Raggabund bei einem Konzert

Raggabund in Bayreuth: Es kommt auf die Stadt an

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Die Band Raggabund spielt am Freitag, 25. Oktober, ab 21 Uhr in der Schoko in Bayreuth. Das Bayreuther Tagblatt hat Paco Mendoza vor seinem Auftritt in Bayreuth auf den Zahn gefühlt. Was steckt hinter der Musik?

Bayreuth rocken

Bayreuther Tagblatt: Paco Mendoza, warum haben Sie sich entschieden in Bayreuth zu spielen?

Paco Mendoza: Das läuft mit einer Booking-Agentur. Wir freuen uns, denn Franken ist immer ein tolles Publikum. Wir haben schon in Nürnberg wahnsinnig tolle Erfolge gehabt. Wir freuen uns, Bayreuth zu rocken. Und ich kenn den Mellow Mark, der kommt aus Bayreuth – mit dem habe ich schon einiges gemacht.

bt: Bleibt Ihnen denn Zeit die Bayreuther Stadt zu erkunden?

Paco Mendoza: Bestimmt ein bisschen. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, immer bevor ich in Städte fahre, zumindest den Wikipedia-Artikel durchzulesen, um etwas über die örtlichen Begebenheiten zu erfahren. Über Bayreuth werde ich mich noch erkunden.

Raggabund live

Foto: Alexandra Maffei

Immer für das Publikum

bt: Und Bayreuth wird am Freitag die “Alles auf Pump”-Tour erleben. Welche Lieder feiern die Menschen am meisten vom neuen Album?

Paco Mendoza: “Wunderbar” wollen die Leute hören. Aber “Eigentlich” hat viele auch richtig bewegt. Aber das ist auch von Stadt zu Stadt verschieden. In München sind die Leute beispielsweise bei „Radikal“ ausgerastet, der in anderen Städten nicht so funktioniert hat.

bt:  Spielen Sie auch ältere Lieder auf der neuen Tour? Wie wählen Sie aus, was gespielt wird?

Paco Mendoza: Wir spielen immer fürs Publikum. Wir bekommen öfter Nachrichten, was die Leute gerne hören würden. Es gibt auch kein Konzert auf dem sich nicht Einer beschwert. Aber so Lieder wie „Ganja Therapie“ wollen die Leute hören und das spielen wir dann auch.

Improvisieren in Indien

bt: Was macht denn ein Konzert zu einem schönen Konzert? Welche Erinnerungen an schöne Konzerte sind geblieben?

Paco Mendoza: Es gibt so viele Erlebnisse. Bruck zum Beispiel, weil wir haben irgendwann angefangen zu improvisieren, haben Lieder gespielt, die wir seit fünf Jahren nicht gespielt hatten. Wir hatten letztes Jahr ein Konzert in Indien. Während des Gigs ist ein 12- bis 14-jähriges Mädel auf die Bühne gekommen und hat getanzt. Und dann hat sie gefragt, ob sie was singen darf. Wir haben dann Beatbox gemacht und das Mädchen war so wahnsinnig gut und hatte eine unglaubliche Aura.

Raggabund live

Foto: Thomas Nier

bt: Gab es denn auch schlechte Konzerte?

Paco Mendoza: Schlechte Konzerte gibt es eigentlich nie. Nur bei einem Konzert habe ich gemerkt, dass die Leute auf einmal mit ihren Köpfen umgeswitched sind – die waren nicht mehr so gut drauf. Ich habe mich dann gewundert und das Set schnell beendet. Und dann habe ich erfahren, dass einem Mann eine Box von der Decke auf den Kopf gefallen ist. Das war natürlich nicht schön.

bt: Zurück zu den erfreulichen Dingen: Was erwartet die Zuhörer dann am Freitag?

Paco Mendoza: Sie können sich darauf einstellen, dass wir alles geben werden, dass wir eine unglaublich tolle Band dabei haben. Es gibt eine Reise durch die Gefilde der karibischen Musik – mit Abweichung in die afrikanische Musik.

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