Jumanji – The next Level – “Hirn aus, Film ab”

Als 2017 nach über 20 Jahren eine neue Version von Jumanji in die Kinos kam, war das ein voller Erfolg. Ob der neue Teil von Jumanji mit den Vorgängern mithalten kann, verraten bt-Filmkritiker Alex Bauer und die bt-Leser Domenic Feulner und Tobias Schif in ihrer Review.

Der Trailer zum Film

Das sagen Domenic Feulner und Tobias Schif zum Film

bt-Filmkritiker Alex Bauer findet

bt- Filmkritiker Alex Bauer.

“Hirn aus, ‘Jumanji – The next Level’ an. 123 Minuten lang. Gleich vorweg: Wer mit dem ersten Teil der neuen Jumanji-Reihe nichts anfangen konnte, sollte einen weiten Bogen um die Fortsetzung machen. Wirklich.

Wer dagegen beim Action-Adventure-Klamauk mit Dwayne Johnson, Jack Black und Co. Spaß hatte, wird auch “The next Level’ mögen. So einfach ist das. Das Positive zu Beginn: die Actionszenen machen sehr viel Spaß, besonders wenn sich Dwayne Johnson durch Unmengen von Gegnern prügelt oder wilde Paviane beziehungsweise durchgedrehte Strauße das Helden-Quartett jagt. Das kann man sich gut ansehen, muss man dabei doch überhaupt nichts denken und kann auch berieseln lassen. Aber ein guter Film kann auch mit einer halbwegs interessant Story punkten. Das klappt bei ‘The next Level’ überhaupt nicht. Dessen Geschichte ist nämlich doch sehr einfallslos.

Die ersten 20 Minuten sind völlig belanglos für den Rest des Films, danach wird es auch nicht besser – und vor allem nicht spannender. Im Endeffekt wird einfach noch einmal Teil 1 aufgewärmt und an andere Orte Jumanjis verfrachtet. War es im ersten Film noch der wilde Dschungel, dürfen sich die vier Helden nun in der Wüste oder in den schneebedeckten Bergen austoben. Wow. Nicht. Ansonsten gibt es das bekannte “Huch, wenn wir sterben, verlieren wir ein Leben.” Tada, jeder stirbt zweimal. Jetzt müssen sie aber glatt aufpassen, nicht zu sterben. Mensch super, Happy End. Und nein, interessanter wird es nicht.

Achso, die Schauspieler der Teenagertruppe sind wieder komplett austauschbar und werden nur gebraucht, um dem Abenteuer in Jumanji irgendeinen Rahmen zu geben. Einzig die beiden älteren Herren Danny Glover und Danny DeVito fallen da irgendwie auf – positiv wohlgemerkt. Darum ist man relativ froh, wenn sie endlich Teil des Konsolenspiels “Jumanji” und zu den vier Helden Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Professor Sheldon Oberon (Jack Black), Franklin Finbar (Kevin Hart) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) werden. Dadurch darf unter anderem Johnson zeigen, wie es wäre, wenn der ziemlich gealterte DeVito in seinem Körper stecken würde.

Macht er gut, ist anfangs auch ganz lustig, blöderweise nervt das Ganze dann doch relativ schnell. Liegt aber vor allem an den platten Dialogen und den schlechten Witzen, die über ein “Haha, du bist alt” nicht hinausgehen. Und so geht es einem eigentlich ständig während der 123 Minuten. Was zu Beginn noch für den einen oder anderen Lacher gut ist, verflacht rasch und nervt. Schade drum.

2 von 5 Sternen