Infoabend: Ein Lastenfahrrad für St. Georgen

Auf private Initiative von Anwohnern soll in Bayreuth ein gemeinnütziges Lasten­fahrrad-Sharing gestartet werden. Hierzu findet am Freitag, 1. März, um 19 Uhr ein Info-Abend im Professorium in der Bernecker Straße  15 statt.

Das Treffen richtet sich an all jene, die sich kein Auto leisten können oder wollen, oder aus Umweltschutzgründen darauf verzichten wollen. Um dennoch für Einkäufe und Transporte mobil zu sein, wollen die Initiatoren die Verbreitung von Lastenfahrrädern in der Stadt vorantreiben.

Ein Lastenfahrrad ist mit einem Elektroantrieb versehen und in der Anschaffung zwischen 1.500 und 4.000 euro teuer. In vielen deutschen Städten werden solche Lastenräder bereits gemeinschaftlich angeschafft und genutzt. Das soll auch in Bayreuth so werden, finden die Initiatoren des Treffens. Begonnen werden soll mit einer Anschaffung für den Stadtteil St. Georgen.

Für Einkäufe und als “Kindertaxi”

Die Idee, ein Lastenfahrrad zur gemeinschaft­lichen Nutzung anzuschaffen, ist in St. Georgen bei Gesprächen in der Nachbarschaft entstanden. Für viele Einkäufe, „Kindertaxi“-Fahrten oder sonstige Transporte könnte man das Auto stehen lassen, wenn ein gutes Lastenfahrrad zur Verfügung stünde, das man sich im Stadtquartier teilt, so die Initiatoren.

Damit das Projekt und das Lastenfahrrad ins Rollen kommen, wollen die Initiatoren aber erst einmal herausfinden, ob es dafür genügen Nutzer und Unterstützer gibt. Das Treffen im Professorium soll Aufschluss darüber geben.

Die Nachbarschaftsinitiative wird unterstützt vom VCD Bayreuth, dem ADFC Bayreuth, von carry&smile sowie dem Spielmobil Bayreuth.

Keine Mehrheit im Stadtrat

Übrigens: Im Stadtrat fand sich unlängst keine Mehrheit für einen Vorschlag der Grünen in Sachen Lastenfahrrad. Die hatten gefordert, die Stadt möge 25.000 Euro bereitstellen, um die private und gewerbliche Anschaffung von Lastenfahrrädern bezuschussen zu können. Die Fraktionen von CSU, SPD und FDP stimmten dagegen. Zur Begründung hieß es unter anderem, durch Lastenfahrräder würde eine zusätzliche Lärm- und Gefahrenquelle in der Stadt erzeugt.