Spider-Man: Far From Home

Jeden Donnerstag macht sich bt-Kinokritiker Alex Bauer zusammen mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatt auf den Weg ins Kino und bewertet den neusten Film. Dieses mal lief Spider-Man: Far From Home.


Darum geht’s:


Das sagt David Stadlbauer:

Die Meinung von Alexander Weiß:


bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

“Spiderman – Far from Home” spielt nach “Avengers – Endgame”, die Welt ist gerettet, Thanos ist besiegt, die Avengers sind weg, Iron Man ist tot, alle verschwundenen Menschen sind wieder da und Spiderman ist immer noch der nette Held aus der Nachbarschaft.

Klar soweit? Gut. Der neue Spiderman lässt es nämlich recht gemütlich angehen. Peter Parker macht einen Klassenausflug nach Europa, inklusive schüchterner Teenyverliebtheit. Peter hat sich nämlich in seine Klassenkameradin MJ verschaut und will ihr todromantisch seine Liebe in Paris beichten. Ein ganz normales Teenagerdasein also, sollte man denken. Doch schon in Venedig läuft nicht alles, wie es sollte. Denn plötzlich greift ein riesiges Wasserwesen die Stadt an.

Der Start für eine irre Europareise über Prag, Berlin und London. Nur nicht nach Paris. Mit von der Partie sind unter anderem Mr. Fury und ein neuer Superheld namens Mysterio, der Spiderman beim Kampf gegen Elementarwesen unterstützt. Und dann kracht es ordentlich. Fast 1,5 Stunden lang. Und das ist auch gut so. Denn was wäre ein Marvel-Film ohne die großen Effekte? Richtig, ziemlich langweilig.

Der zweite Spiderman-Film mit Tom Holland in der Hauptrolle punktet außerdem mit allem, was schon den ersten Film “Homecoming” sehenswert gemacht hat: mit viel Witz, mit einer abwechslungsreichen Story und einem Darsteller, der wirklich in die Rolle von Peter Parker/Spiderman passt.

Dabei fand ich Andrew Garfield jetzt auch nicht so verkehrt. Aber mit der Meinung stehe ich meist alleine da. Der Film kann aber mehr als nur Effekte und Spaß, denn in Peters Leben ist nicht alles super. Der Tod seines Mentors Tony Stark nimmt ihn ganz schön mit und immer wieder zweifelt er an sich, ob er ein ebenso großer Held werden könnte, wie es Stark in Peter gesehen hat. Man bekommt also nicht nur dumpfes Actionlalala, sondern auch etwas mehr Charakter. Das darf ruhig so weitergehen, dann wird man ziemlich schnell die knallbunten Spiderman-Filme mit Toby Maguire vergessen haben.

4 von 5 Sterne