnen“ dürfen.

Die Story, die eigentlich egal ist, kommt erst nicht in Fahrt, will dann die vergeudete Zeit aufholen, wird noch egaler und endet in völliger Gleichgültigkeit. Ist ja nicht schlimm, muss ja nicht oscarverdächtig sein, aber hey, sie sollte dann wenigstens Spaß machen. Macht sie nicht. Also doch, ungefähr fünf Minuten, wenn die Reptiloiden-Versionen von Hitler, Stalin, Mark Zuckerberg, dem Papst und Margaret Thatcher die Helden der Story in einem epischen Streitwagenrennen (mit Triceratopsen statt Pferden) jagen.

Klar soweit? „Iron Sky – The Coming Race“ kann man sich schon antun, wenn man auf Trash-Filme steht und man seine Erwartungen auf eine tolle Fortsetzung herunterschraubt. Also, sehr weit herunterschraubt.“

2 von 5 Sterne