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Bubble Soccer: Das verrückteste Fußballturnier der Region

„Das Runde muss ins Eckige, ein Spiel dauert fünf Minuten und Spaß muss man haben.“ So erklärt Landjugendvorsitzender Johannes Weggel (24) die Regeln von Bubble Soccer. Ein solches Turnier fand am Sonntagnachmittag im Rahmen des Dorffests in Großenhül bei Sanspareil statt. Beim „Gaudispiel“ stülpen sich die Teilnehmer aufblasbare, transparente Kugeln, sogenannte Bubblebälle, über ihre Oberkörper. Dann bolzen sie was das Zeug hält.

Fußball mal anders

In der Strohballen-Arena ging es dabei ordentlich zur Sache. Dabei rempelten sich die Spieler an und warfen sich ohne Rücksicht auf Verluste um, nur um dank ihrer Spezialkleidung direkt wieder auf die Beine zu kommen. Insgesamt waren zehn Teams Teil des Turniers. Bei jeder Mannschaft waren mindestens vier Feldspieler und ein Auswechselspieler mit von der Partie. 

Beim Bubble Soccer geht’s zur Sache. Foto: Adriane Lochner.

Kuriose Teilnehmer

Das Teilnehmerfeld des Wettbewerbs war gespickt mit Teams wie der Landjugend Eckersdorf, dem Lochauer „Stammtisch Immerblau“ oder auch den „Hül-Mädels“. Für die 45 bis 55 jährigen Damen aus Großenhüll war das Bubble Soccer definitiv ungewohntes Terrain. Deshalb hat sich das Team kurzerhand Verstärkung besorgt: ein als Frau verkleideter Mann unterstützte die „Hül-Mädels“ als „Steffi“ mit Zopfperücke. 

Die „Hül-Mädels“. Foto: Adriane Lochner.

Der Pfarrer auf dem Feld

Auch am Start: der Wonseeser Pfarrer Daniel Städtler. Mit seiner Teilnahme löste er ein Versprechen ein, das er den Gemeindeeinwohnern gegeben hatte. Sollten nämlich mehr als 30 Personen zum Wirtshaussingen erscheinen, so würde er höchstpersönlich am Bubble Soccer Turnier teilnehmen. Bei der Veranstaltung war der Saal dann „zum Bersten“ gefüllt. Der Geistliche stand also zu seinem Wort. Daneben hielt er am Sonntagvormittag auch einen Festgottesdienst im Zelt. Das Thema der Predigt: die Parallelen von feiernden Fußballfans und dem Glauben. 

Auch der Bürgermeister kickte mit

Die Predigt kam an. Am Ende gab es Applaus für den Pfarrer. Dieser nutzte die gute Stimmung im Festzelt aus und rekrutierte seine Mannschaft „Pfarrer und seine Schäfchen“ erst vor Ort. So kam es, dass auch der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner am Event teilnahm. 

„Die Landjugend hat wieder ein großartiges Fest auf die Beine gestellt. Das Bubble Soccer Turnier war ein neuer, kreativer Einfall, mit dem die Vereinsmitglieder die Attraktivität des Dorffestes erhöht haben.“ 

(Andreas Pöhner, Bürgermeister Wonsees)

Schuss in der Strohballen-Arena. Foto: Adriane Lochner.

Ein Wochenende im Zeichen des Fußballs

Nicht nur der Sonntag stand unter dem Motto Fußball. Bereits am Freitagabend feierte die Landjugend Großenhül eine „Kabinenparty“. Während die Mitglieder in Fußballtrikots Getränke ausschenkten, trat die Liveband „Caveland“ im Festzelt auf. Die Mottoparty war ein voller Erfolg. „Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet“, bestätigte Landjugendvorsitzender Weggel. Immerhin sei auch der Veranstaltungsort neu. Während das Dorffest in den Vorjahren in einer Festhalle am Ortsausgang Richtung Leesau stattfand, feierte man dieses Jahr auf einem abgelegenen Festplatz am Wanderweg in Richtung Schirradorf, unter Bäumen.

Dort ließen die Großenhüler am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein ihr Dorffest ausklingen. Die Landjugend Eckersdorf bewies Durchhaltevermögen und gewann das schweißtreibende Bubble Soccer Turnier. Die Mannschaft durfte sich über einen Verzehrgutschein für ein Großenhüler Gasthaus freuen. Die anderen Teilnehmer erhielten umgehend „flüssige Trostpreise“.