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Bundesweite Aktion „sicher.mobil.leben – Ablenkung im Blick“ am Donnerstag

Ein kurzer Blick aufs Smartphone, wenn der Verkehr stockt – und auf einmal fast den Fußgänger am Straßenrand mitgenommen. Ein alltägliches Szenario. Die Ablenkung im Straßenverkehr ist eine Ursache, die inzwischen für eine beträchtliche Anzahl an Unfällen verantwortlich ist und meist unterschätzt wird.

Im Rahmen der europaweiten Kontrollwoche „Focus on the road“ des Europäischen Verkehrspolizei-Netzwerks TIPSOL beteiligt sich der Freistaat Bayern am Donnerstag, den 20. September an der Aktion, die fortan für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen soll. Das Polizeipräsidium Oberfranken wird an diesem Tag von 6 bis 22 Uhr Kontrollen im gesamten Regierungsbezirk durchführen.

Unterschätztes Risiko

Laut aktuellen wissenschaftlichen Studien ist „Ablenkung im Straßenverkehr“ der zweithäufigste Grund in einen Unfall verwickelt zu sein – direkt nach der häufigsten Ursache „Alkoholkonsum“. Und diese Situation kennen wahrscheinlich die meisten: einmal kurz am Handy oder Navi getippt, obwohl das Auto schon rollt – man will ja Zeit sparen und Multitasking ist doch kein Problem. Doch nicht nur physisch werden wir so vom eigentlichen Geschehen im Straßenverkehr abgelenkt, auch emotional oder psychisch kann dieser kurze Moment der Ablenkung, Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben.

Aktuelle Situation

Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Etwa die Hälfte der Autofahrer bedient zum Beispiel während des Fahrens ein Mobiltelefon, jeder vierte ein Navigationsgerät. Egal ob langjähriger Autofahrer oder Fahranfänger – das Unfallrisiko bei Ablenkung bleibt gleich, da sich die Reaktionszeit verlängert und somit der Bremsweg automatisch kürzer wird, was oft fatale Folgen hat. Denn schon bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde, verkürzt sich der Bremsweg bei einer Sekunde der Ablenkung um 15 Meter.

Das Ziel: weniger Unfälle im Straßenverkehr

Durch die Kontrollen soll das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer in puncto Ablenkung sensibilisiert werden. Die Polizeibeamten werden dann auch das direkte Gespräch mit den Bürgern suchen und spezielle Informationsmaterialien zur Verfügung stellen. Ziel ist es die Zahl der Unfälle so geringer zu halten.