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Freizeit/Tourismus

Touristen strömen in Landkreis Bayreuth: Besucherströme nach Corona-Lockerungen in Oberfranken

Die Anziehungskraft der oberfränkischen Tourismusregionen ist nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen größer denn je. Eine aktuelle Recherche von Oberfranken Offensiv e.V. hat ergeben, dass gerade in den Naturparks wieder Hochbetrieb herrscht. Wandern, Radfahren und Camping sind besonders gefragt – im Frankenwald hat sich ein neuer Trend durchgesetzt.

Nach einer aktuellen Recherche von Oberfranken Offensiv e.V. herrscht in den Naturparks der oberfränkischen Regionen wieder Hochbetrieb. Grund dafür sind die Lockerungen der Corona-Beschränkungen der Bayerischen Staatsregierung.

„Die Menschen wollen raus in die Natur. Gerade am Ochsenkopf und am Fichtelsee sind die Parkplätze voll“, so Falk Thriemer von der Tourismuszentrale Fichtelgebirge.

Nach den Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wollen sich die Leute nach Angaben von Oberfranken Offensiv e.V. wieder frei bewegen können. Ins Fichtelgebirge kommen die Gäste aktuell primär aus Nordbayern und Sachsen, teilt der Verein mit. Auch viele Oberfranken ziehe es in das Mittelgebirge. Die Fahrradverleihe seien wieder geöffnet, weshalb auf den Mountainbike-Trails und den Radwegen viel los sei.

Frankenwald: Legales „Wild-Campen“ ist der Renner

Der Trend hin zum Urlaub in der freien Wildnis ist nach Angaben des Vereins auch im Frankenwald zu spüren. Markus Franz, Leiter des Frankenwald Tourismus Service Center: „Statt Sand und Bettenburgen wollen die Leute Wald und Wiesen.“ Die Belegung der drei Trekking-Plätze ist ein deutliches Indiz dafür: Für Juni und Juli seien bereits 200 Buchungen eingegangen. Beim Trekking übernachtet man in einem Zelt mitten in der Natur. Auf ihrer Parzelle gibt es zudem eine Feuerstelle für ein noch ursprünglicheres Feeling. Die Gäste seien meistens junge Leute aus ganz Deutschland. „Die Leute haben auch die Bewegung in der Natur wiederentdeckt“, berichtet Markus Franz.

Fränkische Schweiz lockt mit Aktivurlaub

Die Fränkische Schweiz sei wieder das Ziel regelrechter Besucherströme. Reinhard Löwisch von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz: „Vor der Teufelshöhle in Pottenstein oder dem Erlebnisfelsen bilden sich derzeit lange Schlangen.“ Vor allem die Sommerrodelbahn sei ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Mit rund 12.000 Touren sei die Fränkische Schweiz eines der bedeutendsten Klettergebiete weltweit und damit ein Paradies für Aktivurlauber. Diese bevölkern nach Angaben des Vereins wieder die Felsen und Trails. Ebenfalls gut besucht seien die Bierwanderungen, auch wenn die Bierwirtschaften teilweise nicht geöffnet haben.

Camping-Boom auch in Corona-Zeiten ungebrochen

Unabhängig von Beschränkungen Urlaub machen – dieser Wunsch beschere den Campingplätzen volle Stellplätze. Georg Spätling Präsident des Landesverbands der Campingwirtschaft in Bayern: „Momentan sind zwar fast nur die Wohnmobilisten auf den Plätzen, da sie autark sind. Trotzdem ist die Belegung schon sehr gut.“ Allein die 280 Stellplätze in der Fränkischen Schweiz seien im Rahmen der Vorgaben fast vollständig ausgelastet. Diese Tendenz gelte für ganz Oberfranken. Die Besucher kommen zumeist aus Deutschland, etwa zehn Prozent aus dem Ausland.

Oberfranken Offensiv e.V. 

Oberfranken Offensiv e.V. ist eine der mitgliederstärksten Regionalinitiativen Deutschlandsund Impulsgeber für innovative Projekte. Die Stärken Oberfrankens vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auszubauen und so die Zukunftsregion Oberfranken mitzugestalten, das haben wir uns als Entwicklungsagentur zur Aufgabe gemacht. Im Verein engagieren sich Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Verbände genauso wie Privatpersonen.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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