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Bunt wie ein Regenbogen: Fußballerinnen tragen Trikots gegen Homophobie

Sexistische, schwulen- und lesbenfeindliche Beschimpfungen und Haltungen sind auf Deutschlands Fußballplätzen, in Fankurven und an Stammtischen immer noch weit verbreitet – kein Wunder also, dass sich noch kein aktiver männlicher Fußballprofi als schwul geoutet hat und das Thema auch im Freizeitfußball meist ausgespart wird. Ein wenig besser sieht es dagegen im Frauenfußball aus: Megan Rapinoe, Kapitänin des siegreichen US-Teams und Torschützenkönigin der WM 2019 lebt seit Jahren offen lesbisch.

 

Auch die Damenfußballmannschaft des Sportrings setzt ein Zeichen gegen Homophobie. In der neuen Saison tragen die Spielerinnen Trikots, die auf das Thema aufmerksam machen.

Das ist das neue Trikot der Damenfußballmannschaft. Foto: Johanna Sarre

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Die Idee dazu kam Teammitglied Johanna Sarre.

Mein Vater, Thomas Sarre, war begeisterter Bambini-, Mädchen- und Frauen-Fußballtrainer. Als wir, das Damenfußballteam des Sportrings e.V., im Frühjahr feststellen mussten, dass einer unserer Trikotsätze über den Winter hungrigen Mäusen zum Opfer gefallen war, kam mir die Idee, aus seinem Nachlass einen neuen Trikotsatz zu spenden.

(Johanna Sarre, Spielerin in der Damenfußballmannschaft des Sportrings)

Da statt Sponsoren-Logo auf der Vorderseite der Trikots nun Platz war, entstand noch die Idee ein entsprechendes Logo auf die Trikots zu drucken. Das Damenteam und die Betreuer standen sofort einstimmig hinter der Aktion. Nadine Daum, Grafikdesignerin aus dem Umfeld des Damenteams, erklärte sich bereit, ein Logo anzufertigen.

Gesagt, getan – zu Beginn der neuen Saison läuft das Damenteam des Sportrings mit den neuen Trikots auf, die neben der Silhouette einer Fußballerin in Regenbogenfarben der Schriftzug „Gemeinsam gegen Homophobie“ ziert.

Damit setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Homofeindlichkeit und Ausgrenzung, für Vielfalt und Respekt bei der ‚schönsten Nebensache der Welt‘ und auch abseits des Fußballplatzes. Mein Vater hätte sich darüber sicher sehr gefreut!

(Johanna Sarre, Spielerin in der Damenfußballmannschaft des Sportrings)