Freizeit

bt-Playlist: 10 Songs für neblige Tage

Der Regen trommelt auf den Fenstersims, kleine Tropfen verschmelzen auf der Scheibe zu einem Rinnsal und sausen nach unten. Es ist den ganzen Tag noch nicht richtig hell geworden, deswegen brennt die kleine kupferfarbene Schreibtischleuchte schon seit dem Aufstehen. Die Seiten des Schreibblocks sind in warme Gelbtöne getaucht. Klack – die Kaffeemaschine rattert und ein wohliger Duft breitet sich in der Küche aus. In einem grauen XL-Sweatshirt und Leggings, schleichen wir zurück ins Wohnzimmer und kuscheln uns unter eine Decke. Die Gedanken wandern im Kreis. Trübe Sicht durch Schneeflocken – Wellen, die beim Sturm an Felsen brechen – tanzende rote Blätter – unsere Lieblingsmütze und der pfeifende Wind – Hand in Hand mit einem lieben Menschen durch die Kälte – und plötzlich spüren wir die feuchtwarme Schnauze unseres Labradors an der Wange.


1. The neighborhood – Sweather Weather

„These hearts adore, every other beat the other one beats for. Inside this place is warm, outside it starts to pour….Cause it’s too cold for you here and now. So let me hold both your hands in the holes of my sweater.“ Wir liegen uns in den Armen, während die Welt um uns herum in Grau versinkt.

2. Gotye – Somebody that I used to know

Gotye und Kindra winden sich impulsiv in den Splittern – all dem, was übrig geblieben ist. Sie wandern durch all die Facetten des Herzschmerzes: „And I don’t even need your love, but you treat me like a stranger and that feels so rough.“

3. Bosse – 3 Millionen

Wenn alles den Bach runter geht. 3 Millionen in der Großstadt um dich herum. Du schwimmst in der Menschenmasse durch den Weihnachtsmarkt. Und doch fühlt sich alles so traurig an, weil hinter dir ein Scherbenhaufen liegt.

4. Coldplay – Yellow

Unendlich tiefe Gefühle für die eine Person. Wenn man alles geben möchte, nur damit es dem anderen gut geht. Einfach bedingungslos da sein und dem anderen sanft über die Stirn streichen.

5. Ludovico Einaudi – Divenire

Dieser Song nimmt uns mit auf eine Reise. Weit weg durch fremde Städte und Felder. Und lässt uns Träumen.

6. Fettes Brot – An Tagen wie diesen

Gemütlich in den Tag starten. Und dann schwappt einem die Nachrichtenflut entgegen. Krieg, Armut, Verbrechen. Und doch muss es weiter gehen. Versuchen abzuschalten. Und trotzdem dagegen ankämpfen nicht vollkommen abzustumpfen. Der inneren Stimme folgen und Gutes tun.

7. Adele – Rolling in the deep

„There’s a fire starting in my heart, reaching a fever pitch and it’s bringing me out the dark“ – Wenn wir alle Kräfte sammeln und ausbrechen aus der Routine. Wir sind stark, wenn wir daran glauben und ein Ziel vor Augen haben. Anlauf nehmen und für deinen Traum kämpfen, egal welches unerwartete Hindernis auf dem Weg liegt.

8. Florence and the machine – Dog days are over

Ein Ohrwurm aus den Anfängen von Florence and the machine. Sounds aus einer anderen Sphäre – mit lauter Base Drum und pulsierenden Tamburins. Wir rennen los, tanzen und lassen den Gefühlen freien Lauf.

9. Nickelback – How you remind me

Zurück zu den Wurzeln. Wer bin ich? Zu wem bin ich geworden? Ist es okay, wie ich bin? „And I’ve been wrong, I’ve been down. Into the bottom of every bottle. These five words in my head. Scream, are we having fun yet?“ Durchatmen und Rockmusik spüren.

10. Placebo – Meds

Wir stehen in einer Lache aus Melancholie, hetzen durch die Straße und kommen schweratmend vor einer Hinterhof-Kneipe zum stehen. Der Duft von Whiskey und Zigaretten schwappt uns entgegen. Kalter Schweiß rinnt über unsere Stirn. Eine warme Hand greift nach unseren kalten Fingern.


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