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Bürgerfern? Diskussion über die neue Stromtrasse

Am Montag diskutierten Bürgerinnen und Bürgern in Bayreuth über die geplante Stromtrasse: Ist sie nötig? Gibt es Alternativen? Und Wie könnte man die umsetzen? Aufgerufen zum Meinungsaustausch hatte das Bayreuther Team von „Mut Bayern“.

Laut Referentin Maria Estl, eine bekannte Kritikerin der Trasse aus Pullenreuth, diene der geplante Bau insbesondere den Profitinteressen der großen Stromkonzernen und transportiere auch aus Braunkohle gewonnen, sogenannten „schmutzigen“ Strom. Estl betonte, dass die Wende zu 100 Prozent erneuerbarer Energien nur gelingen könne, wenn sie dezentral und bürgernah erfolge.

In der anschließenden Diskussion ging es hauptsächlich um die problematische Speicherung erneuerbarer Energien. Da Strom kaum speicherbar ist, muss er sofort an seinen Bestimmungsort transportiert werden. Dieses Problem wird meist als einer der Hauptgründe für den Bau der neuen Trasse angegeben.

Desweiteren herrschte unter den Teilnehmern weitgehende Einigkeit darüber dass die „10h Regelung“ für Windkrafträder abgeschafft werden müsse. Diese wurde 2014 beschlossen und besagt, dass der Abstand neuer Windkraftanlagen zu bebauten Ortsteilen mindestens zehn Mal so groß sein muss, wie die Höhe der Anlage. Laut diverser Kritiker bedeute das, dass durch die Regelung die Fläche für Windkrafträder auf weniger als 0,05% der Landesfläche reduziert würde.

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