Das ist an Halloween in Bayreuth geboten!

Lichter in Kürbisfratzen flackern vor Hauseingängen, maskierte Kinder ziehen in Gruppen durch die Stadt – die Nacht der Untoten steht vor der Tür. Wer Lust hat, den Brauch Halloween zu feiern, aber schon zu alt für „Süßes oder Saures“ ist, hat in Bayreuth einige Möglichkeiten:


Für die Sportler: Blutiges Bowling

Foto: Blu Bowl Bayreuth

Im Blu Bowl Bayreuth wird’s ab 19 Uhr schaurig. Die gruseligste Nacht des Jahres könnt ihr dort beim „Bloody Bowling“ in Horror-Ambiente feiern, samt schockierendem Fingerfood oder Getränke-Specials, wie Bloody Mary oder Zombie. Ein Horror-Outfit ist gerne gesehen, allerdings kein Muss.

 


Für Familien: Gruselschminke für Jedermann

Wer selbst keine Make-Up-Skills hat, kann zwischen 15 und 18 Uhr bei den Edeka-Märkten am Meraniering, in der Gravenreuther-Straße, in Bindlach oder Creußen vorbeischauen. Dort bekommen Groß und Klein ihren Halloween-Look auf die Haut geschminkt – ganz egal, ob Skelett, Teufel oder Kürbis.

Symbolfoto: Pixabay


Für alle Feierwütigen: Spöko-Party

Symbolfoto: Pixabay

Egal ob Frankenstein, Horrorbraut oder Schnapsleiche – beim Spöko Halloween in der Fabrik darf man in jedem Outfit rein. Dort gibt’s süße oder saure Shots. Los geht’s um 23 Uhr!

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Für die Rampensau: Karaoke-Party

In der Tanzbar Harmonie kann man es alleine oder gemeinsam mit den Homies am Mikro krachen lassen. Ab 21 Uhr startet dort die Halloween-Karaoke-Party.


Für alle Spirituellen: Kartenlegen

Symbolfoto: Pixabay

Einen Blick in die Zukunft werfen oder mit Seelen aus dem Jenseits Kontakt aufnehmen, können spirituell Interessierte in der Oase Bayreuth. Ab 18 Uhr legt Gaby im mystischen Kerzenlicht die Karten. Eine Voranmeldung ist erwünscht.

Timur Turga: Blinder Comedian kommt nach Bayreuth

Mit sechzehn Jahre bekam Timur Turga die Diagnose, dass er eine Sehbehinderung hat. Am heutigen Mittwochabend steht er nun im Europasaal des Bayreuther Zentrums auf der Bühne: als einer von sechs Comedians. Seit vier Jahren bringt er die Leute in ganz Deutschland zum Lachen. Ihm habe oft positive Energie gefehlt sagt der 24-Jährige. Seit er als Comedian auf der Bühne steht, habe sich das geändert.

Nach vier Wochen auf der Bühne

„Ich habe mir immer wieder Comedy-Videos im Internet angesehen. Vier Wochen später stand ich schon selbst auf der Bühne. Und es lief sogar recht gut“, sagt Timur Turga. Er habe es einfach mal versucht. Was ihm wichtig ist: authentisch zu sein. Gebürtig kommt er aus Troisdorf, einer Stadt zwischen Köln und Bonn. Auf der Bühne erzählt er von Alltagssituationen, die ihm mit Sehbehinderung widerfahren. „Egal ob man etwas Trauriges oder Witziges auf der Bühne erzählt, am Ende lachen bestenfalls alle gemeinsam“, sagt er.

Man erlebt viele lustige Situationen im Alltag, weil die Leute einfach in Fettnäpfchen treten.

(Timur Turga, Comedian aus Troisdorf)

Oft müsse er auch einfach Loslachen: „Als ich im Supermarkt einkaufen war, hat eine Frau gesagt, ich solle doch mal mit dem Eistee auflegen warten, bis sie fertig sei“, sagt er. „Woraufhin ich entgegnete, dass sie mir das sagen müsse, wenn sie fertig sei, weil ich es nicht sehe. Darauf sagte die Frau nur: „Ja wenn man die Sonnenbrille nicht abnimmt, sieht man halt schlecht“, sagt er. Sie habe die Situation einfach nicht verstanden, sagt er und lacht. Turga nimmt sich selbst nicht zu ernst.

Wenn Freundlichkeit wütend macht

Heute sei ihm dann aber etwas passiert, das ihn nachdenklich stimmt:“ Ich saß im Flixbus auf dem Weg von Köln nach Würzburg und war versehentlich auf einem reservierten Sitz gesessen, was ich natürlich nicht wusste“, erzählt der 24-Jährige. Drei Stationen später habe ihn jemand in unfreundlichem Ton angefahren, dass er sich jetzt endlich mal auf seinen Platz setzen wolle. „Ich habe meine Sachen genommen, auch den Blindenstock, und denjenigen um einen Moment Geduld gebeten. Als er gemerkt hat, dass ich nicht sehen kann, war er auf einmal übertrieben freundlich zu mir. Wenn mich jemand mich nur deswegen anders behandelt, macht mich das wütend“, sagt Timur Turga.

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Wie mit Wasserfarben gemalt

Mit sechzehn Jahren hat er von seiner Augenerkrankung erfahren. Einen Blindenstock nutzt er aber erst seit einen Jahr: „Ich sehe noch Farben und Lichter. Was ich sehe ist so, als habe ein Kind mit Wasserfarben gemalt“, erklärt er. „Wenn die Leute über meine Witze lachen, drehe ich meinen Kopf auch in diese Richtung. Das ist mir wichtig, darauf zu reagieren“, erzählt er. Es sei keine Seltenheit, dass Besucher nach dem Auftritt fragen, ob er wirklich eine Sehbehinderung habe.

Foto: Irina Mirja Fotowelt

Wenn die Leute mitlachen, hat man das Gefühl das alles in Ordnung ist. Das gibt einem so viel zurück.

(Timur Turga, Comedian aus Troisdorf)

Wann ihm die besten Ideen kommen

Als Vorbilder hat Turga den deutschen Comedian Maxi Gstettenbauer und der US-Amerikaner Drew Lynch. „Wenn ich mir die beiden ansehe, ist das einfach ansteckend und ich bekomme gute Laune. Danach kommen mir immer gute Ideen für meine eigenen Auftritte“, erklärt er. Abgucken sei natürlich nicht drin. Dafür würde man die Todesstrafe bekommen, ergänzt er.

Spontan Mitmachen

Für den Comedyslam am Mittwoch, den 30. Oktober 2019, stehen bereits fünf Künstler fest. Der sechste Start-Platz sei noch für spontan entschlossene aus dem Publikum offen, wie die Pressebeauftragte des Zentrums, Hannah-Katharina Martin, erklärt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn ab 20 Uhr.

Winterspielplatz kommt zurück: Mitbauen bei der Lego-Stadt

Abtauchen in eine riesige Landschaft aus Legosteinen – das kann man ab Anfang November in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde am Hohenzollernring. Sie ist Teil des Winterspielplatzes, der dort wöchentlich bis April geöffnet hat. Einen Einblick in die Legostadt vom letzten Jahr gibt’s im Video.

Basteln, Spielen und Lego-Bauen

Beim Winterspielplatz können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren an verschiedenen Stationen Basteln, Bauen oder Gesellschaftsspiele machen. Bereits im vergangenen Jahr haben sie nach und nach eine Landschaft aus Wohnhäusern, Burgen, Flughafen, Polizeistation und Straßenbahn im Untergeschoss der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde aufgebaut. Ein Lego-Gebäude reichte sogar bis knapp unter die Decke. Grund zur Freude: „In diesem Jahr soll der Fokus auf dem Bau von Hochhäusern liegen“, sagt Organisatorin Kathrin Völkel.

Legostadt am Hohenzollering

Foto: Thorsten Gütling

Start im November

Los geht’s ab dem 8. November, immer freitags von 17 Uhr bis 18:45 Uhr. „Alle Eltern sind derweil zu Kaffee und Kuchen eingeladen“, so Kathrin Völkel.

Neben der Schoko: Neues Skater-Paradies in St. Georgen

Nach elf Monaten ist die neue Rollspiel-Anlage in St. Georgen fertig. Was sie kann? Erste Bilder und die Meinung der Skater gibt’s im Video.

Für wen die neue Anlage ausgelegt ist

Die neu gestaltete Anlage „Schanz“ bietet – im Gegensatz zum Skatepark „Obere Röth“, der Ende Juli eröffnet hat – Elemente für alle Rollspiel- und Sportgeräte, wie Ulrike Färber erklärt. Das Areal ist für Skateboarder, Inline Skater, Scooter, BMX-Bikes, Rollschuhfahrer und sogar Bobbycars ausgelegt. Ergänzt wird es durch eine einen asphaltierten Bereich für Streetball-Soccer und Basketball sowie eine Vorrichtung für Slacklining.

Spiel- & Sportpark Schanz. Foto: Carolin Richter

Die Anlage wurde in einem ersten Bauabschnitt innerhalb von elf Monaten umgestaltet. Gesamtkostenpunkt: 760.000 Euro. Laut Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe entfallen dabei etwa 300.000 Euro auf die Stadt Bayreuth.

Enge Zusammenarbeit mit Bayreuther Jugendlichen

Brigitte Merk-Erbe. Foto: Carolin Richter

Die neue Anlage ist auch das Werk der Bayreuther Jugendlichen. In drei Workshops in der Schokofabrik haben sie das Ganze gemeinsam mit den Planern erarbeitet.

Das Besondere: Die Anlage ist außergewöhnlich vielseitig und bietet für verschiedene Altersklassen eine Herausforderung.

(Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin)

Zweiter Bauabschnitt in Planung

Der zweite Bauabschnitt ist für 2020/2021 geplant. Dann sollen dort unter anderem ein Volleyball-Feld, eine Fläche für Tischtennis, ein Theaterplatz und eine Aussichtsplattform entstehen.

Spiel- & Sportpark Schanz. Foto: Carolin Richter


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(v.l.) bt-Redakteurin Carolin Richter mit Pilzberater Armin Haas

Auf Pilz-Suche: Was man als Anfänger wissen sollte

Die Vielfalt an Pilzen ist riesig: In Deutschland sind mehr als 2.500 Arten registriert – manche davon essbar, manche giftig. bt-Redakteurin Carolin Richter hat mit Pilzberater Armin Haas von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft gesprochen. Er erklärt, was man als Schwammer-Neuling unbedingt wissen sollte. Das Video-Interview finden Sie über dem Text.

Korb-mit-Pilzen

Foto: Carolin Richter

Faszination Pilz-Vielfalt

„Das erste Mal war ich im Schulkind-Alter mit meinen Eltern Pilze sammeln, doch so richtig gepackt hat mich das Interesse erst vor etwa zwei Jahren“, sagt der 31-Jährige. Ihn habe es wahnsinnig fasziniert, wie groß die Vielfalt der Arten ist, erklärt er. „Es ist so, als würde es im Wald eine eigene kleine Welt geben, die vielen noch  unbekannt ist“, fügt er hinzu und lacht. Heute ist Haas offiziell geprüfter Pilzberater und gibt auf Anfrage Auskunft, wenn man sich mal unsicher ist, was genau im Korb mit nach Hause genommen worden ist und ob es genießbar ist.

Einige der häufig vorkommenden Pilzarten im Überblick

Die Hauptsaison zum Pilzesammeln sei von Juli bis Oktober, erklärt Haas. Auch wenn man manchmal im April schon den ein oder anderen Schwammer finden würde.

Damit Pilze gut wachsen können, braucht es zwei bis drei Tage Regen am Stück. Dieser Sommer war leider wieder sehr trocken – deswegen findet man im Raum Bayreuth gerade nicht ganz so viele Speisepilze.

(Armin Haas, offiziell geprüfter Pilzberater aus Bayreuth)

Drehen statt abschneiden

Anfängern empfiehlt Haas Röhrenpilze zu sammeln, also jene mit einem schwammigen Futter an der Unterseite. „Die Pilze sollte man besser aus dem Waldboden herausdrehen, statt sie mit einem Messer auszuschneiden“, sagt Haas. Denn beim Steinpilz beispielsweise, könne man den Stil essen, was hier einen großen Teil des Pilzes ausmachen kann. „Die Stelle im Waldboden, an der man den Pilz entnommen hat, sollte man anschließend immer wieder zudecken, damit sie nicht austrocknet“, erklärt der Pilzberater. Es sei auch wichtig die Basis des Pilzes zu betrachten, zum Beispiel um Knollenblätterpilze zu erkennen, die tödlich giftig sein können.

Wenn man sich unsicher ist, ob der Pilz essbar ist, sollte man am besten einen Pilzberater in der Umgebung fragen, um Gewissheit zu haben.

(Armin Haas, offiziell geprüfter Pilzberater aus Bayreuth)

Die jeweiligen Kontakte fände man online bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Wer gerne selbst einmal in den Wald möchte, aber nur wenige Arten kennt, kann in zwei Wochen mehr darüber lernen: Denn über die VHS Glashütten findet am 28. September eine Pilzexkursion mit Herrn Haas statt. Anfängern empfiehlt Haas außerdem das Buch „10 Pilze: Die sichersten Arten finden und bestimmen“ von Gerhard Schuster.

Ein Schwamm und ein Staubsaugerfilter dienen Armin Haas zur Veranschaulichung. Die Pilze lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Pilze mit Schwammfutter und Pilze mit Lamellenfutter, Foto: Carolin Richter

Für Rückfragen erreichen Sie Armin Haas via Mail unter info@mind-eq.com oder telefonisch unter 0170/2991449. 


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Landkreis Bayreuth: Ein Fest zum Jubiläum von „Demokratie leben!“

Zum Jubiläum des fünfjährigen Bestehens des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ laden die Organisatoren am Freitag zum Demokratiefest nach Hollfeld ein. Durch das Bundesprogramm konnten in der Vergangenheit gut 130 Projekte im Bereich Sport, Kultur und Gesellschaft realisiert werden. Der zentrale Gedanke dabei: Begegnungen unterschiedlicher Menschen fördern sowie gemeinsam ins Gespräch kommen. Und ganz wichtig: Die Stärkung der zarten Pflanze „Demokratie“.

Was bisher auf die Beine gestellt wurde

In der Vergangenheit wurde zum Beispiel ein gemeinsames Fastenbrechen – von Menschen verschiedener Kulturen – nach dem muslimischen Ramadan begangen, Filmvorführungen mit anschließenden Regisseur-Talks organisiert oder ein Puppentheater zum Thema Demokratiebildung für Kinder gezeigt.

Gemeinsames Fastenbrechen in diesem Jahr in Speichersdorf. Foto: Landkreis Bayreuth

„Auch wenn sich die Projekte vorwiegend an Jugendliche richten, ist jeder, der Lust hat, zum Fest am Freitag eingeladen“, sagt Linda Ebeling von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Bayreuth.

Gerade aufgrund der zunehmenden rechtspopulistischen Strömungen erscheint die Arbeit unserer Partnerschaft für Demokratie als unerlässlich.

(Linda Ebeling, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie / Landkreis Bayreuth)

Allee aller Projekte

Am Freitag wird man sich die Vielfalt der bisherigen Aktionen anhand von Plakaten in einer sogenannten Projektallee an der Gesamtschule Hollfeld ansehen können.

Trotz des nahenden Endes der ersten Förderperiode von „Demokratie leben!“ sind wir zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr mit tollen Projekten im Landkreis weitergehen wird.

(Linda Ebeling, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie / Landkreis Bayreuth)

Gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt

Bei den Projekten haben sich Vereine, Bündnisse und Aktionsgruppen im Landkreis gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit eingesetzt.

Dass auch die im Landkreis untergebrachten Flüchtlinge hier willkommen sind, wollten die Speichersdorfer 2015 mit einer Einladung zum „Integrations- und Familiensporttag“ an geflüchtete Familien mit Kindern bekräftigen. Foto: Landkreis Bayreuth

Das Programm am Freitag

Zum Demokratiefest werden auch einige Spieler von medi bayreuth kommen. „Dort können die Besucher/-innen gemeinsam mit den Profi-Sportlern Streetball spielen und Körbe werfen“, sagt Linda Ebeling. Für den richtigen Sound sorgt am Abend die aktuelle Gewinnerband von Rock in Oberfranken, Monkey Circus. Außerdem ist ein Poetry Slam Künstler mit tollen Texten im Programm.

Mit dem Demokratiefest möchten wir hier gemeinsame Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Religion und Kultur fördern.

(Linda Ebeling, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie / Landkreis Bayreuth)


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Beginn ist um 17 Uhr. Es wird auch Speisen und Getränke vor Ort zu kaufen geben, der Eintritt ist frei! Vorbeikommen lohnt sich!

Schulbänke-Klassenzimmer

Schulstart in Oberfranken: Was sich im neuen Jahr ändert

Am Dienstag beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Welche Neuerungen, den Schülern und Lehrern dabei 2019, laut der Regierung von Oberfranken, zu Gute kommen, erfahren Sie im Folgenden.

Versetzungswünsche erfüllt

Zum aktuellen Schuljahr konnten fast doppelt so viele Lehrkräfte in Oberfranken eine Planstelle zur Einstellung im Beamtenverhältnis auf Probe erhalten wie noch vor drei Jahren. Damit haben sich auch viele Versetzungswünsche von Lehrkräften innerhalb des Regierungsbezirks erfüllt.

Drittkräfte sichern Sprachförderung

Über den Pflichtunterricht hinaus werden weiterhin Fördermaßnahmen zur Sprachförderung angeboten. Diese werden durch sogenannte Drittkräfte ermöglicht: Sie kümmern sich um den Spracherwerb und die Integration von Kindern, die neu zugewandert sind.

Inklusion: 16 Förderzentren in Oberfranken

Mehr Personal in den Förderzentren soll helfen, den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besser gerecht zu werden.

Schulbank-Mädchen

Symbolfoto: Pixabay

16 Grund- und Mittelschulen haben sich in Oberfranken das „Profil Inklusion“ gegeben und werden von den Förderzentren in ihrer Arbeit fachlich und personell unterstützt. An der Regierung von Oberfranken ist die Stabsstelle für Inklusion an beruflichen Schulen für ganz Bayern mit einer eigenen Fachmitarbeiterstelle integriert. Ziel ist es, Menschen mit besonderen Bedürfnissen an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Digitale Bildung auch für Lehrkräfte

Die digitale Bildung wird weiter ausgebaut. Insgesamt 12,5 Millionen Euro aus dem bayerischen Förderprogramm und dem neuen DigitalPakt Schule stehen in Oberfranken für die weitere Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen zur Verfügung. Die Fördergelder sind vollständig beantragt und bewilligt. Daneben liegt der Fokus ebenso auf der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte in diesem Bereich.

Neben der Ausstattung steht die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte im Mittelpunkt. In Medienkonzepten dokumentieren alle Schulen die inhaltliche Umsetzung. Mit der Einführung des Pflichtfachs Informatik an Mittel- und Förderschulen wird ein neuer zusätzlicher unterrichtlicher Schwerpunkt gesetzt.


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Schokoriegel oder Fruchtschnitte: Was kommt in die Tüte

Was ist denn das? Erstklässler lesen „baraiderisch“


5.000 Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen

Etwa 5.000 Lehrkräfte stehen in Grund- und Mittelschulen in Oberfranken zur Verfügung, um den Pflichtunterricht und auch wendige Förderangebote im vollen Umfang zu versorgen. Alle unbefristet eingestellten Lehrkräfte verfügen – wie in ganz Bayern – über eine abgeschlossene Lehramtsqualifikation. Für die Aufstockung der Mobilen Reserve stehen noch Kapazitäten für Angestelltenverträge zur Verfügung.

400 Eltern nutzen zusätzliches Kindergartenjahr

Die Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen haben sich in den letzten Jahren stabilisiert. An den Grundschulen werden im kommenden Schuljahr 33.669 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon 8.182 Erstklässler. Die Eltern von etwa 400 Schülerinnen und Schüler haben von den neuen Möglichkeiten des sogenannten Einschulungskorridors Gebrauch gemacht, das bedeutet die Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt geworden sind, dürfen noch ein Jahr bis zur Einschulung warten.

Von der Mittelschule zum Studium

Die Mittelschule werden 15.844 Schülerinnen und Schüler besuchen. Knapp 4.000 befinden sich in ihrem letzten Schuljahr und streben einen der drei Abschlüsse an Mittelschulen an. Damit steht den Jugendlichen der Weg in eine qualifizierte Berufsausbildung im kaufmännischen oder handwerklichen Bereich, ebenso wie der Weg in weiterführende Schulen bis hin zum Studium offen.

Schokoriegel oder Fruchtschnitte: Was kommt in die Tüte?

Der Schulanfang naht. Am kommenden Dienstag machen sich die neuen Abc-Schützen auf zu ihrem ersten Schultag. Vollgepackt mit Schulranzen und natürlich der Schultüte. Aufgeregt, was sie an diesem besonderen Tag erwartet, und natürlich neugierig, was sich in der prall gefüllten Tüte verbirgt. Ja, was ist da drin? Na klar, Süßigkeiten! Bonbons, Gummibären, Schokoriegel und vielleicht noch eine Kleinigkeit fürs Federmäppchen, ein Spitzer oder Radiergummi zum Beispiel. Die Schultüte heißt doch nicht umsonst auch Zuckertüte, oder?

Nun, so selbstverständlich ist das heutzutage nicht mehr. Während einige Kinder am ersten Schultag freudig ihre Lieblingsschokolade aus der Tüte holen, packen andere getrocknete Apfelringe, Fruchtschnitten, Nüsse und dergleichen aus. Enttäuschend oder ganz normal?

Wer gesund lebt und sich vitaminreich ernährt, will das auch seinen Kindern mit auf den Weg geben. In die Schultüte kommt also rein, was gesund ist. Auch einige Läden in Bayreuth bieten Snacks für eine ausgewogene Ernährung für die Schultüte an. Müsli und Müsli-Riegel werden gut und gerne von Eltern gekauft.

Einige Bayreuther Kinder werden an ihrem ersten Schultag Müsliriegel statt Schokolade in der Zuckertüte finden. Foto: Magdalena Dziajlo

Gesundes schmeckt ja durchaus und den Zahnarzt freut’s bestimmt. Aber ist es so schlimm, an diesem besonderen Tag mit Süßigkeiten überhäuft zu werden?

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Skywalk, Hexenbesen und Co.: Das bietet der Erlebnisfelsen Pottenstein

Ferien und gutes Wetter – die perfekte Kombination um einen Ausflug in die Fränkische Schweiz zu machen. Der Erlebnisfelsen Pottenstein lockt passend dazu mit vielen tollen Attraktionen. bt-Redakteurin Susanne Jagodzik war vor Ort und hat die Freizeit-Highlights Pottensteins getestet.

Seit mehr als 20 Jahren begeistert Pottenstein große und kleine Ausflügler gleichermaßen. Die kontinuierliche Beliebtheit war auch der entscheide Grund, warum man sich vor einigen Jahren dazu entschied, den Erlebnisfelsen Pottenstein weiter auszubauen. Nach einem dreiviertel Jahr Umbau entstand im Juli 2018 das neugestaltete Ausflugszentrum am „Erlebnisfelsen“.

Unsere Sommerrodelbahnen sind gleich geblieben. Allerdings haben wir den Einstieg vom Tal auf den Berg verlagert. Zusätzlich gibt es jetzt aber neben dem „Frankenrodel“ und dem „Frankenbob“ viele weitere Attraktionen wie den „Hexenbesen“ oder den „Skywalk“ mit einer Höhenerlebnistour.

(Uwe Heinlein, Betriebsleiter Erlebnisfelsen Pottenstein)

Vom Frankenbob bis zum Hexenbesen

Adrenalinjunkies kommen bei den Sommerrodelbahnen in Pottenstein definitiv auf ihre Kosten. Auf einer Strecke von rund 1.000 Metern saust man mit bis zu 40 km/h den Frankenrodel-Hügel in einer Muldenbahn hinab. Nach der rasanten Fahrt wird man dann in knapp drei Minuten wieder an den Ausgangspunkt gezogen.

Der Frankenbob besticht dagegen durch eine Schienenstrecke. Das Gute daran: Hierbei handelt es sich um eine Allwetterrodelbahn. Sollte also das Wetter einmal nicht mitspielen, werden die Bobs mit Regendächern ausgestattet und dem Spaß steht nichts mehr im Wege.

Die neuste Attraktion am Erlebnisfelsen ist der Hexenbesen. Dort hängen die Besucher in Gondeln unterhalb der Schienenführung und fliegen hexengleich durch die Luft. Aktuell ist der Hexenbesen allerdings aufgrund von Arbeiten an dem Motor gesperrt.

Skywalk und Höhenerlebnis

Wer weniger auf Geschwindigkeit steht, der ist beim Skywalk genau richtig. In luftiger Höhe weht einem der Wind um die Ohren. Wer festen Boden liebt, ist hier aber falsch. Auf dem vergitterten Boden läuft man in einer Höhe von bis zu 65 Metern auf einem Weg über den Baumwimpfeln. Blickt man nach unten in den Abgrund, so kann man sehen wie sich die Rodelfahrer in die Kurven legen. Wenn man dann den Blick hebt, so bietet sich den Besuchern eine spektakuläre Aussicht über die Fränkische Schweiz und Pottenstein.

Auf dem Weg zum Skywalk kann man auch den Höhenerlebnispfad durchqueren. Auf dem Baumwimpfelpfad lernt man spielerisch etwas über die heimischen Tiere, kann sich über Hängebrücken hangeln und über Platten balancieren. Und wem der Weg über die Treppen zu anstrengend wird, der kann einfach über eine Rutsche nach unten gelangen.

Freizeitspaß zu erschwinglichen Preisen

Bungee-Trampolin am Erlebnisfelsen Pottenstein. Foto: Susanne Jagodzik

Neben den oben genannten Attraktionen gibt es noch eine großangelegte Spielfläche mit Bungee-Trampolin und Mini-Autos. Nach ein paar Stunden am Erlebnisfelsen Pottenstein fällt das Fazit des Bayreuther Tagblatts mehr als positiv aus. Spaß ist hier garantiert. Es gibt genügend kostenlose Parkplätze vor Ort und mit 2,50 Euro für Kinder und drei Euro für Erwachsene halten sich auch die Kosten pro Sommerrodelfahrt in Grenzen.

Haustiere, Hobbys, Urlaub: Kinder fragen, die Oberbürgermeisterin antwortet

Das Kinderparlament von Mini-Bayreuth hat am Donnerstagnachmittag die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe getroffen. Die Kinder haben ihr viele Fragen gestellt. Ob sie Haustiere hat? Wo sie gerne Urlaub macht? Und ob sie Oberbürgermeisterin bleiben will?

Achtung: Das Bayreuther Tagblatt ist Partner des Festivals Bayreuth blättert. Dabei handelt es sich um eine Lese-Fest in leichter Sprache. Manche Artikel werden vom Bayreuther Tagblatt daher in leichter Sprache geschrieben. Damit jeder sie verstehen kann. So auch dieser hier. Sie erkennen solche Texte an dem pinken Punkt im Bild. 


Die Kinder durften in den großen Sitzungssaal im Rathaus schauen. Sie haben auch das Büro der Bürgermeisterin besucht und die goldene Amtskette bestaunt. Die ist fast 200 Jahre alt und wird von Oberbürgermeister zu Oberbürgermeister weitergegeben. Auch in Mini-Bayreuth haben die Kinder eine Kinder-Bürgermeisterin gewählt. Die heißt Auriel Funsch und trägt in dieser Woche auch eine schillernde Amtskette.

Bei Obst und Getränken haben die Kinder dann ihre Fragen an Brigitte Merk-Erbe gestellt.

Wie lange sind Sie schon in Bayreuth? 

Brigitte Merk-Erbe: Ich bin 1956 in Bayreuth geboren und lebe seitdem hier. Nur während meines Studiums habe ich von 1975 bis 1980 in Würzburg gewohnt. 

Haben Sie Haustiere?

Merk-Erbe: Als Kind hatte ich einmal zwei Goldfische. 

Symbolfoto: Pixabay

Haben Sie Hobbys?

Merk-Erbe: Ich habe im Moment leider wenig freie Zeit. Aber ich fahre gerne mit dem Fahrrad ins Rathaus oder ich besuche am Wochenende das Fichtelgebirge oder die Fränkische Schweiz. Ansonsten gehe ich gerne Schwimmen oder ins Fitnessstudio.

Was essen Sie gerne?

Merk-Erbe: Ich mag fränkische Küche, zum Beispiel Schäufele. 

Was würden Sie sich wünschen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten?

Merk-Erbe: Wenn ich politisch einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir wünschen, dass alle Parteien an einem Strang ziehen und respektvoll miteinander umgehen. Privat wünsche ich mir, dass meine Familie, meine Freunde und ich lange gesund bleiben. 

Wo machen Sie gerne Urlaub?

Merk-Erbe: Ich war einmal auf den Galapagos-Inseln. Dort gibt es riesige Schildkröten. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte aus der Nähe beobachten, wie Tiere aus einem Wasserloch getrunken haben. Das hat mich sehr beeindruckt. 

Riesenschildkröte

Symbolfoto: Pixabay

Was gefällt Ihnen an Mini-Bayreuth?

Merk-Erbe: Ich finde es toll, dass es dort so viele verschiedene Sachen gibt und dass man viele Kinder kennenlernen kann. Die Atmosphäre ist sehr fröhlich. Einmal habe ich eine Wette verloren und habe dann dort im Schminkzelt geholfen. Das hat großen Spaß gemacht. 

Kupferwerkstatt bei Mini-Bayreuth. Foto: Carolin Richter

Welchen Beruf hatten Sie, bevor Sie Oberbürgermeisterin waren?

Merk-Erbe: Davor war ich über 30 Jahre lang Lehrerin an der Dr.-Kurt-Blaser-Schule.

Warum wollten Sie Oberbürgermeisterin werden?

Merk-Erbe: Ich wollte, dass Bayreuth kinderfreundlicher wird, dass die Stadthalle – also das Friedrichsforum – saniert wird und dass die Schulden der Stadt weniger werden. Wir müssen noch weitermachen, sind aber auf einem guten Weg.

Die Bayreuther Stadthalle im Umbau. Archivfoto: Redaktion

Wie sind Sie Oberbürgermeisterin geworden?

Merk-Erbe: Die Bayreuther Gemeinschaft hat mich für die Wahl nominiert. Dann wurde ich von den Bürgern mit den meisten Stimmen gewählt. 

Wie lange sind Sie schon Oberbürgermeisterin?

Merk-Erbe: Ich bin schon seit Mai 2012 im Amt. 

Möchten Sie weitermachen?

Merk-Erbe: Das weiß ich noch nicht. Ich werde im Herbst die Entscheidung treffen. 

 


Nach dem Besuch bei der Oberbürgermeisterin, sind die Kinder noch auf die Rathaus-Terrasse gegangen. Die zwölf Stockwerke gingen einige sogar zu Fuß nach oben.

Das Kinderparlament von Mini Bayreuth gemeinsam mit den Organisatoren Stefanie Ogurok (hinten 2.v.r.) und Stefan Greißinger vom Stadtjugendring auf der Dachterrasse des Rathauses (hinten 1.v.r.).

Das Kinderparlament von Mini-Bayreuth gemeinsam mit den Organisatoren Stefanie Ogurok (hinten 2. von rechts) und Stefan Greißinger (hinten 1. von rechts) vom Stadtjugendring auf der Dachterrasse des Rathauses. Foto: Carolin Richter