Iwalewahaus

Dichter Erich Mühsam: Ein Abend über Visionen & gescheiterte Träume

Er war einer, der mit Worten für eine Revolution kämpfte. Einer, der Visionen hatte und immer wieder scheiterte. Dichter Erich Mühsam. Sind seine Ideale auch heute noch aktuell?

Erich Mühsam: Sprachrohr der Dichterrepublik

Dichter Erich Mühsam

Erich Mühsam. Foto: erich-muehsam.de

Darum geht es am Freitag, den 5. April im Iwalewahaus. Ab 19:30 Uhr findet eine Lesung zum Buch „Sechs Tage im April: Erich Mühsams Räterepublik“ von Schriftsteller Markus Liske statt, das sich um das Leben des Dichters dreht. Ein Abend, der sich wilden Tagen im Jahr 1919 widmet, bevor die damalige Revolution blutig niedergeschlagen wurde. Denn Dichter Erich Mühsam war das wichtigste Sprachrohr der „Bairischen Räterepublik“, die nur kurz – genauer gesagt von 7. bis zum 13. April 1919 – existierte. Deswegen ist sie auch als „Dichterrepublik“ bekannt. Nun feiert sie 100-jähriges Jubiläum.

Wenn Träume scheitern

Markus Liske, lädt zu einer Reise ein, die im Jahr 1901 in Friedrichshagen beginnt und mit der Festungshaft Mühsams endet. Liske kommentiert dabei Texte, Briefe und Auszüge aus dem Tagebuch Mühsams. Es geht um Visionen und das Scheitern. Pazifist Mühsam wurde zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt. Zwar entkam er der Haft nach fünf Jahren, wurde dann aber einige Jahre später im KZ Oranienburg von Nationalsozialisten ermordet. Hier können Sie vorab ins Hörbuch von Liskes Roman hinein hören.

Die Bayreuther Kulturwissenschaftlerin Dr. Katharina Fink wird am Freitag außerdem einen Vortrag dazu geben, warum das Scheitern von Träumen keineswegs ihr Ende bedeutet.

Katharina Fink

Dr. Katharina Fink, Foto: red / ka

„Wir freuen uns, dass Markus Liske sein neues Buch über die Räterepublik bei uns vorstellt. Denn man kann ja so auf die Räterepublik schauen: Sie ist niedergeschlagen worden, ist gescheitert. Oder aber so: Es gab diesen Traum, und es gibt ihn weiterhin. Und indem wir zusammenkommen und über ihn sprechen, nehmen wir die Träumer ernst – und sprechen darüber, welche Träume von Gesellschaft wir heute haben.“

(Dr. Katharina Fink, Uni Bayreuth)

Veranstalter sind das Evangelische Bildungswerk, der Freundeskreis Iwalewahaus und das Büro Himmelgrün. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Frankenfarm-Geschäftsführer Jürgen Stübinger vor seinem neuen Catering-Großprojekt im ehemaligen Halifax.

Baustellen-Einblicke: So sieht’s heute im früheren Halifax aus

Auf 2.400 Quadratmetern entsteht im ehemaligen Halifax-Gebäude in Himmelkron eine neue Location: Eine Räumlichkeit für größere Feiern, inclusive Catering und Bar-Betrieb. Man kann sie für geschlossene Gesellschaften mieten, wie Hochzeiten, Geburtstage oder Firmen-Tagungen. Betrieben wird sie von der Frankenfarm, die nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt liegt. Eröffnet werden soll Ende Mai. Über dem Text finden Sie ein Video-Interview mit Frankenfarm-Geschäftsführer Jürgen Stübinger und aktuelle Impressionen aus dem Gebäude.

„Es passen circa 500 Sitzplätze in den Hauptsaal, also die ehemalige Mainstage. Wir haben runde und auch eckige Tische hier, die je nach Wunsch des Gastes angeordnet werden können“, erklärt Jürgen Stübinger, der Initiator des Catering-Projektes und Geschäftsführer der Frankenfarm. Im Gebäude gibt es außer der Haupthalle im Erdgeschoss einen angrenzenden Raum, in dem das Catering aufgebaut wird.

In diesem Raum wird das Catering aufgebaut werden. Foto: red / cr

Dazu im ersten Stock eine Bar mit verglaster Front, die Blick nach unten bietet. An die riesige Terrasse schließt außerdem direkt ein Club an.

Im ersten Obergeschoss entsteht ein Club.

Im ersten Obergeschoss entsteht ein Club. Foto: red / cr

Ein Catering-Großprojekt direkt neben der Frankenfarm

Zur Immobilie sei Stübinger eher spontan gekommen. Zum Wegreißen sei sie zu schade gewesen. Der frühere Eigentümer Ralf Wanka habe den Preis der Immobilie gesenkt, was sie für die Frankenfarm attraktiv gemacht habe. So habe man sich geeinigt. Denn mit dem Kauf vor etwas mehr einem Jahr, im Winter 2018, konnte auch verhindert werden, dass sich ein gastronomischer Konkurrent dort – in direkter Nachbarschaft zur Frankenfarm – niederlässt. Zudem gehöre die Belieferung von großen Gesellschaften mit Speisen bereits zum Tagesgeschäft der Frankenfarm. Von daher lag eine Räumlichkeit, in der Catering für geschlossene Gesellschaften angeboten wird, nahe.

Was gerade auf der Baustelle noch getan werden muss? Und wie die Haupthalle aussieht? Das erfahren Sie im Video-Interview über dem Text.

Der Eingangsbereich im Catering-Bau der Frankenfarm ist derzeit noch eine Baustelle. Hier war früher einmal das Halifax.

Der Eingangsbereich im Catering-Bau der Frankenfarm ist derzeit noch eine Baustelle. Foto: red / cr

Legostadt Bayreuth

Winterspielplatz: Lego-Bauten bis knapp unter die Decke

Das höchste Haus, ein Polizei-Tower, misst 1,70 Meter und reicht bis zur Zimmerdecke. Seit 9. November 2018 bauen Kinder jeweils freitags ab 17 Uhr, im Rahmen des Winterspielplatzes, mit Lego. „So viel wie in diesem Jahr wurde noch nie gebaut“, sagt Leiter Michael Horstmann. Bereits seit 13 Jahren betreut er das Projekt während der Wintermonate, bei dem eine große Legostadt entsteht, in der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde am Hohenzollernring.

Der Polizei-Turm ist innerhalb von fünf Nachmittagen entstanden, wobei jeweils vier bis fünf Kinder zeitgleich daran gebaut haben. „Die Kinder spornt das wahnsinnig an, in die Höhe zu bauen“, sagt er. Durch eine spezielle Konstruktion mit Zwischenplatten sei der Turm aber nicht so schwierig gewesen. Man vermutet es nicht, aber: Ein kleines Haus mit Girlande im Bereich des Weihnachtsmarktes war viel zeitintensiver gewesen. Es gab viele Steine zu sortieren und eine aufwendige Innenkonstruktion. „Da haben auch schon einige aufgegeben, weil es ihnen zu kompliziert war“, schmunzelt Horstmann. Ein Video von der Legostadt finden Sie über dem Text. 

Mozart-Krapfen
 
Mozart-Krapfen-Füllung
 

Auch Studenten bauten mit

Bis zu 70 Kinder auf einmal waren hier freitags beim Winterspielplatz. Und der Großteil davon wollte Lego bauen. Die Kinder haben in diesem Winter auch einen Dom gebaut. Eigentlich eine Kirche, deren Dach und Mauern dann Stück für Stück vergrößert worden seien, erklärt Horstmann. Auch Studenten hätten bei der Legostadt mitgeholfen und einen riesigen Felsen mit Wald und Tunnel-Einhausung gebaut. Zudem sei ein  großes Fantasiehaus aus blauen Steinen neben dem Polizei-Tower entstanden. „Da mussten wir den Bau aber irgendwann stoppen, weil es sonst wegen der Höhe zu instabil geworden wäre“, erklärt Horstmann. Auf der rechten Seite des Raumes hat sich zudem eine Flughafen-Fläche entwickelt.

„Wir haben auch eine Aktion gestartet, bei der Lego-Bauten waagrecht in die Luft gebaut werden sollten. Ein Junge hat ganze 80 Zentimeter geschafft“, sagt Horstmann. Eine knifflige Aufgabe, die Konzentration, Ausdauer und einen guten Plan erfordert.

Letzte Chance zu Legobauen

Kommende Woche, am 5. April 2019, hat der Winterspielplatz ein letztes Mal geöffnet. „Nächsten Freitag wird es hauptsächlich darum gehen, Baulücken zu schließen und die Legostadt, wo nötig, mit Steinen aufzufüllen“, sagt der Leiter. Die Kinder würden gerne das ganze Jahr weiterbauen. Doch mit dem Ende der Wintersaison, wandern die unzähligen Kisten mit Legosteinen – nach Farbe oder Bauplan sortiert – zurück in Michael Horstmanns Keller.

Der Abbau erfolgt in mehreren Schritten: Erst werden Schienen, Straßen und die Pendelbahn entfernt. Danach werden Tütchen zum Sortieren neben die jeweiligen Bauten auf die Platte gelegt. Um Vorzusortieren sind etwa sechs Erwachsene im Einsatz, die die Steine bereits gut kennen. Im zweiten Schritt kommen dann knapp 25 Helfer um die Bauten in verschiedenen Räumen zu zerlegen und in die beschrifteten Tüten ordentlich zu verstauen.

Neue Fakultät: Das kann in Kulmbach künftig studiert werden

In Kulmbach ist die Fakultät VII der Uni Bayreuth eröffnet worden. Der vollständige Name der neuen Einrichtung lautet Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit. Bis 2025 sollen in Kulmbach bis zu 1.000 junge Menschen studieren und 22 Professuren etabliert werden. Erforscht werden in Kulmbach Zusammenhänge zwischen Krankheitsrisiko und Lebensweise, der Einfluss von individuellen, kulturellen oder sozioökonomischen Faktoren auf die Gesundheit und die Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln.

Studienbeginn schon im nächsten Jahr

In Kulmbach sollen Studiengänge wie der Master „Food Quality and Safety“ angeboten werden, die es so an keiner anderen Universität in Deutschland gibt und die teilweise bereits im Oktober 2020 starten.

In Kulmbach gibt es weitere Einrichtungen zur Lebensmittelforschung, darunter das Max-Rubner-Institut sowie das neu gegründete Institut für authentische Lebensmittel, sowie Behörden wie das Kompetenzzentrum Ernährung (KErn) und die bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Diese sollen nun so schnell wie möglich mit der neuen Fakultät verzahnt werden.

Die weiteren Studiengänge

Dann soll ein zweiter Masterstudiengang folgen, „Global Food, Nutrition and Health“. Beide Studiengänge werden interdisziplinär ausgestaltet sein und in englischer Sprache angeboten. Die Einführung eines deutschsprachigen Studiengangs „Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften“ wird folgen können, sobald die Fakultät personell gewachsen ist. Außerdem bereits in Planung: „Molecular Food and Health Science“ (Bachelor, naturwissenschaftlich, englischsprachig), „Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften“ (Master, interdisziplinär, deutschsprachig), „Health, Food and Society“ (Master, englischsprachig) und „Molecular Food and Health Science“ (Master, englischsprachig).

Diese Interdisziplinarität und fachliche Tiefe lobte auch Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst:

„Kulmbach ist als Hot Spot in Sachen Ernährung und Lebensmittel der ideale Standort für die Errichtung einer lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth auf einem eigenen Hochschulcampus.“

Prof. Dr. Stephan Clemens, Gründungsdekan der Fakultät VII, sagte zur Eröffnung:

„Wir möchten mit dieser Fakultät neue Wege gehen. Ganz unterschiedliche Fächer von der Biochemie bis zur Soziologie sollen gemeinsam an Fragen arbeiten, die zu den großen globalen Herausforderungen gehören.“


Der Weg zum Campus Kulmbach

  • Juni 2017: Auf Anfrage der Stadt Kulmbach Erarbeitung einer Vorlage für die Kabinettssitzung; erste Skizze einer Life Science-Fakultät mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit“
  • Juni 2017: Verkündung des Plans bei einer Kabinettssitzung in Kulmbach
  • Juli 2017 bis Juni 2018: Konzeptarbeiten durch zwei hochkarätig besetzte Planungsgruppen, eine universitätsinterne und einen externen Beirat
  • Juli 2018: Die Bayerische Staatsregierung billigt das Konzept mit einem Volumen von 136 Millionen Euro für fünf Jahre.
  • Ende 2018: Start Planung Neubau Campus und Lehrgebäude
  • Mitte 2019: Erste Stellenausschreibungen und Berufungsverfahren
  • Ende 2019: Anmietung und Ertüchtigung weiterer Funktionsflächen (Büros, Lehrräume, Labore)
  • Oktober 2020: Beginn WS 2020/21; Start eines englischsprachigen Masterstudiengangs; erste Studierende an der Fakultät VII für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit auf dem Campus Kulmbach, bzw. noch auf Interimsflächen
  • Derzeit: Management von Infrastruktur (Bau-, Verkehrs-, Glasfasernetz-Planung) zur Vorbereitung des Betriebs sowie Start der Studiengänge-Entwicklung und Berufungsplanung der ersten Professuren

 

Neue Bleibe: Das FabLab ist gerettet

Das Aus der offenen Hightech-Werkstatt FabLab ist abgewendet. Weiter geht es an einem neuen Standort, gar nicht weit vom alten entfernt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Ritter-von-Eitzenberger Strße liegt die Firma Schlaeger. Kunststofftechniker und Mechatroniker sind da zuhause. 400 Mitarbeiter sind es insgesamt. Schläger wiederum ist an der Technischen Berufsbildung Bayreuth (TBB) beteiligt. „Auch das FabLab ist eine Technikschmiede, das passt vom Grundgedanken jedenfalls gut zusammen“, sagt Matthias Ritter, der bei TBB Geschäftsführer und bei Schlaeger Controller ist.

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Kurzerhand hat man den Machern des FabLab, dem Verein FabLab Bayreuth e.V.m Verein, eine Fläche von rund 250 Quadratmetern Größe angeboten. Das kommt in etwa der Fläche gleich, die dem Verein derzeit noch in einer der Wedlich-Hallen zur Verfügung steht. Spätestens bis Ende April ist dort aber Schluss. Denn Unternehmer Christian Wedlich muss sich im Zuge einer sogenannten Insolvenz in Eigenverwaltung, von der Halle trennen. Seit Monaten werden neue Räume gesucht – bisher ohne Erfolg.

Wie lange das FabLab auf dem Schlaeger-Grundstück bleiben kann, sei offen. Matthias Ritter sagt, die Büroräume in einer der älteren Hallen seien gerade erst frei geworden. Wann sie wieder benötigt würden, sei schwer vorherzusehen. Wichtig sei jedoch, dass dem Verein jetzt geholfen werde. Die Zusammenarbeit könne bis Jahresende laufen oder über die nächsten Jahre hinweg. Profitieren würden jedenfalls alle. Das FabLab  könnte künftig nämlich auch Kurse für Azubis organisieren, sagt Ritter. Und auch für jeden anderen sei die „Hightech Werkstadt Oberfranken“, in der zum Selbstkostenpreis mit Geräten wie 3-D-Druckern gearbeitet werden kann, weiter nutzbar.

Die Mitglieder des FabLab-Vereins jedenfalls wollen jetzt mit dem Umzug beginnen. Bis 1. Mai soll er abgeschlossen sein.

 

Rotmaincenter: Bachelor-Andrej-Mangold-2019

Bachelor Andrej in Bayreuth: Ein Treffen mit Fans & Freunden

Donnerstag, 14:12 Uhr – Bachelor Andrej Mangold trifft im Bayreuther Rotmain-Center ein, inklusive Freundin und Security. Backstage ist es für ihn auch ein Wiedersehen mit Freunden, wie zum Beispiel medi bayreuth Spieler Steve Wachalski. Von 2013 bis 2015 spielten Mangold und Wachalski Seite an Seite für die Telekom Baskets Bonn. Dabei standen die beiden auch Seite an Seite in Bayreuth auf dem Parkett.

Im Center nahe der Bühne ist es noch ruhig. Drei aufgeregte Fans stehen im Aufgang zum Center-Management: Sie dürfen den Bachelor gleich beim Meet and Greet kennen lernen und Fragen stellen. Andrej Mangold wirkt tiefenentspannt und optimistisch. Er freue sich, dass so viele Leute zum Fantreffen kommen und sei dankbar dafür. Mit der Emotionalität, während der Dreharbeiten, in Mexiko sei das aber nicht zu vergleichen. Ein Video-Interview mit dem Bachelor finden Sie über dem Text.

Andrej Mangold und Steve Wachalski,

Andrej Mangold und Steve Wachalski, Foto: red / SJ

Auch medi-Spieler Steve Wachalski freut sich seinen Kumpel für einen kurzen Moment wieder zu sehen. Viel Zeit bleibt an diesem allerdings Tag nicht:

bt-Interview mit Steve Wachalski

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14:45 Uhr – im 1. Obergeschoss hat sich bereits eine Menge im Kreis versammelt, um einen Blick nach unten auf die Bühne zu bekommen. Kinder, Mütter und Großmütter stehen dicht an Dicht. Im Erdgeschoss drängen sich die jungen Frauen um die Absperrung, vereinzelt sieht man auch drei, vier Herren in der Menge. Aufgeregt schauen die Fans abwechselnd zur Bühne und die Uhr ihres Handys.

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15:01 Uhr – es ist so weit: die Mädels kreischen. Andrej Mangold wird mit Security seitlich an der Menge vorbei bugsiert und kommt auf die Bühne. „Oh mein Gott, oh mein Gott…“, ruft ein rothaariges Mädchen und tippelt auf der Stelle. Einige der Fans dürfen dem Bachelor zur Eröffnung des Events eine Frage ihrer Wahl stellen.

aufgeregte Fans beim Bachelor im Rotmaincenter

Nach einem kurzen Talk, folgt die Autogrammstunde. Jeder Fan bekommt nicht nur ein Foto mit Bachelor Andrej, sondern auch ein Autogramm – und das Wichtigste: eine rote Rose.

Bachelor Andrej Mangold schreibt Autogramme im Rotmaincenter

Bachelor Andrej Mangold schreibt Autogramme im Rotmaincenter. Foto: red / SJ

Und wie war es nun dem Bachelor live zu begegnen? Lohnt sich das Anstehen in der Schlange? Das sagen die Fans:

bt-Umfrage: Der Bachelor im Rotmaincenter

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Bis 17 Uhr war Andrej Mangold im Rotmain-Center. Dann ging die Reise mit Freundin Jennifer auch schon weiter, in Richtung Stuttgart.

Fotos & Interview: Susanne Jagodzik / Text & Video: Carolin Richter

„Zum Donnerkeil“ Mistelgau: In einem Land vor unserer Zeit

Das Leben zwischen Fisch-Sauriern und Meeres-Krokodilen. Dr. Rabold vom Urwelt-Museum erklärt, was die Tongrube Mistelgau so besonders macht.

Bayreuths Spielplätze: Diese sind top, diese ein Flop

Was gab es als Kind Schöneres, als nach der Schule mit Freunden draußen Spiel zu gehen? Klettern, Schaukeln, Rutschen, Toben – das höchste der Gefühle. Anfang Juni eröffnet ein großer neuer Spielplatz im Hofgarten. Doch was hat Bayreuth noch für die Jungs und Mädels an Spielgeräten zu bieten? Die Redaktion hat die bt-Leser gefragt, welche Spielplätze ihnen gut gefallen und welche gar nicht gehen.

Diese Spielplätze sind top

Diese Bayreuther Spielplätze wurden von den Lesern gelobt.

Spielplatz am Röhrensee

Daumen hoch für den Spielplatz am Röhrensee: Er wirkt nicht nur durch Tiermotive, wie Affen oder Giraffen am Zaun, besonders freundlich, sondern holt auch verschiedene Altersgruppen ab. Die Jüngeren können im Sand graben oder am Wasserlauf spielen. Es gibt auch einen besonders niedrigen Spielturm mit Rutsche – etwa 1,20 Meter hoch – oder eine Babyschaukel. Die Größeren können sich über Hängebrücken, an Ringen und Seilen entlang zu verschiedenen Holzpfählen hangeln, die zu einem Spielhaus auf Stelzen führen. Absolut gepflegt und etwas für mutige Abenteurer!

Märchen-Eremitage
 
Zeichnung Froschkönig Eremitage

Froschkönig

Einer Prinzessin fällt ihre goldene Kugel in den Brunnen. Ein Frosch bietet ihr Hilfe an. Daraufhin muss sie den Frosch küssen. Doch der Frosch will mehr. Er fordert sie auf, Tisch und Bett mit ihr zu teilen. Ihre Abscheu ist dann so groß, dass sie ihn an die Wand wirft. Dann nimmt das Märchen eine überraschende Wendung.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Märchen-Festspielhaus
 
Zeichnung Aschenputtel Festspielhaus

Aschenputtel

Aschenputtel geht nachts heimlich auf einen Ball. Beim Tanzen vergisst sie die Zeit. Als die Uhr Mitternacht schlägt rennt Aschenputtel schnell nach Hause. Dabei verliert sie ihren Schuh, weil er im Pech auf der Treppe hängen bleibt.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Zeichnung Der Kaisers neue Kleider Wahnfriedhaus

Des Kaisers neue Kleider

Der Kaiser wird von zwei Weberinnen betrogen. Diese versprechen ihm prunkvolle neue Kleider, doch führen ihn in Wirklichkeit an der Nase herum. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit sagt der Kaiser nicht, dass er die angeblichen Kleider selbst nicht sehen kann, als sie ihm überreicht werden. Erst bei einem Festumzug fliegt die Lüge auf.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Märchen-HaSpo
 
Zeichnung die 7 Zwerge Haspo

Schneewittchen und die 7 Zwerge

Das schöne, junge Schneewittchen wächst als Dienstmagd am Hofe ihres Vaters und ihrer neidischen Stiefmutter auf. Diese kann den Gedanken, dass ihre Stieftochter immer schöner sein wird als sie, nicht ertragen und beauftragt einen Jäger, das Mädchen in den Wald zu bringen und dort zu töten. Er bringt den Mord an der unschuldigen Schönheit jedoch nicht übers Herz und lässt sie ins Dunkel des Waldes fliehen. Dort führen Tiere Schneewittchen zum Haus der 7 Zwerge, die sie aufnehmen.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis

Märchen-Luitpoldplatz
 
Zeichnung Rotkäppchen Luitpoldplatz

Rotkäppchen

Ein Mädchen mit roter Mütze wird von der Mutter mit einem voll bepackten Korb losgeschickt um die Großmutter zu besuchen. Auf dem Weg durch den Wald wird sie vom Wolf angesprochen, der ihr von einer schönen Blumenwiese erzählt. Rotkäppchen beschließt dort Blumen für die Großmutter zu pflücken. Währenddessen macht sich der Wolf auf zur Großmutter, frisst sie und legt sich mit ihren Kleidern ins Bett um auf das Rotkäppchen zu warten. 
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Märchen-CanaleGrande
 
Zeichnung Sterntaler Canale Grande

Die Sterntaler

Ein armes Waisenkind, das außer einem Stück Brot nichts besitzt, zieht los und verschenkt das Brot, seine Mütze, und andere Klamotten an andere Bedürftige. Diese Barmherzigkeit zahlt sich am Ende des Märchens für das Kind aus.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Märchen-UniBayreuth
 
Zeichnung Rumpelstielzchen Uni-Bayreuth

Rumpelstilzchen

Ein Müller behauptet, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen könne und möchte sie an den König verheiraten. Das Rumpelstilzchen, ein kleines Männchen, hilft der Tochter dabei, aber fordert erst ihr Halsband, dann ihren Ring und schließlich ihr erstes Kind. Als das Kind zur Welt kommt, bietet die Frau ihm alles aus dem Reich an und bricht in Tränen aus: Sie möchte das Kind behalten. Das Rumpelstilzchen gewährt der Frau ihr Kind, sofern sie es schafft innerhalb von drei Tagen seinen Namen zu erraten. 
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis
Märchen-Rotmaincenter
 
Zeichnung Wunderlampe Rotmain Center

Aladin und die Wunderlampe

Der junge Aladin wird von einem Zauberer beauftragt eine Öllampe in einer magischen Höhle zu finden. Da der Zauberer versucht ihn zu betrügen, beschließt er die Lampe zu behalten. Dann bemerkt er, dass in der Lampe ein Dschinn steckt, der ihm Wünsche erfüllt. So wird Aladin reich und mächtig und heiratet schließlich die Frau des Sultans.
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis

Märchen-Röhrensee
 
Zeichnung Der Fischer und sin Fru Röhrensee

Der Fischer un sin Fru (Der Fischer und seine Frau)

Ein Fischer fährt jeden Tag auf den See um zu Angeln. Eines Tages zieht er einen großen Butt aus dem Wasser, der vorgibt, ein verwunschener Prinz zu sein. Der Fischer solle ihn wieder freilassen. Da er so verwundert von dem sprechenden Tier ist, tut er das. Allerdings ist die Frau gar nicht darüber amüsiert, dass ihr Teller leer bleibt. Daraufhin schickt sie ihren Mann mehrmals zurück zum Fisch. Dort soll sich der Mann vom anscheinend magischen Tier immer größere Wünsche als Gegenleistung für die geschenkte Freiheit erfüllen lassen. Dabei wird die Frau immer gieriger.  
Foto: Jürgen Schanz / Ralph Dornis

Spielplatz am Volksfestplatz (Äußere Badstraße)

Der Spielplatz am Volksfestplatz ist besonders bunt, vielseitig und modern: Ob riesige Feder-Wippen in Auto- oder Bienenform, ein Spielturm mit Kletterwand, bunten Schlupflöchern und einem Kletter-Spinnennetz, oder eine richtig lange Rutsche – da kann jeder seinem Lieblings-Spiel nachgehen. Nebenan liegt außerdem ein Bolzplatz mit Toren. Das Fazit: Große Fläche und viele Spielgeräte.

Bayreuth Tigers vs. EHC Freiburg, Foto: Karo Vögel
Bayreuth Tigers vs. EHC Freiburg, Foto: Karo Vögel
Bayreuth Tigers vs. EHC Freiburg, Foto: Karo Vögel

Diese Spielplätze sind eher ein Flop

Über diese Spielplätze sind die Bayreuther enttäuscht.

Spielplatz in Wolfsbach (Haferweg)

Der Spielplatz im Stadtteil Wolfsbach – zugegeben ein ziemlich ernüchternder Anblick. Eine Sandfläche, auf dem genau ein Holzgerüst mit Seilzügen für den Sand steht. Etwas in die Jahre gekommen. Grünes Moos auf den Holzflächen. Entweder man mag Sand oder eben nicht. Schaukel? Fehlanzeige. Rutsche? Fehlanzeige. Bunt und modern? Keineswegs.

Der schlimmste ist in Wolfsbach – nämlich quasi keiner vorhanden… sehr schade. Überall werden Spielplätze erneuert, vergrößert und verschönert, aber in Wolfsbach (gehört ja zur Stadt) merkt man gar nichts. Mini klein neben dem Feuerwehrhaus und nur ein Sandkasten… da spielen wir lieber im Garten oder fahren auf andere Spielplätze…. Obwohl hier sehr viel Kinder wohnen!

(Leserin J. Rennecke via facebook)

Spielplatz in Meyernberg (Kopernikusring)

Der Spielplatz in Meyernberg sorgt nicht überall für Anklang. Auch hier erblickt man einen großen Sandkasten am Eingang. Daneben eine Tischtennis-Platte, auch schon etwas älter. Immerhin gibt es eine Schaukel, eine Rutsche – und sogar ein Dreh-Karussell! Mit dem Spielplatz am Volksfestplatz kann er zwar definitiv nicht mithalten. Aber im Gegensatz zu dem in Wolfsbach, immer noch ein Erlebnis für die Kids.

Der in Meyernberg bräuchte auch mal eine neue Ansicht.

(Leserin H. Thiele via facebook)


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Das große Bayreuther Musikquiz

Es ist Sonntagabend. Bevor morgen wieder allerhand Pflichten rufen, bieten die letzten Stunden des Wochenendes noch allerhand Möglichkeiten für Spaß und Entspannung. Wer Lust auf etwas quizzen und vielleicht sogar etwas Horizonterweiterung zum Thema Musik in und um Bayreuth hat, ist bei unserem Musikquiz genau richtig.

Das große Bayreuther Musikquiz

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Unverpackt-Gläser-Logo

„Glasvoll“: Unverpackt einkaufen in Kulmbach

Inhaberin Julia Schappert vor einem Regal mit Müsli

glasvoll-Inhaberin Julia Schappert, Foto: Katrin Geyer

Julia Schappert war vor zwei Wochen erstmals mit ihrer Schwester in einem Unverpackt-Laden in Bamberg. Ein Besuch, der sie zum Umdenken bewegt hat. Im Einzelhandel hat die Kulmbacherin bereits Erfahrung gesammelt. Im Herbst 2019 plant sie „glasvoll“, einen Unverpackt-Laden in der Kulmbacher Innenstadt, zu eröffnen. Im bt-Interview erzählt die 23-Jährige mehr dazu:

Warum wollen Sie einen Unverpackt-Laden eröffnen?

„Natürlich habe ich davor schon gehört, dass es Unverpackt-Läden gibt, habe mich da aber gar nicht so mitreißen lassen. Vor zwei Wochen war ich erstmals selbst in einem Unverpackt-Laden. Vor Ort habe ich dann erstmals realisiert, wieviel Verpackungsmüll wir eigentlich jeden Tag produzieren. Und nur weil einige Supermärkte Mehrwegtaschen anbieten, werden die Plastiktüten ja nicht aus dem Sortiment genommen. Die Leute greifen zum Gewohnten, weil sie es nicht anders kennen.

Ich achte seitdem vor allem bei Obst und Gemüse darauf, komplett auf Verpackungen zu verzichten. Auch im Badezimmer stelle ich Stück für Stück meine Produkte um. Ich kann nur jedem raten, sich regelmäßig zu fragen: brauche ich das wirklich oder nicht? Da die nächsten Unverpackt-Läden in Nürnberg oder Bamberg liegen und hier in der Region nichts Vergleichbares geboten ist, hatte ich die Idee, selbst einen Unverpackt Laden zu eröffnen. Im Einzelhandel war ich bereits tätig.“

Wie soll denn der Laden aussehen?

Im Moment sind wir noch auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie. Wir suchen eine Fläche von circa 100 Quadratmetern in der Kulmbacher Innenstadt. Zwar gibt es dort nicht so viele Parkplätze, aber wer unverpackt einkauft, der nimmt vielleicht auch ein paar Schritte zu Fuß oder einige Meter mit dem Rad in Kauf oder nutzt den ÖPNV.

Was kann man dort kaufen?

Hauptsächlich kann man bei „glasvoll“ Lebensmittel kaufen: wie Getreide, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Ölsorten, aber auch Backzutaten oder Gewürze. Außerdem sind Obst, Gemüse, Nüsse, Trockenfrüchte, Müsli und Getränke im Sortiment. Natürlich wird man auch non-food-Artikel wie Reiniger und Waschmittel, die man immer wieder auffüllen kann, im Sortiment finden. Dazu kommen Drogerieartikel wie Seifen, Cremes, Zahnbürsten und Zahntabs.

Im Unverpackt-Laden soll es auch eine Café-Ecke mit Heißgetränken, selbstgemischtem Frühstücksmüsli und ab und zu Heißgerichte oder Kuchen geben. Es soll ein Treffpunkt werden, in dem man auch unabhängig vom Einkauf zusammenkommen kann.

Müssen die Kunden eigene Verpackungen mit bringen?

Beutel-unverpackt-glasvoll

Die glasvoll-Jutetasche. Foto: @glasvoll

Die Kunden können ihre Dosen oder Einmachgläser selbst mitbringen. Vor dem Einkauf werden die Behältnisse dann im Laden abgewogen, da die Produkte ja nach Gewicht verkauft werden. Es gibt auch die Möglichkeit im Laden Behältnisse zu leihen oder kaufen. Oder es gibt die Lösung „von Kunden für Kunden“: Das bedeutet, dass wir ungenutzte Behältnisse vor Ort auskochen und reinigen und sie dann kostenfrei an Kunden weitergeben, die gerade nichts zum Verstauen dabei haben.

Mit welchen regionalen Partnern kooperiert Glasvoll?

Wir kooperieren zu Beispiel mit dem Anbieter der Kasendorfer Frischeeier. Wir sind aber noch auf der Suche nach weiteren Partnern aus der Nähe. Gerne können sich interessierte Händler oder Obst- und Gemüsebauern bei uns melden! 

Welche Schritte stehen aktuell an? Wann ist die Eröffnung geplant?

Kürzlich haben wir das Pitch-Video fürs Crowdfunding gedreht, das Ende der kommenden Woche online gehen wird. Beim Crowdfunding kann man „glasvoll“ durch Spenden unterstützen. Unser Ziel sind 40.000 Euro. Jeder, der spendet, bekommt ein Dankeschön in Form einer nicht finanziellen Gegenleistung: Das können zum Beispiel eine Bambus-Zahnbürste mit Etui oder Gutscheine sein. Wer das ausdrücklich möchte, kann natürlich auch spenden, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Die Eröffnung von „glasvoll“ ist für den Herbst 2019 geplant.

 

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Zahnbürste aus Bambus. Foto: @glasvoll